Reiden hat neue Sozialdetektive

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Zuletzt beauftragte die Gemeinde Reiden einen Sozialdetektiv im Jahr 2017. (Symbolbild: shutterstock)

Die Gemeinde Reiden kann seit August wieder Sozialdetektive einsetzen. Der Gemeinderat schloss mit der Detektei Weico AG aus Rotkreuz einen befristeten Rahmenvertrag bis ins Jahr 2022, heisst es in der aktuellen Ausgabe des «Reiden Magazin».

Gemeinden setzen Sozialdetektive ein, wenn der Verdacht auf Sozialhilfemissbrauch besteht. Diese arbeiten mittels Observationen und weiteren Abklärungen bei der Nachbarschaft, bei Arbeitgebern, Vermietern, Behörden und Institutionen. Grundlage und Rahmenbedingung für diese Praxis gibt das kantonale Sozialhilfegesetz vor.

Gemeinde Emmen passte Leistungsvereinbarung an

Von 2013 bis zur Jahresfrist bezog Reiden wie über 30 weitere Luzerner Kommunen – darunter auch Dagmersellen  – die Dienstleistung von der Gemeinde Emmen. Diese schuf 2005 als erste Schweizer Gemeinde eine Stelle als Sozialinspektor. Reiden hat im Vergleich mit Dagmersellen lediglich einen Vertrag auf Stundenbasis. Genau diese Leistungsvereinbarung passte Emmen auf das 2019 an. Neu sollten auch diese Gemeinden einen Sockelbeitrag von 2000 Franken pro Jahr leisten. Viele Gemeinden hätten bisher die Dienste des Sozialinspektors nie in Anspruch genommen, obwohl sie eine Leistungsvereinbarung unterzeichnet hätten. Das habe die Planung erschwert. Mit dem Sockelbeitrag würden ihre Aufwendungen teilweise entschädigt, sagte der Emmer Gemeinderat Thomas Lehmann im November 2018 gegenüber dieser Zeitung.

Wenn, dann habe sich der Einsatz aber gelohnt

Reiden hat aufgrund der Änderung keine neue Vereinbarung mit Emmen unterzeichnet. Denn die Gemeinde mit den 139 Sozialhilfebezügern (Stand 2017) setze kaum Detektive ein, sagt Anna Ottiger, Bereichsleiterin Soziales und Gesellschaft. Den letzten Detektiv hat die Gemeinde 2017 beauftragt. Üblicherweise werde der Sozialinspektor auch erst dann eingeschaltet, wenn trotz intensiver Abklärungen des Bereiches Soziales & Gesellschaft ein starker Verdacht auf Sozialhilfemissbrauch bestehen bleibe. Wenn, dann habe sich der Einsatz aber gelohnt. Inzwischen habe Reiden Alternativen geprüft und einen neuen Dienstleister gefunden. «Die Weico AG hatte auch gute Referenzen bei Versicherern», sagt Ottiger. Zudem habe der Dienstleister auch die nötigen Kapazitäten, bei Verdachtsfällen rasch einzusteigen. Und das Prinzip sei gleich wie zuvor mit Emmen: Reiden berappt einzig Einsätze und muss keinen Sockelbeitrag leisten. Der Geschäftsführer der Weico AG, Markus Indergand, war gemäss Aargauer Zeitung früher für die Kantonspolizei Aargau tätig.

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