Fertig mit dem Hundekotterror: Kommt jetzt die Littering-Polizei?

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Hat die Schnauze voll von stinkendem Hundekot und rumliegendem Abfall: Gemeinderat Fredy Nater. Bild: Patrick Furrer

Rund eine Tonne Hundekot entsorgt der Aarburger Werkhof jeden Monat. Die Gemeindeangestellten beobachten dabei ein Problem, das viele Menschen ärgert: Immer mehr Hundehalter kehren die Haufen ihrer Tiere gar nicht erst zusammen, sondern lassen sie einfach liegen. Werkhofleiter Oskar Blättler sagt, mit der zunehmenden Bevölkerungs- und Haustierzahl habe sich das Problem zugespitzt. «Die schwarzen Schafe unter den Haltern lassen die Haufen selbst dort liegen, wo Kinder spielen. Eine Riesen-Moorerei.»

Die Problematik übersteigt das Thema Tierkot bei weitem: Auch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, Glasflaschen und anderer Abfall verdeutlichen die «Respektlosigkeit und den Egoismus» (Zitat einer Leserin) in der heutigen Gesellschaft.

Verlängerter Arm der Polizei

Dem Littering und speziell dem Hundekotterror will der Aarburger Gemeinderat Fredy Nater nicht mehr länger zusehen. Der Ressortverantwortliche Sicherheit & Ordnung prüft, ob künftig Gemeindeangestellte als «verlängerter Arm» der Regionalpolizei ebenfalls Litteringbussen austeilen könnten.

«Ob nun Hundekot oder sonstiger Abfall und Schmutz, das ist einfach unschön und ist schlichtweg nicht akzeptabel, wenn es nicht korrekt entsorgt wird», erklärt Nater. Die Berichterstattung dieser Zeitung sei zum richtigen Zeitpunkt gekommen, denn er nerve sich schon länger. Bereits hat Fredy Nater Kontakt mit dem Stadtrat von Lausanne aufgenommen; dieser hat vergangenes Jahr die Polizeiverordnung dahingehend geändert, dass neu auch Stadtangestellte Bussen erteilen können. «Ich werde die Ausgangslage und Möglichkeiten fundiert abklären», sagt Fredy Nater, «und mir mit dem Feedback aus Lausanne die weiteren Schritte überlegen.»

Alle büssen für den Frevel von Wenigen

Er sehe nicht ein, warum die Gesamtheit der Steuerzahler für den Frevel Einzelner aufkommen müsse. Nater stellt sich vor, dass in Zukunft auch in Aarburg und weiteren Gemeinden des Bezirks Gemeindeangestellte in flagranti erwischte Littering-Büsser abstrafen können. «Wenn es ans Portemonnaie geht, dann bessert sich die Lage vielleicht.» Einfach so auf regionaler Ebene eingeführt werden könnte die Bussgeldlösung aber nicht. Es bräuchte eine Rechtsänderung auf Kantonsebene



Hundekot sorgt seit Jahren und überall in Europa für grossen Ärger. Exemplarisch zeigt sich die Situation auch in Hessen, dazu mehr im untenstehenden Video. (Quelle: youtube/hrfernsehen)

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

pferdeäpfel

gut pia
schrieb am 12.03.2018 17:39
Pferdeäpfel stinken nicht wie Hunde oder
Katzenkot. Wieso dass Frau Rohner fast Erbrechen
muss frage ich mich.

Schlechte Idee

Mättu
schrieb am 12.03.2018 11:41
Das Problem ist nicht bestritten und es ist eine riesen Sauerei wie sich Viele verhalten. Trotzdem ist es falsch, dass Gemeindeangestellte Bussen austeilen dürfen. Damit wäre der Willkür Tür und Tor geöffnet. Gemeidneangestellte sind nicht dafür ausgebildet, verfügen nicht über die notwenige Gespüri im Umgang mit solchen Klienten und meistens fehlt Ihnen auch die notwendige Kundenfreundlichkeit (sonst würden Sie ja nicht auf der Gemeinde arbeiten). Foto machen und bei der Polizei eine Anzeige machen und die Polizei soll dann die entsprechende Busse aussprechen.

Bedenken

ruedi lanz
schrieb am 12.03.2018 10:49
Eigentlich eine gute Idee, Herr Nater! Aber sind Sie sich sicher, dass das Gemeindepersonal fähig und dazu ausgebildet ist, Konflikte mit allen erdenklichen Hundebesitzern zu meistern? Ich jedenfalls glaube, dass es zu Handgreiflichkeiten kommen würde!

Hundekot

Yvonne Rohner
schrieb am 12.03.2018 10:42
Guten Tag Herr Nater
Als Hundehalterin bin ich voll Ihrer Ansicht, und würde es begrüssen wenn eine Bussen-Verteilung
statt finden würde, aber es sollten dann alle gebüsst werden, denn ich ging letzte Woche in Kölliken
spazieren und was da an Pferdemist auf den Wegen lag brachte mich fast zum Erbrechen, auch diese müssten gebüsst werden. Auch in Safenwil ist es ein Problem.
Gutes Gelingen und freundliche Grüsse
Yvonne Roihner


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