Géraldine Ruckstuhl und ihr nächster Schritt in Richtung Tokio 2020

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Die Wege von Siebenkämpferin Géraldine Ruckstuhl (rechts) und ihrem langjährigen Trainer Rolf Bättig trennen sich. (Bild: athletix.ch)

Gleich drei Schweizer Leichtathletinnen und ein Leichtathlet haben die kurze Pause nach dem Ende der Saison 2018 genutzt, um ihr Betreuerteam neu aufzustellen. Neben 800-Meter-Läuferin Selina Büchel (KTV Bütschwil), Hürdensprinterin Noemi Zbären (SK Langnau) sowie Hochspringer Loïc Gasch (US Yverdon) gab es auch bei Géraldine Ruckstuhl einen Wechsel im Trainerstab. Rolf Bättig, der Jugendtrainer der 20-jährigen Siebenkämpferin aus Altbüron, hat sich aus persönlichen Gründen dazu entschlossen, die erfolgreiche Zusammenarbeit zu beenden.

«Rolf ist mit seinem Beruf, der Familie und als Vereinstrainer stark ausgelastet, deshalb hat sich abgezeichnet, dass sich unsere Wege trennen werden», erklärt Géraldine Ruckstuhl. Sie sei Bättig sehr dankbar für dessen Arbeit, die er in den vergangenen Jahren geleistet habe. «Ich fing als kleines Mädchen beim STV Altbüron bei ihm an zu trainieren. Er hat mich dorthin gebracht, wo ich jetzt stehe», erzählt sie.

Géraldine Ruckstuhl will nun ihr Umfeld so aufbauen, dass sie an den bisherigen Erfolgen anknüpfen kann. Die U18-Weltmeisterin von 2015, die im September mit 6391 Punkten den Schweizer Rekord im Siebenkampf an sich riss, hat konkrete Vorstellungen, wie die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Coach aussehen muss. «Die Wege ins Training sollen kürzer sein, damit ich weniger pendeln muss. Und der Trainer sollte in jeder Einheit dabei sein, damit jemand ein Auge auf mich hat», zählt Ruckstuhl ihre Anforderungen auf. Zusammenfassend erklärt die Luzernerin, dass sie mehr Professionalität anstrebe. «Das ist aber auch eine Kostenfrage», gibt sie zu bedenken.

Näher an die Weltspitze
Géraldine Ruckstuhl hat keine Angst davor, dass ihre Karriere nach Rolf Bättigs Rückzug ins Stocken geraten könnte. Im Gegenteil, sie freut sich auf die Veränderung. «Ich werde neue Leute mit neuen Inputs und Trainingsmethoden um mich haben. Diese Erfahrung bringt viel Positives mit sich», ist Ruckstuhl überzeugt.

Schliesslich will sie im Hinblick auf ihr Fernziel, die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio (Jap) nichts dem Zufall überlassen. «Ich möchte den nächsten Schritt machen, um noch näher an die Weltspitze zu kommen. Die Spiele in Tokio wären meine ersten, das ist mein grosses Ziel», sagt die WM-Elfte von 2017 und EM-Neunte von 2018, die sich im Spitzensport-Wiederholungskurs der Armee in Magglingen auf die nächste Saison vorbereitet und dabei von Terry McHugh, Raphaël Monachon und Adrian Rothenbühler betreut wird.

Auf der Suche nach Bättigs Nachfolger lässt sich Géraldine Ruckstuhl nicht unter Druck setzen. «Ich will etwas Handfestes haben und nicht nach zwei Monaten wieder von vorne beginnen», sagt Ruckstuhl. Sie hofft gleichwohl, bis zum Ende der kommenden Hallensaison eine Lösung präsentieren zu können. «Es laufen Gespräche mit verschiedenen Trainern», verrät Ruckstuhl, die von einem Lernprozess spricht. «Ich frage bei anderen Athleten nach. Und der Verband unterstützt mich ebenso wie meine Familie», sagt sie.

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