Feuerwehrübung: Der Sturm ist los – zumindest auf dem Papier

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Mit einer Plane wird das Dach an einem Gebäude am Geisshubelweg professionell abgedeckt. Alfred Weigel
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Das Wasser aus einem Keller wird in eine Wiese geleitet. Alfred Weigel

Am 13. Juli 2011 entstanden in den Kantonen Aargau und Solothurn Schäden durch heftige Regenfälle, Windböen und Hagelstürme, kann dem Schweizer Sturmarchiv entnommen werden. Auch die Gemeinde Rothrist war davon betroffen. Der Sturm Burglind im Januar 2018 ist ebenfalls noch in bester Erinnerung. Weniger Schäden richtete der starke Niederschlag am 8. Juli 2017 in Rothrist an, der in nahen Gemeinden für ein Jahrhundertereignis sorgte. Es lag also nahe, eine Gewittersturmübung durchzuziehen, in der elementare Abläufe und Einzeltaktiken geübt und deren Erfolg beurteilt werden können. Die Einsatzleiter der Rothrister Feuerwehr, allen voran Kommandant Hans-Ulrich Weber und Oberleutnant Tobias Steffen, verantwortlich für Absturzsicherung, sprachen liebevoll von der Übung «Bosco Sommer 2019». Ob der Name der Puppe eines irischen TV-Programms für Kinder aus den 70er- und 80er-Jahren dafür herhalten musste, die in einer Schachtel, auf Irisch «Bosca», lebte? Jedenfalls hatte sie rote Haare, und die Jacken der Feuerwehrleute haben bekanntlich die gleiche Farbe.

Um was ging es wirklich? Ausgangspunkt war das Rothrister Feuerwehrmagazin. Ab 18.04 Uhr gingen minutenweise Meldungen ein: Dach abgedeckt im Geisshubelweg, in der Eggasse Keller überflutet, Tiefgarage am Rössliweg unter Wasser, Baum liegt quer über eine befahrene Strasse – eine Person verletzt. Eine gute halbe Stunde ging das so, rund 30 Meldungen registrierte die Zentrale. Auch die Sanität kam zu ihrem Einsatz, nicht nur übungshalber. Die Personenrettung aus einem stromlosen Lift stellte die wohl grösste Herausforderung dar, es handelte sich um ein bisher unbekanntes Modell für die Rothrister Feuerwehrleute.

Die Übungsziele waren klar formuliert: Richtige Verbindungsmittel wählen und die eingegangenen Einsätze nach Prioritäten abarbeiten. Personenrettung und Brandlöscheinsätze haben Vorrang. Dabei galt die Devise «Jeder hilft lösungsorientiert jedem», ohne dabei die eigene Sicherheit zu gefährden. Eines zeigte sich erneut, Abbruchobjekte sind gute Übungsobjekte.

Bei der Abschlussbesprechung meldete sich ein Feuerwehrmann zu Wort: Er hätte mehr Überraschungen erwartet. Vielleicht gibt es sie beim nächsten Einsatz, wenn ein echter Sturm die Dachziegel vom First bläst? Insgesamt nahmen rund 80 Personen inklusive Sanität und Beobachter an der Übung «Bosco Sommer 2019» teil.

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Alfred Weigel
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Alfred Weigel
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