Géraldine Ruckstuhls Gold-Premiere mit technischen Makeln

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Im Speer-Wettbewerb liess Géraldine Ruckstuhl ihre Muskeln spielen und gewann mit 51,85 m deutlich. (Bild: Michael Wyss)

Auf der grossen Bühne scheint sich Géraldine Ruckstuhl sichtlich wohl zu fühlen. Bei ihrem ersten Auftritt an einer Weltmeisterschaft der Aktiven landete die 20-jährige Siebenkämpferin aus Altbüron letzten August in London als Elfte mitten in der internationalen Spitze. Dass sie auch auf nationaler Stufe ihre Stärken ausspielen kann, bewies Ruckstuhl am Freitagnachmittag bei den Schweizer Meisterschaften in Zofingen. Mit 51,85 m entschied sie den Speerwurf-Wettbewerb wenig überraschend deutlich zu ihren Gunsten, obwohl sie rund sechseinhalb Meter unter ihrem im Mai 2017 aufgestellten Schweizer Rekord blieb. «An den Schweizer Meisterschaften zählt nur der Titel, deshalb bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat», sagte Ruckstuhl, die mit dem Speer erstmals in ihrer Leichtathletik-Karriere bei der Elite zuoberst auf dem SM-Podest stand.

Dass die Luzernerin in der nationalen Speer-Konkurrenz längst das Mass der Dinge ist, bestätigte der Blick auf die Rangliste: Über drei Meter betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierte Nadja-Marie Pasternack (GG Bern), Estefania Garcia (LV Winterthur) auf Rang drei lag schon über sechs Meter zurück.

Als blosse Formsache wollte Géraldine Ruckstuhl ihren Triumph dennoch nicht abstempeln, obschon sie als grosse Favoritin angetreten ist. «Am Tag x muss man immer noch seine Leistung abrufen können», erklärte Ruckstuhl. Die U18-Weltmeisterin im Siebenkampf wusste aber bestens mit diesen Bedingungen umzugehen. «Natürlich habe ich einen gewissen Druck gespürt, aber diese Situation hat mich nur noch mehr gepusht.»

Nur drei gültige Versuche
Restlos glücklich war Géraldine Ruckstuhl mit dem Gewinn der Goldmedaille trotzdem nicht. Sie sei während des Wettkampfes nicht wie gewünscht auf Touren gekommen, was sich in nur drei gültigen von insgesamt sechs Versuchen niederschlug. «Mir lief es technisch nicht rund. Das kann passieren, umso froher bin ich, den Titel gewonnen zu haben», erklärte Ruckstuhl.

Einen Zusammenhang mit den Oberschenkelverhärtungen, die sie im Frühling beim Mehrkampfmeeting in Götzis (Ö) zur vorzeitigen Aufgabe zwangen, verneinte Ruckstuhl – diese seien nämlich vollständig auskuriert.

Happiges Programm
Auch am zweiten Tag der Schweizer Meisterschaften wird Géraldine Ruckstuhl in Zofingen im Einsatz stehen. Im Gegensatz zu gestern Nachmittag steht ihr am Samstag mit drei Disziplinen ein ungemein strengeres Programm bevor. Innert wenigen Stunden will sich Ruckstuhl im Kugelstossen und Weitsprung sowie über die 100 m Hürden beweisen und so die Gelegenheit nutzen, im Hinblick auf die Europameisterschaften vom August in Berlin (De) weiter in Wettkampfrhythmus zu kommen.

Während Ruckstuhl im Kugelstossen die technischen Fehler, die ihr am Montag beim Spitzenleichtathletik-Meeting in Luzern unterlaufen sind, minimieren will, hat sie sich im Hürdensprint die Finalqualifikation zum Ziel gesetzt. Im Weitsprung hat sich das Nachwuchstalent eine «gute Weite» vorgenommen.

Ob Géraldine Ruckstuhl ihr Vorhaben wie geplant umsetzen kann, hängt auch davon ab, wie gut ihr Körper auf die kurze Erholphase reagieren wird. Erst nach der Siegerehrung und der anschliessenden Autogrammstunde durfte sich Ruckstuhl auf den Heimweg nach Altbüron machen. «Ich werde essen, vielleicht ein Eisbad nehmen und früh schlafen gehen», meinte sie unmittelbar nach dem Ende ihres Wettkampfes. Wichtig sei vor allem, dass ihr Körper am Abend etwas abkühlen könne, «damit ich für den Samstag gewappnet bin.»

Schweizer Meisterschaften in Zofingen. Zeitplan Samstag, 14. Juli: 13.00 Uhr: Vorläufe 200 m Frauen, Final Hochsprung Frauen. – 13.10: Final Diskus Männer. – 13.15: Final Kugel Frauen. – 13.25: Vorläufe 200 m Männer, Final Weitsprung Männer. – 13.55: Vorläufe 110 m Hürden Männer. – 14.15: Vorläufe 100 m Hürden Frauen, Final Stabhoch Frauen. – 14.45: Final 400 m Frauen. – 14.50: Final 400 m Männer. – 15.00: Final 1500 m Frauen Hochsprung Männer. – 15.10: Final 1500 m Männer, Final Diskus Frauen. – 15.25: Halbfinals 110 m Hürden Männer, Final Weitsprung Frauen. – 15.30: Final Kugel Männer. – 15.40: Halbfinals 100 m Hürden Frauen. – 16.00: Rollstuhlrennen. – 16.15: Final 200 m Frauen. – 16.20: Final 200 m Männer. – 16.30: Final 400 m Hürden Frauen. – 16.40: Final 400 m Hürden Männer. – 16.50: Final 800 m Frauen. – 17.00: Final 800 m Männer. – 17.15: Final 110 m Hürden Männer. – 17.25: Final 100 m Hürden Frauen.

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