Wohin mit den vielen Kunsttrouvaillen im «Sennhof»?

150719_reg_kunst_im_sennhof.jpg
Die Arbeitsgruppe mit der Künstlerin Ruth Wälchli vor einem ihrer Bilder im Pflegeheim Sennhof (v. l.): Urs Schenker, Heimleiter, Künstlerin Ruth Wälchli, Ursula Lang, Fachleitung Gestaltung, und Beat Hofer, Grafiker und Designer. Bild: Remo Wyss

Was tun, wenn man ein Übermass an Kunstwerken besitzt? Während sich diese Frage wohl die Wenigsten stellen müssen, gibt es im Pflegeheim Sennhof genau dazu eine Arbeitsgruppe. Urs Schenker, Heimleiter, Ursula Lang, Fachleitung Gestaltung, und der externe Künstler und Grafiker Beat Hofer aus Rothrist arbeiten sich durch die Kunstschätze des Pflegeheims.

«Begonnen haben wir damit, dass wir alte Werbeplakate, zu denen die Bewohner einen Bezug haben, zusammengesucht und aufgehängt haben», erklärt Ursula Lang. Als Fachleiterin Gestaltung ist sie im Pflegeheim für diverse gestaltungstechnische Aufgaben zuständig. Dazu gehören etwa die diversen Blumengestecke, Dekorationen bei Banketten – oder eben die Bebilderung der Gebäude.

Viele Bilder von regionalen Künstlern lagern im Archiv

Im Jahr 2017 begann sie zusammen mit Urs Schenker und Beat Hofer das grosse Kunstarchiv durchzuarbeiten. «Hervorgekommen sind etwa Leihgaben des Kunsthauses Aarau, die wohl mehrere Jahrzehnte im Archiv waren.» Schnell merkte das Trio, dass sich viele Gemälde von Künstlern mit regionaler oder sogar kantonaler Bedeutung im Besitz des «Sennhofs» befinden. «Das Pflegeheim hat etwa Bilder von Cedric Meyer, Fritz Strebel, Wilfried Hochuli oder von Werner und Ruth Wälchli», führt Beat Hofer auf.

Bis Ende Oktober soll der «Sennhof» komplett bebildert sein. «Was wir aufhängen wollen, wissen wir. Jetzt suchen wir noch die geeigneten Plätze», so Hofer. Den Bildern und ihren Künstlern soll die nötige Wertschätzung entgegengebracht werden, was beim Staubansetzen im Archiv weniger der Fall sei. «Zudem erhalten die Bilder so auch eine Funktionalität, sie dienen nämlich als Orientierungspunkt in den Gebäuden», erklärt Ursula Lang. Besonders im Neubau Diamant könne dies den Bewohnern helfen. «Es ist aber auch wichtig, dass die Bewohner etwas mit der Kunst anfangen können. Ein grosses, dunkles Bild kann jemandem mit einer Sehbeeinträchtigung Angst machen, das wollen wir verhindern», fügt Heimleiter Urs Schenker an.

Einige der Bilder stammen vom Brittnauer Künstler-Ehepaar Wälchli. Die 89-jährige Ruth Wälchli schenkte dem Heim diverse Gemälde von sich und ihrem 2010 verstorbenen Ehemann Werner Wälchli. Im Rahmen einer symbolischen Übergabe dankte Heimleiter Schenker der gelernten Grafikerin dafür. Eines der drei Bilder von Ruth Wälchli hängt an einem Ehrenplatz direkt im Foyer. Der gebürtigen Winterthurerin, die immer noch in ihrem Haus in Mättenwil lebt, gefällt das Pflegeheim sehr. «Aber nicht wegen der Kunst, sondern weil es so schön in der Natur gelegen ist», sagt Wälchli lachend.

Wegen der Kunst würde aber der Zofinger Galerist Pitsch Geissbühler, der einige der Bilder aus dem «Sennhof»-Archiv restauriert, direkt ins Heim ziehen. «Ein Altersheim mit so viel Kunst ist ein Traum – ich weiss jedenfalls, wo ich einmal hin möchte», sagt Geissbühler und lacht.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Restaurant Bahnhof
Allrounderin Service/Küche 60%, Mitarbeiter, Muhen
Hauri AG Staffelbach
Innenausbau- oder Hochbauzeichner/in 80-1005, Mitarbeiter, Staffelbach
Pfennig Reinigungstechnik AG
Verkaufbsb. AD Bereich Industr, Mitarbeiter, Wangen an der Aare
Pfennig Reinigungstechnik AG
Verkaufbsb. AD Bereich Reinrau, Mitarbeiter, Wangen an der Aare
INSIDE
Inside, Mitarbeiter,
Home Instead Seniorenbetreuung
Teilzeitstelle im Stundenlohn, Mitarbeiter,
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner