Wie die Feuerwehr das 1000er-Stägli hinauf – mit Video und Galerie

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25 Kilogramm wiegt die Ausrüstung, die die Feuerwehrleute mit sich trugen. (Bild: gam)

Kurze Hose, Tshirt, Turnschuhe – in dieser Kleidung nehmen die meisten den 1000er-Stägli-Lauf in Angriff. Die richtige Wahl bei 37 Grad im Wald, wo sich die 1150 Stufen der Bornstiege befinden. Doch ein paar Männer suchen die grosse Herausforderung. Feuerwehrleute aus Aarburg und Seengen nutzen den Event für eine Atemschutzübung. In Vollmontur, mit feuerfester Hose, Jacke, Handschuhen, Stiefeln, Flammenschutzhaube und Helm sowie Sauerstoffflasche auf dem Rücken wollen sie die 244 Höhenmeter und die 47,3 Prozent Steigung meistern. «Wir machen das zweimal im Jahr, einmal als Konditionstraining, einmal als Atemschutztest», erklärt Reto Andres von der Feuerwehr Aarburg, «aber die Temperaturen jetzt sind schon brutal.»

25 Kilogramm wiegt die Ausrüstung. Nach dem kurzen Fussmarsch von der Anmeldung beim alten Kraftwerk Ruppoldingen bis zum Start entscheiden sich Reto Andres und seine beiden Mitstreiter für «Tenue leicht». Das sei zwar nicht atemschutztauglich, aber wohl vernünftiger. Reto Andres, Thomas Beyeler und Benjamin Meier entledigen sich ihrer Jacken, ehe für sie das Startkommando erfolgt und sie in regelmässigem Rhythmus und tief atmend losmarschieren.

Tatsächlich in Vollmontur folgen der «Heimfeuerwehr» die Brandschutzkollegen aus Seengen Marco Zobrist, Dennis Murer, Heinz Sandmeier und Sandro Ulmi. «Die Entscheidung der Aarburger war sicher nicht schlecht», gibt Marco Zobrist später zu, «ich hätte unterwegs auch gerne meine Jacke ausgezogen.» Die Seenger, die hin und wieder auf dem 1000er-Stägli und regelmässig im Lenzburger Esterliturm trainieren, bestritten zuletzt einen Wettkampf in Berlin. Jener Towerlauf ging über 39 Stockwerke mit total 770 Stufen. «Der 1000er-Stägli-Lauf war viel härter», so Marco Zobrist, nicht nur wegen der Temperaturen: «Die Stufen waren nicht wie in Häusern regelmässig, sondern unterschiedlich hoch, und es gab kein Treppengeländer.» Einen Zweikampf fochten die Feuerwehrtrupps auf der Bornstiege nicht aus: «Wir finden es lässig, wenn man sich unter Feuerwehren gegenseitig anspornen und so weiterkommen kann», betonte Marco Zobrist. Die Brandschützer waren am Sonntag zwischen 20 und 27 Minuten unterwegs.




Starke Mamas und Superhelden

Etwas weniger Ballast als sie schleppten die beiden Mütter, die ihre Kinder mittels Traghilfe alle 1150 Stufen oder zumindest teilweise hinauftrugen. Milena Matter ist etwa 15 Kilo leicht und gönnte sich dann und wann ein Päuschen oder eben einen Abschnitt auf Mamas Rücken. Die Dreijährige war nach 42 Minuten die jüngste aller Finisherinnen. Die Schnellste war die Roggliswilerin Simeï Wipf mit 7:45, der Schnellste der Langenthaler Michael Fahrni mit 7:09.

Als ältester Teilnehmer realisierte Ruedi Horber mit Jahrgang 1951 mit 12 Minuten eine Zeit, von der Superhelden nur träumen können. Ja, auch solche waren unterwegs, namentlich fünf Mitarbeitende des Oftringer Youcinemas, die kostümiert die Bornstiege erklommen. «Wenn wir doch nur richtig fliegen könnten», meinte einer, ehe er sich seine Maske zurechtrückte, seinen «Superman»-Umhang wehen liess und sich aus einem Wasserkübel unterwegs eine Erfrischung gönnte.

Helden waren am Ende des Tages irgendwie alle am 1000er-Stägli-Lauf, ob Feuerwehrmann, starke Mama, Finisher, Organisator, Helferin, Unterhaltstruppmitglied oder Sponsor. Mit 220 Teilnehmenden gab es einen Rekord. «Wir sind glücklich, wie der Tag ablief, dass alle unverletzt blieben und auch alle mit der Hitze klar kamen», bilanzierte OK-Präsident Michael Adamer nach der fünften Durchführung unter seiner Leitung. Und zu den Feuerwehrtrupps meinte er: «Wer weiss, vielleicht gibt es 2020 eine eigene Kategorie für euch?».

Hier geht es zur Rangliste.

Alle Infos zum Lauf gibt es hier.

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