Bottenwil: Kleiner Drache mit grossem Jö-Effekt

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Alexis präsentiert die im eigenen Garten geschlüpfte Schildkröte. Martin Zürcher

Seit mehr als 220 Millionen Jahren bevölkern Schildkröten die Erde. Sie waren schon hier, bevor es die Dinosaurier gab und sie sind noch heute hier. Ihre gutmütige, behäbige Art und die grossen Augen lassen Schildkröten niedlich erscheinen. Nicht nur in der Schweiz gehören sie schon seit vielen Jahren zu den besonders beliebten Haustieren. Roland Dietschi, heute ist er Pensionär und stolzer Grossvater, erinnert sich gerne an seine Jugendzeit. «Wir wohnen jetzt seit bald 40 Jahren in Bottenwil. Mein Onkel hatte Schildkröten. Von ihm übernahmen wir die Tiere, die damals schon zwischen 40 und 50 Jahre alt sein mussten.» Man rechne, das Paar, das die Dietschis damals übernahm, muss mittlerweile zwischen 80 und 90 Jahre alt sein. In den vielen Jahren gab es auch viele Gelege. «Wir brüteten die Eier selber in einem Brutkasten aus und konnten uns mehrmals über Nachwuchs freuen. Irgendwann hatten wir dann genug Schildkröten und gaben den Brutkasten weg.» Mittlerweile sind die jüngsten, bei Geburt nur 1 Franken grossen Schildkröten der Familie Dietschi, auch schon über 20 Jahre alt.

Entdeckung beim Maronibraten

«Zu Beginn hatten wir die Schildkröten für den Winterschlaf immer in einer Kiste in den Keller gebracht. Seit gut 30 Jahren bleiben sie auch den Winter über draussen», so Dietschi. Die zu den Reptilien gehörenden Tiere graben sich selber in den Boden ein. «In der ganzen vergangenen Zeit hatten wir nicht einen einzigen Verlust.»

Dafür aber dieses Jahr überraschenden Zuwachs: Der 6-jährige Nicola erzählte. «Wir waren im Garten am Maronibraten, als mein Grosi im Schildkröten Gehege eine Maus entdeckte.» Die vermeintliche Maus entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als winzige Schildkröte. Roland Dietschi: «Wir waren perplex. Sollte es in unseren Breitengraden Naturbruten geben? Und dann noch um diese Jahreszeit? Wir hatten noch nie davon gehört.» Mittlerweile hatte die Familie Dietschi aber von einer weiteren überraschenden Naturbrut in der Region gehört. Nachdenklich sagte Roland Dietschi: «Vermutlich war es der heisse Sommer, der uns diese Überraschung bescherte.» Selbst auf der kleinen Hand des sechsjährigen Alexis wirkt die hübsche Urzeitechse klein und zerbrechlich. Sie wird aber von allen Familienmitgliedern geliebt, gehegt und gepflegt.

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Nicola Dietschi zeigt stolz den Fundort der kleinen Urzeitechse.
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Ganze 9 Gramm wiegt das von den Kindern auf den Namen «Herkules» getaufte Reptil.
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