Spengler fährt nach Russland zur WM

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Der Balzenwiler präsentiert Prüfungsstück und Goldmedaille stolz neben seiner aktuellen Arbeit. REW
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Perfektion aus Leidenschaft: Sägesser auf dem Weg zu Gold. PMN
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Carrosseriespengler-Schweizer-Meister Sandro Sägesser (M.) mit Morgane Riva (2. Platz, l.) und Jonathan Vieira (3. Platz). Barbara Baumberger

Mit Wettkämpfen kennt sich Sandro Sägesser aus. In seiner Freizeit fährt er Mofarennen und kämpft mit seinen Konkurrenten um die Ideallinie auf der Rennbahn. In Berufswettbewerben braucht es wie auf der Rennstrecke den richtigen Mix aus Können, Wissen, Tempo und Ruhe. Diese Berufswettbewerbe liegen dem 20-Jährigen ebenso wie die Mofarennen, wie ein Blick auf seine Titel zeigt. So gewann er den Berufswettbewerb 2017, die Regionalmeisterschaft 2018 und jüngst am 21. Oktober wurde er Schweizer Meister der Carrosseriespengler in Langenthal. Während zweier Tagen wurde ihm und seinen neun Mitstreitern alles abverlangt, was ein ausgelernter Carrosseriespengler können muss. Dieses Jahr war beispielsweise das Ausbeulen und Herausschneiden einer alten Seitenwand und anschliessend das Anpassen und Einschweissen einer neuen Seitenwand gefragt. Um diese Aufgaben bestmöglich absolvieren zu können, ist eine gute Vorbereitung nötig.

Sägesser holte sich das Grundwissen bei der Garage Gautschi AG in Langenthal, wo er diesen Sommer die Lehre mit den besten Prüfungsresultaten 2018 abschloss. Im Sommer suchte er eine neue Stelle bei einer Firma, die Erfahrung mit Berufswettbewerben hat.

Fündig wurde Sägesser in Sissach, bei der Carrosserie Zumbrunn AG. Die Firma von Thomas Zumbrunn kann in Bezug auf Berufswettbewerbe auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken; Sohn Heiko Zumbrunn wurde 2017 in Abu Dhabi Vizeweltmeister der Carrosseriespengler. Dieser war es auch, der das Talent nach Sissach lotste. Mit seinen Tipps und der Erfahrung von Thomas Zumbrunn im Rücken feilte Sägesser Abend für Abend und Wochenende für Wochenende an seinem Können. Handgriffe und Arbeitsabläufe wurden perfektioniert und dabei gleichzeitig viele Kunden zufriedengestellt. Dieser Aufwand war auch nötig, um für die Schweizer Meisterschaft perfekt vorbereitet zu sein.

Nachdem die Experten alle Arbeiten bewertet hatten, fand am Sonntagabend eine Abschlussfeier inklusive Rangverlesen statt. Dazu wurden zuerst Videos der Wettkampftage des dritten und zweiten Platzes abgespielt. Als sich der Balzenwiler dann auf dem Video des ersten Platzes erkannte, konnte er es gar nicht fassen. «Ich habe es zuerst gar nicht realisiert, erst nach und nach, als mir alle gratuliert haben.»

Bald geht es nach Russland

Auf den Lorbeeren ausruhen kann und will er sich aber nicht. Als Schweizer Meister hat er sich für die WorldSkills 2019 in Kasan, Russland, qualifiziert, und da gibt es noch viel zu tun. Bis Ende August des nächsten Jahres gilt es nun, zu trainieren und sich auch mental vorzubereiten. Mit den beiden Zumbrunns hat er dabei sicher die richtigen Leute zur Seite, wenn es gilt, das Schweizer Bildungssystem zu vertreten. Dabei wird er sein Motto «eins ums andere» vor Augen halten und mit Können und Präzision auftrumpfen. Den Schweizer-Meister-Titel hat er im Sack und mit dem Blick nach Russland darf man sich fragen: Was kommt als Nächstes?

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