Leben nach der Pensionierung: «Bei mir rostet es nur im Garten»

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«Opi» Theo Steiner mit seinen beiden Grosskindern Lea (4 Jahre) und Til (2 Jahre) beim geliebten Spielen im Gartenhaus. h.b.

«Meine Pensionierung hat sich irgendwie fast zufällig ergeben», sagt Theo Steiner. Es habe einfach alles zusammengepasst. Während 34 Jahren war der 62-Jährige in der Firma Manor tätig, die letzten drei Jahre seiner Karriere als Vizedirektor in Winterthur. Und obwohl er im Dezember 2016 in Pension ging, war er weiterhin für die Firma tätig: «Wenn der Direktor Ferien machte, hütete ich das Warenhaus», sagt er und lacht. Sein Wunsch war, auch in Zukunft noch etwas zu leisten, und die Geschäftsleitung hat ihm dies ermöglicht. «Das habe ich geschätzt und weiss auch, dass es nicht selbstverständlich ist.» Es sei immer ein Geben und Nehmen gewesen in den 34 Jahren der Partnerschaft bei Manor.

1992 zog Theo Steiner mit seiner Frau Regina von Emmenbrücke nach Altishofen. Sie haben zwei Kinder, die mittlerweile erwachsen und verheiratet sind. «In der Zwischenzeit bin ich ein ‹Einheimischer› geworden und fühle mich hier überaus wohl.» Die erste grosse Leidenschaft in der neuen Lebensphase sind seine beiden Grosskinder, vier und zwei Jahre alt. Von Mittwochmittag bis Donnerstagabend sind die Kleinen bei den Grosseltern – vor allem der «Opi» ist mit Hüten beschäftigt. «Ich habe mich speziell verpflichtet, die Hauptbetreuung zu übernehmen, denn meine Frau arbeitet noch Teilzeit.» Es stimme für alle und er geniesse die neue Aufgabe. Mit den eigenen Kindern konnte er nicht so viel Zeit verbringen. Er engagiert sich auch verstärkt im Haushalt. Er mache «fast» alles, nur die technischen Geräte, wie zum Beispiel das Dampfbügeleisen und die Waschmaschine, bediene er nicht. Ein weiteres intensives Hobby ist das Pilzesammeln. «Ich warte ungeduldig auf Regen, damit es im Wald spriesst.»

Fasnacht
Eine zweite grosse Leidenschaft ist die Fasnacht. Bereits im August werden die Weichen gestellt für die Auftritte in der schönsten Jahreszeit, wie die engagierten Fasnächtler zu sagen pflegen. Im Jahr 2006 war Theo Steiner Zunftmeister und davor zehn Jahre im Vorstand der «Pfyfferzunft». Wenn das Motto nicht bereits ein Jahr vorher feststeht, so wird nach den Sommerferien daran gearbeitet. Die «Grinde» basteln alle Teilnehmenden selber, die Kleider werden in der Gruppe angefertigt. «Eine wichtige Angelegenheit ist das Bauen eines Fasnachtswagens», sagt Steiner. Es seien immer mehrere Sitzungen nötig, manchmal beispielsweise als Grillabende. «Für die aufgewendete Zeit zählt nur die Freude.»

Ein weiteres Hobby ist das Jassen. Mit drei Freunden trifft er sich einmal im Monat zum Kartenspiel. Mit den Einnahmen durch das Jassen finanzieren sie sich einmal im Jahr eine Reise. Zu Hause sammelt er mit seiner Frau rostige Eisen-Dekos. Im Garten stehen verschiedenste Skulpturen. «Bei mir rostet es – aber nur im Garten», sagt er und lacht.

Umzug
Eine grössere Veränderung steht in diesem Jahr noch an, denn Theo Steiner und seine Frau Regina verkaufen das Haus an ihre Tochter und den Schwiegersohn. Sie wiederum ziehen in eine Eigentumswohnung in der Nähe. Vieles sei zu entsorgen, was nicht immer leicht falle, sagt Steiner. Seine Frau müsse sich von vielen Fasnachtskleidern trennen und daran hänge sie mit Herzblut. «Die neue Situation ist aber auch überaus positiv», sagt Steiner, «vor allem, weil die junge Familie ins Haus einzieht.» Das mache das Zügeln leichter.

In unserer Sommerserie «Pensionierte» stellen wir Luzernerinnen und Luzerner vor, die sich in der dritten Lebensphase befinden.

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