So funktioniert der Mehrwegbecher: Der Test fürs saubere Fest

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Aus über 100 Vorschlägen des Designwettbewerbs für die ersten «Zofiger Mehrwegbecher» wurden der Vorschlag von Joshua Eberli (oben) zum Siegersujet des 2dl-Bechers und der von Natascha Wälti zum Siegersujet des 3dl-Bechers erkoren. zvg

Was in anderen Städten und an grossen Festen bereits zum Alltag gehört, wird nun auch in Zofingen getestet: Der Einsatz von Mehrwergbechern und ein Depotsystem auf PET-Flaschen und Aludosen. Die Verantwortlichen erhoffen sich damit, die in den letzten Jahren stetig gestiegenen Abfallmengen zu reduzieren und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun. Bewährt sich das Vorgehen am Zapfenstreich, ist vorgesehen, ab 2020 auch bei andern Anlässen der Stadt das Mehrwegsystem einzuführen.

Am Montag informierten der Stadtrat und die Kinderfestkommission die rund zwanzig Gastwirte, die am Zapfenstreich Gastwirtschaften und Festplätze betreiben möchten.

Obwohl alle Anwesenden einsehen, dass das Abfallproblem dringend angepackt werden muss, wird dem umständlich erscheinenden Projekt viel Skepsis entgegengebracht.

150 Franken Abfallpauschale

Sauer stösst den Gastwirten die erstmals eingeführte Abfallpauschale von 150 Franken pro Stand auf. «Da setzt man erstmals auf Mehrwegbecher und Depotsysteme und dann müssen wir nebst dem Mehraufwand auch noch 150 Franken Abfallpauschale bezahlen», sagt ein nicht genannt werden wollender Wirt. Wer nebst dem Offenausschank auch «PET» und Dosen anbietet, bezahlt weitere 150 Franken.

Für Getränke im Offenausschank kommen zwei Bechergrössen zum Einsatz. Ein «Universalbecher» mit 3 dl, für Mineral, Bier und Longdrinks und ein «Weinbecher» mit 2 dl, für Wein, Schaumwein und Apéro-Mischgetränke. Diese Becher werden nicht wie an anderen Orten gegen Depot abgegeben, sondern verkauft. Möchte jemand den Becher nicht behalten, kann er ihn, wie auch die PET-Flaschen und Aludosen, an einer von drei Sammelstellen in der Altstadt abgeben und erhält einen Teil des Kaufpreises zurückerstattet. Die retournierten Becher werden gereinigt und wiederverwendet. «Es wird bestimmt nicht alles so einfach über die Bühne gehen, wie es auf dem Papier aussieht», sagt ein anderer, erfahrener Gastwirt. «Wir schauen dem Projekt positiv entgegen und sind gespannt, wie die Gäste darauf reagieren.»

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