Grosse Freiheit auf zwei Rädern: Mit dem Velo um die Welt

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Peter Manz berichtete von seinen abenteuerlichen Velo-Reisen. Heidi Bono

«Zwischen Nordsee und Kaspischem Meer unterwegs sein und vor allem das Leben geniessen», lautet die Philosophie von Peter Manz aus Geuensee. Seit seiner Pensionierung als diplomierter Kulturingenieur lebt Manz intensiv nach dem Motto «Carpe diem – Nutze den Tag». Er pflegt seine Hobbys, er macht Reisen abseits von den grossen Touristenströmen und geniesst aber auch Zeiten zum Ausruhen. Eingeladen zum Vortrag hatte «Spektrum», die kulturelle Plattform von Egolzwil und Wauwil.

Unwegsame Strassen

Einen grandiosen Einblick in die persönlichen Erlebnisse von Peter Manz genossen Besucher im Pfarreiheim Wauwil. «Das kulturelle Leben, die vielen Begegnungen mit den Menschen in anderen Ländern bereichern mich», erzählte der Referent, der im Ostblock und in Zentralasien unterwegs war. Weil er nicht über eine spezielle Reise berichten wolle, habe er den Vortrag unter verschiedene Themen gestellt, war weiter zu vernehmen. Zum Einstieg faszinierten die Strassenbilder, die auch überaus unwegsame bis gefährliche Beispiele zeigten. Ausgefahrene Spuren, schlammig und bergig, galt es für den Velofahrer zu überwinden. Vor allem in Russland war dies mehr als häufig der Fall.

Immer wieder werde er gefragt: «Warum willst du mit dem Velo die Welt bereisen?» Für ihn bedeute dies die grosse Freiheit, erzählte Manz weiter. Die Reisen plane er aber schon im Vorfeld und ein gutes Velo sei für ihn ein wichtiger Punkt. Ab und zu heisse es dann, das Fahrzeug zu verpacken und eine Reise mit dem Flugzeug in Angriff zu nehmen. Auch ein Zelt, eine Luftmatratze und einen Schlafsack habe er mit dabei. Das Schlafen draussen habe manchmal seine Tücken und man müsse prüfen, wo man sich niederlasse für die Nacht. Einmal habe er von einem Pfarrer die Bewilligung erbeten, neben einem Friedhof zu campieren. «Die Nachbarn waren auf alle Fälle überaus ruhig», erzählte Manz schmunzelnd. Die herzliche Gastfreundschaft lobte der Referent und viele Bilder von Menschen dokumentierten seine persönlichen Eindrücke auf dem Balkan, in der ehemaligen Sowjetunion bis in den Iran. Fast überall waren die Männer fasziniert von seinem Fahrzeug. Er portraitierte Frauen auf dem Markt in den Ostblockländern. Dann waren aber auch im Iran die traditionell gekleideten, älteren Frauen zu sehen und wie die jüngere Generation die Kleidervorschriften etwas lockerer anwendet.

Einzigartige Tierbilder

«Ein dominantes Thema auf all meinen Reisen war das Spielen», sagte Manz. Schach in allen Variationen, dann auch Domino und Kartenspiele zeigte er in Bildern aus vielen Regionen. Musikinstrumente, Schulklassen und zur Abwechslung viele wunderbare Landschaften, nur mit dem Velo zu erreichen, sorgten für Begeisterung. Der Umweltschutz war ein weiteres Thema. Hier gab es vor allem aufwühlende und besorgniserregende Impressionen von Abfalldeponien, mit Autos und Industrie-Abfällen. Einzigartige Tierbilder von Störchen, Reihern und vor allem Eseln und Pferden. «In vielen Regionen sind diese Tiere noch immer für den Transport von Menschen und Waren unerlässlich.» Abgelegene Klöster und Kirchen, aber auch Moscheen in Sichtweite von anderen Kirchen auf dem Balkan zeugten davon, dass friedliches Zusammenleben möglich wäre. Eine Auswahl an Statuen, die vor allem in der ehemaligen Sowjetunion noch immer einen gewissen Stellenwert haben, dokumentierte er. Mit dem Ausspruch «La vita è bella» wurden Sonnenuntergänge beschrieben und bildlich dargeboten.

Balkan – zum Dritten

«Nach bereits zwei Touren durch den Balkan (2010 von Belgrad nach Tirana und 2012 von Udine nach Thessaloniki) zieht es mich nun noch einmal nach Südosteuropa.»

Gestern startete Peter Manz einmal mehr auf eine Tour. «Ich möchte einige mir bisher wenig bekannte Regionen «er-fahren.» Ab Belgrad starte er südwärts über Montenegro in den Kosovo und nach Bulgarien. Er plant wieder einmal rund 2200 Kilometer unterwegs zu sein. Verschiedene Varianten seien möglich, falls seine 72 Jahre etwa Einspruch erheben sollten. Man darf gespannt sein auf viele neue, eindrückliche Bild-Erlebnisse von dieser Reise.

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