Nächste Bauetappe ist in Sicht: In den kommenden Jahren soll ein neues Quartier auf dem Areal Breiten entstehen

750_0008_13642708_210119_reg_rothrist_Asyl_lee.jpg
Auf dem Areal Breiten in Rothrist schreibt ein Gestaltungsplan vor, dass Bauten, Anlagen und Aussenräume so zu gestalten sind, dass sie eine gute Qualität und Gesamtwirkung über das ganze Areal erzielen. (Archivbild: Lee)

Noch wächst Gras auf dem unbebauten Land hinter dem Einkaufszentrum Breitenpark in Rothrist. In den nächsten Jahren soll ein neues Quartier auf dem Areal Breiten entstehen. «Es ist das Hauptentwicklungsgebiet in unserer Gemeinde», sagte Ammann Ralph Ehrismann und erinnerte an der Gemeindeversammlung: «Hier hätte Regierungsrätin Franziska Roth gerne die Grossgruppenunterkunft für Asylsuchende hingestellt.» Doch der Gemeinderat Rothrist erteilte dem kantonalen Departement Gesundheit und Soziales Anfang Januar eine Absage. Denn für das Grundstück bestehen seit Jahren verbindliche Gestaltungspläne für eine Überbauung mit Wohnungen und einem Quartierkindergarten (wir berichteten). Wie vorgesehen, kann die Einwohnergemeinde das zentral gelegene Grundstück am Bahnweg an einen lokalen Bauunternehmer abtreten. Dies, weil an der Gmeind die Stimmberechtigten – von 5706 waren 111 anwesend – durchweg grünes Licht für die Pläne auf dem Breiten-Areal gaben.

«Der Tausch des gemeindeeigenen Landes mit der Rothrister Gebr. Hallwyler Immobilien AG macht Sinn, weil sie in den nächsten Jahren die beiden Baufelder überbauen möchte», sagte Ammann Ehrismann. Er betonte, dass der Gemeinderat auf eine geordnete Bebauung von Osten nach Westen Wert lege. Für den Tausch zählen die Bruttogeschossflächen (BGF) der einzelnen Baufelder. Da die beiden Parzellen der Gemeinde über 3000 m² BGF mehr verfügen, erhält sie eine Ausgleichszahlung von 1,8 Mio. Franken. Der Gemeinderat hat auch die Kompetenz erhalten, für 1,8 Mio. Franken auf demselben Areal Stockwerkeigentum zu erwerben, um einen städtischen Doppelkindergarten zu realisieren. Bereits im Jahr 2000 gab es ein Ja für den Verkauf von zwei gemeindeeigenen Grundstücken in der Wohn- und Gewerbezone WG3, die sich ausserhalb des Gestaltungsplans Areal Breiten befinden. Unter anderem wegen dem veränderten Landpreis holte der Gemeinderat eine erneute Ermächtigung. Der Verkauf bringt der Gemeinde einen Erlös von 1,88 Mio. Franken.

«Das Verbrennen von trockenen Gartenabfällen im Freien ist in den Wohn- und Gewerbezonen neu nach kantonalem Recht verboten», sagte Gemeinderat Hans Rudolf Sägesser im Zusammenhang mit dem revidierten Rothrister Abfallreglement. So dürfe das Verbrennen der Weihnachtsbäume beim Miescherheim nicht mehr stattfinden. «Die Gemeinden können diese kantonale Vorschrift nicht abschwächen.» Sägesser gab zu bedenken, dass das bisherige Reglement aus dem Jahr 1992 stamme. Im neuen seien diverse Bestimmungen präzisiert und an die heutigen Verhältnisse und Rechtsgrundlagen angepasst worden. Neu darf Kehricht erst am Abfuhrtag ab 5 Uhr und nicht mehr am Vorabend bereitgestellt werden. «Damit wollen wir verhindern, dass Kehrichtsäcke von Tieren aufgerissen werden.»

Sägesser zeigte auf, dass die Gemeinde in den letzten Jahren bei der Abfallbewirtschaftung draufgelegt hat. So betrug der Aufwandüberschuss 34 224 Franken im letzten Jahr und 69 761 Franken im Jahr 2017. «Die Finanzierung erfolgt künftig nach dem Verursacherprinzip.» Während bei der Abfallentsorgung die Tarife ab 1. Januar 2020 gleich bleiben, steigen sie beim Häckseldienst um 2 Franken auf 37 Franken für 15 Minuten. 30 Rappen mehr kostet die Gebührenmarke für die Sperrgutsammlung. Bei der Grüngutentsorgung kostet die Marke für einen 140-Liter-Container neu Fr. 8.50 (vorher Fr. 7.10), für einen 240-Liter-Container Fr. 12.– (Fr. 10.15) und für einen 660-Liter-Container Fr. 32.– (Fr. 30.35) . Sägesser erklärte, dass angesichts der Unterdeckung und der unwesentlichen Gebührenerhöhung der Preisüberwacher sein Okay zum neuen Reglement gegeben habe. Und, auch die Rothrister sagten diskussionslos Ja zum neuen Reglement.

Engagement für Gemeinde

«Nach wie vor ist im Gemeinderat ein Sitz vakant, weil Adrian Schmitter im Januar aus gesundheitlichen Gründen als Vizeammann zurückgetreten ist», sagte Ammann Ehrismann. Er würdigte Schmitters Engagement, seinen exakten, schnellen, zielgerichteten Arbeitsstil und dass Schmitter immer eine klare Position vertreten habe. Ehrismann freute sich, dass Rothrist zum ersten Mal eine Frau Vizeammann hat und gratulierte Ratskollegin Daniela Weber zur Wahl. Da im ersten Wahlgang keiner der drei neuen Gemeinderatskandidaten das absolute Mehr schaffte, findet am 7. Juli die zweite Wahlrunde statt. Anstossen und Beisammensein war nach der Gmeind beim Apéro für alle angesagt.

Beschlüsse in Kürze:

• Jahresrechnung 2018 mit Ertragsüberschuss: Ja
• Rechenschaftsbericht 2018: Ja
• Revision Abfallreglement mit Gebührentarif: Ja
• Areal Breiten – Landabtausch mit der Gebr. Hallwyler Immobilien AG Rothrist: Ja
• Areal Breiten – Kompetenzerteilung an den Gemeinderat für den Erwerb von Stockwerkeigentum für einen Doppelkindergarten: Ja
• Areal Breiten – Verkauf von zwei Parzellen an die Hegibau Liegenschaften AG Rothrist: Ja

080618_reg_rothrist_gemeinderat21.jpg
Das Engagement des zurückgetretenen Vizeammanns Adrian Schmitter (vorne Mitte) wurde vom Gemeinderat und Gemeindeschreiber Stefan Jung (Dritter v. l.) gewürdigt. (Bild: Emiliana Salvisberg)
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
freiwillige Helfer/-innen, 5116 Schinznach, Mitarbeiter,
Teilzeit-Allrounderin, ,
Wir bieten Teilzeit, ,
Hohenlinden
Fachmann/-frau Betriebsunterhalt, 4500 Solothurn, Mitarbeiter, Solothurn
Leiter Lager, Mitarbeiter,
Quickmail AG
Nebenverdienst Briefzusteller, 9001 St. Gallen, Mitarbeiter, St.Gallen
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Regio4Fun
The Gospel Family Zofingen
Partner