Gemeinderat Nebikon wehrt sich gegen SBB

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Der SBB-Schalter am Bahnhof Nebikon soll auf den 1. Juni verschwinden. (Foto: Rahel Wirz/Archiv)

Diese Information erhielt der Gemeinderat Nebikon Mitte Januar von der SBB. Dies, obwohl der Gemeinderat bereits am 29. Oktober 2018 eine schriftliche Anfrage gemacht hatte, wie es nach der Pensionierung des jetzigen Geschäftsführers Andreas Graber im Frühling 2019 weitergehen werde.

Im Wiedererwägungsgesuch, das nicht nur der Gemeinderat Nebikon, sondern auch die Gemeinden Altishofen, Dagmersellen, Ebersecken, Schötz, Egolzwil und Wauwil unterschrieben haben, heisst es: «Diese kurzfristig angeordnete Massnahme können wir in keiner Weise akzeptieren». Vor fünf Tagen hat die SBB nun das Gesuch der sieben Gemeinden abgelehnt. Der Nebikoner Gemeindeammann Erich Leuenberger ist enttäuscht und findet die Schliessung ungerecht: «Diese Kehrtwende ist nicht fair und die schnelle Umsetzung in zwei Monaten ist keine Art einer so grossen Firma wie es die SBB ist.» Viel realistischer und gerechter wäre eine Schliessung, wenn überhaupt, erst in ein paar Jahren. Weiter führt er aus, dass treue SBB-Kunden ihr Bahnticket anstatt online an der Bahnstation Nebikon gekauft haben, damit der finanzielle Umsatz für die SBB stimme. Jetzt argumentiert die SBB aber, dass die direkten Schalterkontakte zu wenige seien. «Mit dieser Hau-Ruck-Aktion machen die SBB viel Good-Will bei der Bevölkerung kaputt», so der Gemeindeammann.

Gemeinderat startet Petition

Die Gründe im Ablehnungsschreiben der SBB sind divers: zu kleine Grösse des SBB-Schalters in Nebikon und die nahegelegenen Verkaufsstellen in Sursee und Zofingen, diverse andere Möglichkeiten, heutzutage ein Ticket zu erwerben, Schulungen, in denen die Bevölkerung lernen kann, wie sie mit den selbstbedienten Kanälen umgeht. Anders sehen das die Unterzeichner: «Die Schliessung des bedienten Bahnschalters wäre ein nicht akzeptabler Abbau von Service-Public-Leistungen der SBB, die eine Region mit weit mehr als 10 000 Einwohner betreffen würde.» Weiter argumentieren sie: «Der bediente Bahnschalter Nebikon ist eine sehr wichtige Auskunft und Verkaufsstation für ältere Menschen, für Menschen mit einer leichten Behinderung, für Organisatoren von Schul- und Gruppenreisen, für SBB-Kunden, die eine komplexere Reise buchen wollen.» Schliesslich ist der Bahnschalter der einzig verbleibende im Amt Willisau.

Aufgrund der Ablehnung des Wiedererwägungsgesuchs hat sich der Gemeinderat Nebikon nun entschieden, eine Petition zu starten. «Wir wissen, dass die Chancen gering sind, dass ein Grosskonzern wie die SBB auf die Petition reagiert. Trotzdem möchten wir weiterkämpfen», so Leuenberger. 

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