Renovation der Aarburger Stadtbibliothek: Sozialhilfeempfänger helfen bei der Bücher-Züglete

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Rund 8000 Bücher müssen bewegt werden (zVg)

„Das Interieur ist etwa 30-jährig“, erzählt Christine Jenni, die Leiterin der Stadtbibliothek. „Wir verlegen neuen Teppich, alles wird frisch gestrichen, und wir bekommen auch eine neue, hellere Beleuchtung.“ Dazu müssen rund 8000 Bücher, CDs, DVDs und Spiele bewegt werden. „Da wir keinen Platz haben, um die ganze Bibliothek komplett zu räumen, renovieren wir in drei Etappen“, erklärt Jenni. Alle Medien und Regale müssen angefasst, weggeräumt, verschoben und verstaut werden, um Platz zu schaffen.

Dem Gemeinwesen etwas zurückgeben

Unterstützt werden die Mitarbeitenden der Bibliothek dabei durch drei Aarburger Sozialhilfeempfänger, die über das Projekt „Gemeinsam arbeiten wir für das Gemeinwesen“ des Regionalverbands zofingenregio rekrutiert wurden. „Wir versuchen, arbeitsfähige Sozialhilfebezüger in niederschwellige Beschäftigungsmöglichkeiten in den Gemeinden einzubinden“, erklärt Martina Bircher, Gemeinderätin Ressort Soziales in Aarburg und Vorsitzende der zofingenregio-Arbeitsgruppe „Asyl- und Flüchtlingswesen“, die das Projekt initiiert hat. „Sozialhilfebezüger erhalten so sinnvolle Beschäftigung. Für sie geht es auch um soziale Integration, und durch die Verrichtung der Arbeiten können sie dem Gemeinwesen etwas zurückgeben“, so Bircher.

Die Gemeinden profitieren

Die Koordination der Arbeitseinsätze übernimmt die Stiftung Wendepunkt in Oftringen: Sie bringt Personen und Einsätze zusammen, kümmert sich um Versicherungsfragen und finanzielle Belange und vor Ort bei Bedarf um die Anleitung der eingesetzten Personen. So greift sie den Gemeinden auch organisatorisch unter die Arme. Finanziert wird das Ganze durch Gelder aus dem Swisslos-Fonds und aus dem Rahmenkredit für Projekte im Bereich Flüchtlingswesen des Kantons. „So können die Gemeinden nur profitieren“, meint Martina Bircher. „Nötige Arbeiten werden ohne grosse Kosten und Aufwand erledigt.“

Projekte und Personen melden

„Die Sozialdienste der teilnehmenden Gemeinden müssen dem Wendepunkt lediglich Projekte und vorgesehene Personen melden“, erklärt Bircher. „Auch Vereine, Ortsbürger oder gemeinnützige Einrichtungen können Einsatzmöglichkeiten bekannt geben.“ Allerdings dürften die Tätigkeiten, mit denen Sozialhilfebezüger betraut werden, andere Gemeindearbeitsplätze nicht konkurrenzieren. In Frage kommen zum Beispiel repetitive Arbeiten wie die Mithilfe bei Mittagstischen, Seniorenspielnachmittagen und Littering-Touren, aber auch einmalige Einsätze bei Veranstaltungen wie das Aufstellen und Abräumen von Marktständen, Tischen und Bänken.

Wiedereröffnung am 25. Juli

In der Aarburger Stadtbibliothek ging es für die Sozialhilfeempfänger um das Ein- und Ausladen von Bücherkisten sowie das Tragen der Kisten und das Verschieben von Regalen und anderen Möbeln. Die frisch renovierte Bibliothek wird ab dem 25. Juli wieder geöffnet sein. Am Samstag, 17. August, findet um 11 Uhr ein Eröffnungsapéro statt.

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