Sie sind da: Aliens sind in Brönznau an der Fasnacht gelandet

Bilder: Alfred Weigel

«Ausserirdisch» war nicht nur das Motto der Brittnauer Fasnacht, sondern auch das Verhalten des Wettergotts: Zum Umzug gab es abwechselnd Nieselregen, dann wieder Sonnenschein. Fasnächtler in den Wagen und Zuschauer an den Strassenrändern trotzten den widrigen Umständen auf ausgelassene Weise. Auf der Dorfstrasse und in der Strählgasse standen die maskierten und die weniger maskierten Fasnachtsbegeisterten in dichten Reihen.

Der fliegende Brennhafen der Häfe-zunft Brönznau erfuhr leichte Abkühlung. Umso heissere Rhythmen spielten dabei die Guggenmusiken. Auch aus den Lautsprechern tönte Unterhaltsames: Die «Topline Kickers» wählten gar das Lied «079» von Lo & Leduc zu ihrem Sujet-Motto. Dem Zug voran stürmten allerdings die Wöschweiber. Ausserirdische wurden am Umzug ebenfalls gesichtet: Sie kamen in einem Ufo, dessen Motor sich wie der eines Rasenmähers oder eines Einachsers anhörte. Ob das wohl gut ging, damit den Rückweg ins All anzutreten? Wahrscheinlich mussten sie damit hinterm Mond eine Zwischenlandung einlegen. Einem anderen Raumschiff entstiegen kleine grüne Männlein und Weiblein, begleitet von erfahren NASA-Astronauten. Das Equipment, das sie dabei hatten, sah eher aus, als hätten sie den Werkhof oder ein Recyclingcenter geplündert – absolut einfallsreich.

Fasnachtsumzüge bieten die Gelegenheit, Ereignisse der nahen Vergangenheit auf die Schippe zu nehmen. «Die Postauto, ohni Witz, wärde für Post-Cheffe zum Schleudersitz» zielte eindeutig auf den Postautobeschiss hin. Die Doppeladler-Gestik der Nati bekam ebenso ihr Fett weg wie das Dieselfahrvebot im nördlichen Nachbarland und Bundesrätin Viola Amherd als Chefin des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung. «Männerdomäne hin oder her – D’Amherd chonnt jetzt im Kämpfer dehär» hiess es auf einem der letzten Wagen. Der Brittnauer Lösungsvorschlag gegen Dieselfahrverbote sieht einen Treibstoff natürlichen Ursprungs vor. Urin ist nicht nur zum Düngen gut, könnte man daraus schliessen. Ob sich das in der Praxis umsetzen lässt, müssen die Fasnachtsnarren noch beweisen.

Auch die jüngste abgelehnte Kuhhorninitiative hielt als Thema her: «Mer gänd ned uf, das muess doch klappe, för d’Chüeh mit Hörner träge mer roti Chappe». Subventionierungen sind immer auch ein brauchbarer Zündstoff zur närrischen Zeit: «D’Buure wänd jetz sogar probiere, de Chueh eres beschte Stöck lo subventioniere!».

Wie Frau Gemeindeammann Hanna Kunz das Fallobst zwischen Gemeinde- und Schulhaus zu verwerten gedenkt, kann nur auf politischem Scharfsinn beruhen. «Bim Schuelhus hets Öpfu, d’Frou Gemeinamme studiert – met dene wird jetz Hannas Brönznouer produziert». Hanna Kunz verstand die Gunst der Stunde und wusste die Äpfel zu verwerten. Dafür gabs für manchen Umzugsbesucher ein Gläschen aus der Flasche.

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