Schülertheater spielt Märchenpersiflage «Drei Küsse für Aschenblödel»

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Die Schüler der 6. Primar nehmen die Zuschauer mit «Drei Küsse für Aschenblödel» auf eine kurzweilige, unterhaltsame Reise durchs Märchenland mit. emiliana salvisberg
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Der Kinomorgen droht zu scheitern, weil sich nicht alle Schüler im Klassenzimmer an die geforderte Ruhe des Lehrers halten.
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Yasins Klassenkameraden retten ihn vor der hungrigen, bösen Hexe.

Vom Schulzimmer direkt in den dunklen Wald vor das Knusperhäuschen katapultiert – einen Szenen- und Ortswechsel wünscht sich wohl mancher Schüler während dem Unterricht. Neben Deutsch, Rechnen und anderen Fächern, steht nun in Rothrist auch Theaterspielen auf dem Stundenplan. So auf dem der 6. Primarklasse des Rothmattschulhauses.

Primarlehrer Thomas Suter hat für seine Klasse das Stück «Drei Küsse für Aschenblödel» geschrieben. «Genau genommen ist es eine Märchenpersiflage, die sich an den populären Märchenfilm ‹Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» anlehnt», sagt Suter und fährt fort: «Den Alltag mit der Märchenwelt zu verknüpfen war mir wichtig.» So steht in seinem Stück eine Schulklasse im Mittelpunkt, die in der letzten Woche vor den Ferien für den Kinomorgen einen Film bestimmen darf. Die Schüler sammeln Ideen, diskutieren und am Rand schmiedet Laura einen Plan: Sie will mit ihren Klassenkameradinnen die Buben überstimmen, damit «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» läuft. Denn Liebes- und Märchenfilm finden die Buben «total uncool». Nach der Schule unterhält sich Laura mit Larissa, Noah und Yasin weiter. Yasin findet drei Haselnüsse am Boden und anstatt sie wegzuwerfen, wünscht sich das Quartett unbeabsichtigt ins Märchenland und verschiedene Figuren herbei. Doch bald schon entdecken die vier, dass es auch hier einen Alltag gibt und nicht nur die Hexe genug von ihrem «ewig gleichen Job» hat.

Märchenfiguren einmal anders

Wie es sich für eine Persiflage gehört, überzeichnet Thomas Suter bewusst die Märchenfiguren und überrascht mit unerwarteten Handlungen. So gilt es Yasin vor der hungrig-bösen Hexe zu retten, weil Hänsel und Gretel auf dem Weg zum Knusperhäuschen irgendwo stecken bleiben und verspätet ankommen. Auf jeden Fall schmiedet Aschenbrödel mit Hänsel und Gretel, Schneewittchen samt ihren sieben Zwergen sowie Yasins Kameradentrio einen Befreiungsplan, der gelingt. «Ein Happy End gehört natürlich dazu», betont Suter. Über ein halbes Jahr schrieb der 55-Jährige an seinem Stück, das 13 Szenen bereithält und eine knappe Stunde dauert.

«Geeignete Theaterstücke für Schulklassen gibt es kaum. So habe ich mir eine Geschichte ausgedacht und konnte beim Schreiben aus dem Vollen schöpfen», sagt Thomas Suter und meint damit seine 30 Jahre als Lehrer sowie seine Auftritte als Laienschauspieler unter anderem beim Aarburger Theater vom Richtplatz. Wie im Theater gab es auch bei Suter ein Casting für die Rollen. «Nachdem die Schüler das Stück kannten, konnten sie drei Lieblingsrollen aufschreiben und dann gab es ein Vorsprechen.»

Als Regisseur sei Thomas Suter streng gewesen, so die einhellige Meinung der Schüler. Die sich auch einig sind, dass das Theaterspielen zwar «mega lässig» ist, aber ebenso «anstrengend, wegen den Wiederholungen». Das Üben und Proben hat sich jedenfalls ausbezahlt. Trotz Lampenfieber und Herzrasen sassen die Einsätze und Dialoge bei der Hauptprobe vor zwei Schulklassen. Drei Vorstellungen – nur eine ist öffentlich – geben die 21 Mädchen und Buben der 6. Primar im Saal des reformierten Kirchgemeindehauses in Rothrist. «Der Eintritt ist kostenlos, wir freuen uns aber über Beiträge in die Kollekte. Damit decken wir die Unkosten für die Miete des Saals, des Bühnenbildes sowie die Materialkosten für die selbst gemachten Kostüme», sagt Thomas Suter und betont: «Der Rest fliesst in unsere Abschlussparty, denn nach den Sommerferien teilen sich die Wege der Schüler.»

Der letzte Vorhang von «Drei Küsse für Aschenblödel» fällt heute Abend. Dann lüftet sich das Geheimnis, wer Yasin vor der gemeinen Hexe rettet, weshalb sich Aschenbrödel ins Aschenblödel verwandelt und weshalb sie drei Küsse erhält.

Heute Donnerstag, 20 Uhr, im Saal des reformierten Kirchgemeindehauses in Rothrist. Eintritt frei – Kollekte.

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