Nach dem Bauboom kommen jetzt die grossen Platzprobleme beim Kindergarten

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Thomas Grüter ist seit dem Jahr 2000 im Gemeinderat von Pfaffnau. Bild: rzu

Die Bagger, sie graben. Nach wie vor. Sie buddeln die letzten Spuren des Baubooms in den Pfaffnauer Boden. Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahren drastisch angestiegen. Von 2006 bis 2016 stieg die Einwohnerzahl um 20 Prozent auf 2500 Einwohner an. Die Gemeinde und Private haben für ihr Land geworben – und viel verkauft. Die letzte Parzelle der Gemeinde letztes Jahr.

Damit ist mehr Leben in die Gemeinde gekommen, ein neuer Dorfladen hat 2015 eröffnet. Auch viele Familien sind zugezogen. Das stellt die Gemeinde vor neue Herausforderungen: «Wir müssen Lösungen suchen beim Kindergarten, dort kommen wir an den Anschlag», sagt Gemeindepräsident Thomas Grüter. Bei den Oberstufenklassen ist man hingegen froh, dass sich die Klassenzimmer allmählich füllen. Für die Oberstufe sei das gut, weil man die letzten Jahre fast zu wenig Schüler hatte, sagt Grüter.

Was die Gemeinde zurzeit aber noch mehr beschäftigt, ist die ältere Generation: Das neue Alterszentrum und die Dorfkerngestaltung seien das Top-Thema der Gemeinde. Drei Arbeitsgruppen erstellen zurzeit die Botschaft, die voraussichtlich im November zur Abstimmung gelangen soll. Ein Altersheimplaner erarbeitet indes in einer ersten Phase eine Offerte für eine Projektstudie an den zwei potenziell möglichen Standorten, damit die Gemeinde in einer zweiten Phase mit dem Planungskredit zur Abstimmung gelangen kann. «Ende Juni wird sich zeigen, ob wir mit diesem Fahrplan fahren können», sagt Grüter.

Bald «papierlos»

Die Hälfte der Legislatur der Gemeindebehörde ist zu Ende, 2016 wurden die fünf Gemeindevertreter für vier Jahre gewählt. Thomas Grüter zum fünften Mal. Seit 2000 ist der 54-Jährige im Gemeinderat. Momentan sei die Arbeit im Gemeinderat intensiv. Auch weil der Kanton viel aufgleise. Beispielsweise die Umstellung auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 sowie die Raumplanung. Die Gemeinde Pfaffnau will bald in die Vernehmlassung mit der Ortsplanungsrevision, die jede Gemeinde – zumindest teilweise – angehen muss. Was nächstes Jahr vor dem Ende der Legislatur noch auf den Gemeinderat zukommen wird, sagt Thomas Grüter, ist die Digitalisierung. Der Gemeindepräsident trägt bereits ein Tablet auf sich, worauf er sich seine Informationen holt. Ab nächstem Jahr sollen sich alle Behördenmitglieder mithilfe solcher Geräte auf Gemeinderatssitzungen vorbereiten. «Ab dann wollen wir papierlos sein», sagt Thomas Grüter.

Insgesamt befinde sich die Gemeinde in einer guten Ausgangslage, mit den Legislaturzielen sei man auf Fahrplan, sagt Grüter. Auch kämen in den nächsten Jahren keine riesigen Hypotheken auf sie zu. «Wir sind froh, dass wir in den 2000er-Jahren Dinge wie das Reservoir und die Fassungen erneuert haben.» Auch finanziell ist die Gemeinde wieder auf dem Damm, nachdem sie in jüngeren Jahren mit Engpässen zu kämpfen hatte. Deshalb hat sie vor zwei Jahren auch den Steuerfuss gesenkt. Gut möglich, dass dieser in den kommenden Jahren aber wieder erhöht werden muss, denn eigenes Land hat die Gemeinde, wie bereits erwähnt, keines mehr. Spätestens wenn sich der Souverän für den Standort des Alterzentrums entschieden hat und die letzten Pläne gezeichnet sind, spätestens dann werden die Bagger aber wieder graben.

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