Bremgarten: Tiefer Wasserstand bringt viele Abfallsünden ans Tageslicht

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Diese Vespa wurde kürzlich von einem Passanten in der Reuss entdeckt. (Bild: Beat Zeier)

Unglaublich, aber wahr: Viele Menschen behandeln die Umwelt immer noch wie ihren eigenhöchstpersönlichen Abfalleimer. Die aktuelle Wasserknappheit führt nun dazu, dass die Werke solcher Abfallsünder früher zutage treten als üblich. Der Pegelstand der Reuss ist auf rekordverdächtige 344 m ü. M. abgesunken. Der Fluss, der im Jahresmittel rund 200 m3 Wasser pro Sekunde abfliessen lässt, schafft aktuell gerade noch 80 m3 pro Sekunde. «Das Wasser ist ausserdem sehr klar», erklärt Beat Zeier, Mitarbeiter des Werkhofs Bremgarten, auf Anfrage, «darum sieht man an vielen Stellen bis auf den Grund.»

Und was man da zu sehen bekommt, lässt vielen Spaziergängern und Reussschwimmern die Haare zu Berge stehen. «Fahrräder, Skateboards, Einkaufswagen und sogar Geldkassetten haben wir schon rausgeholt», erzählt Zeier und fügt mit trockenem Lachen hinzu, «leider waren sie immer leer.» Vor einigen Tagen entdeckte ein Passant sogar einen Motorroller in der Reuss, den die Mitarbeiter des Werkhofs dann mit dem Lastwagenkran bergen mussten. Das Nummernschild war noch dran, sodass der Halter ermittelt werden konnte. «Es gehört fast zur Tagesordnung, dass wir Töffli oder Velos aus der Reuss fischen», bestätigt Werkhofchef David Nietlispach. «Die liegen oft jahrelang im Wasser, weil man sie bei hohem Pegel nicht so gut sieht.»

Abfall sammeln am Ufer
Der Abfall macht aber nicht nur in der Reuss, sondern auch entlang ihrer Ufer viel Arbeit. «Bei diesen Temperaturen kommen die Leute in Scharen», sagt Zeier, der für die Leerung der öffentlichen Abfallbehälter zuständig ist. «Normalerweise reicht eine Tour pro Tag. Aber aktuell mache ich zwei Touren, weil die Leute dermassen viel Abfall hinterlassen.» Hinzu kommt noch all der Müll, den die Schwimmer und Taucher aus der Reuss herausholen und am Ufer deponieren. «Ich hatte bisher noch keinen Sommer mit solchen Abfallbergen», erinnert sich Zeier. Am schlimmsten sei es bei der Welle beim Honegger-Wehr, am Coci-Strand unterhalb der Ara-Brücke, in der Hegnau und bei der alten Badi Promenade. Gleichzeitig freut sich Zeier, denn weil sich die Leute beim Baden nicht verletzen wollen, entrümpeln sie auf diese Weise den Fluss.

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