Zum Palmsonntag: Triumphaler Einzug in Jerusalem mit einem Esel

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Christina König (Archivbild ZT)

Jetzt an diesem letzten Sonntag vor Ostern ist Palmsonntag, und wir als Christen erinnern uns an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem, mit dem sein Leidensweg auch begann.

Im Neuen Testament, in den Evangelien, wird erzählt, dass Jesus auf einem Esel in die Stadt hineinritt und dabei wurde er vom Volk jubelnd empfangen. Palmsonntag ist zugleich Beginn der Karwoche, in der wir als Christen das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz gedenken, auch ist Palmsonntag der letzte Sonntag vor Ostern.

Nach biblischer Überlieferung breiteten die Menschen, als sie Jesus sahen, ihre Kleider vor ihm aus und streuten grüne Palmzweige auf den Weg, daher die Bezeichnung Palmarum (Sonntag der Palmen).

Jesus wählte einen Esel an jenem Tage. Er nahm nicht ein Pferd, denn damals war es ein Zeichen der Macht, hoch zu Ross in eine Stadt einzureiten. Siegreiche Feldherren und selbstbewusste Herrscher sassen hoch zu Ross. Jesus hätte auch einen Streitwagen nehmen können, wie ihn die Krieger für ihre Schlachten oder die Helden der Wagenrennen im römischen Zirkus verwendet hatten; doch dies tat er nicht. Als Friedenskönig zeigte er sich ganz anders als die römischen Kaiser und die Soldaten, die mit Lärm und lauten Fanfaren in der Stadt einzogen.

Ganz bewusst wählte er diese Eselin mit ihrem Fohlen aus. Er wirkte bescheiden, und die Menschen am Strassenrand verstanden seine Botschaft. Jesus war ein anderer König. Der Prophet Sacharja im Alten Testament hatte ihn so angekündigt: «Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Gerecht ist er und Rettung wurde ihm zuteil, demütig ist er und reitet auf einem Esel, ja, auf einem Esel, dem Jungen einer Eselin.»

Die Menschen, die von nah und fern gekommen waren, waren voller Hoffnung. Der verheissene Friedenskönig wurde mit Begeisterung willkommen geheissen. Daher die Friedenszweige auf den Strassen und die lauten Hosanna-Rufe.

Doch wie die Woche mit Jubelgesang und Palmzweigen begonnen hatte, so endete sie mit trauriger Stille. Vom «Hosianna» zum «kreuzige ihn», wenige Tage später hing Jesus am Kreuz mit dem Titel: Jesus von Nazareth, König der Juden. Jesus war als König gekommen, «um zu dienen und sein Leben hinzugeben».

Christus hat jetzt nicht mit Gewalt «erobert», sondern er hat vielmehr Sanftmut und Bescheidenheit gezeigt. Diese mächtigen und gewalttätigen Menschen, sie können Länder erobern, aber keine Herzen. Sie können ihre Macht spüren lassen, aber die Liebe der Menschen können sie mit keiner Gewalt gewinnen. Palmsonntag regt zum Nachdenken an.

Falsche Ideologien und die damit verbundene Gewalt, Terrortaten und Anschläge verschiedenster Art gelten heutzutage als eines der grossen Probleme für den Frieden. Schön ist es jetzt, wenn wir im Alltag «friedlich» miteinander umgehen. Zu Hause, im Büro oder auf der Strasse gibt es schnell einmal Unfriede, Streit, Schikanen und Mobbing.

Ja, vergessen wir nicht! Palmsonntag ist ein Tag des Friedens! Er ruft dazu auf, Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeit, Mitgefühl und Bescheidenheit freudig zu begrüssen! Und mit diesem Friedenstag beginnt jetzt die Karwoche und am nächsten Sonntag feiern wir Ostern, das Fest der Auferstehung.

Gott soll doch mit all jenen sein, die den Frieden suchen!

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