Giftstoff im Trinkwasser: Zwei Aargauer Wasserfassungen vom Netz genommen

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Pflanzenschutzmittel im Trinkwasser: Im Aargau hat das Amt für Verbraucherschutz Massnahmen angeordnet. © KEYSTONE/AP dapd/STEFFI LOOS

Die Meldung hat viele Menschen verunsichert. Am Donnerstag berichtete die "Tagesschau", dass der Gehalt des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil im Grund- und Trinkwasser in einigen Regionen den Höchstwert überschreitet. Auch im Aargau.

Das Amt für Verbraucherschutz hat bisher 108 Wasserproben untersucht, wie das Departement Gesundheit und Soziales mitteilt. In jeder dritten Probe waren Chlorothalonil-Rückstände in geringer Konzentration nachweisbar.

Alda Breitenmoser, Leiterin des Amtes für Verbraucherschutzes, sagte letzte Woche zur AZ, dass etwa zehn Prozent der Messproben einen zu hohen Gehalt an Chlorothalonil aufweisen würden. Das heisst, es konnte mehr als  0,1 Mikrogramm pro Liter nachgewiesen werden.

Es besteht Handlungsbedarf

In zwei Fällen im Aargau wurde der Höchstwert sogar deutlich überschritten, heisst es nun in der Mitteilung. Die betroffenen Wasserfassungen seien umgehend vom Netz genommen worden.

Handlungsbedarf bestehe auch bei den anderen Wasserfassungen, die den Höchstwert überschritten. Die betroffenen Wasserversorger seien über die Untersuchungsbefunde informiert worden. Weitere Massnahmen hat der Kanton aber noch nicht ergriffen. Er wartet, bis die Risikoeinschätzung des Bundes vorliegt. Diese werde in Kürze erwartet.

Sobald sie vorliege, würden "detaillierte Massnahmen und Fristen zur Senkung des Rückstandsgehalts festgelegt", heisst es in der Mitteilung.

Hahnenwasser kann weiterhin getrunken werden

Breitenmoser sagte bereits letzte Woche, dass zwar niemand die Substanz im Wasser haben wolle, Chlorothalonil aber nicht akut giftig sei. Mit den eingeleiteten Massnahmen seien die Konsumentinnen und Konsumenten im Aargau vor gesundheitsschädlichem Trinkwasser geschützt, betont auch das Gesundheitsdepartement. Hahnenwasser könne weiterhin überall im Kanton getrunken werden.

Chlorothalonil - was ist das?

Es handelt es sich um einen Wirkstoff, der seit den 1970er Jahren gegen Pilzbefall im Ackerbau verwendet wird.
Er kommt vor allem im Anbau von Obst, Wein und Getreide zum Einsatz. Im Jahr 2017 wurden über 45 Tonnen des Fungizides auf Schweizer Äckern verteilt.
Ab einer bestimmten Konzentration kann der Stoff möglicherweise krebserregend und genverändernd wirken. 
Anfang dieses Jahres hat die Europäische Union das Pestizid verboten. Wirksam wird das Verbot ab Anfang 2020.
Auch in der Schweiz will das Bundesamt für Landwirtschaft die Bewilligung für Chlorothalonil widerrufen. Wirksam wird dies aber voraussichtlich erst im Herbst. Bis dahin darf das Fungizid weiterhin genutzt werden.

Quelle: SRF

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