WWF stellt Schweizer Hochschulen gemischtes Nachhaltigkeitszeugnis aus

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Die Universität Bern wurde als "ambitioniert" beurteilt. Im Bild das Unitobler Gebäude (unibe.ch)

Der WWF Schweiz hatte 2017 fünf Ziele für die Nachhaltige Entwicklung der Schweizer Hochschulen formuliert. Im ersten Halbjahr 2019 liess der WWF nun die Fortschritte beim Nachhaltigkeitsmanagement der 20 akkreditierten Hochschulen und Fachhochschulen prüfen - und stellt ihnen ein gemischtes Zeugnis aus.

Als erfreulich wertet der WWF, dass sich fast alle Hochschulen mit Bildungsveranstaltungen, Anlässen, Kommunikationsmassnahmen oder Förderung studentischen Engagements in irgendeiner Form für die nachhaltige Entwicklung engagieren, heisst es im WWF-Bericht. Allerdings seien die Unterschiede zwischen den einzelnen Institutionen markant, und die Hochschulen schnitten im Mittel besser ab als die Fachhochschulen.

Nachhaltigkeits-Rating Anhand eines Fragebogens und den von den Institutionen eingereichten Antworten erstellte der WWF eine Art Nachhaltigkeits-Rating für die Bildungsinstitutionen. Abgefragt wurde beispielsweise, ob die Hochschule Ziele zur nachhaltigen Entwicklung als Teil der Gesamtstrategie implementiert, ob studentisches Engagement in diesem Bereich gefördert wird, ob es eine Fachstelle oder Kommission für dieses Thema gibt, aber auch, ob ein Mitglied der speziell für das Thema nachhaltige Entwicklung verantwortlich zeichnet.

Die Bestnote als "Vorreiter" erreichte demnach keine der Institutionen, wie der WWF am Donnerstag mitteilte. Am besten schnitten die Universitäten Lausanne, Bern und Neuenburg, sowie die ETH Zürich ab, denen der WWF die Note "ambitioniert" ausstellt. Im oberen Mittelfeld bewegen sich laut WWF die Universitäten Basel und Zürich, die ETH Lausanne (EPFL) und die Berner Fachhochschule. Etwas schlechter schnitt die Universität St. Gallen ab.

In die Kategorie "Nachzügler" fielen die Fachhochschule Nordwestschweiz, die Haute École Spécialisée de Suisse occidentale HES-SO, die Universität Genf sowie die Hochschule Luzern. Die schlechteste Note wegen Untätigkeit oder Intransparenz erhielten die Università della Svizzera italiana, die Universitäten Freiburg und Luzern, die Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana SUPSI sowie die Kalaidos Fachhochschule.

Mehr Geld für Nachhaltigkeit Angesichts der Ergebnisse empfiehlt der WWF unter anderem, dass Bund und Kantone klare Vorgaben und Ziele zur nachhaltigen Entwicklung in die Leistungsaufträge der Hochschulen aufnehmen und regelmässig prüfen sollten. Auch die Hochschulleitung sollte klare Ziele definieren, deren Erreichen überprüfen und genug finanzielle Mittel für die Nachhaltigkeitsförderung bereitstellen.

"Ob künftige Fach- und Führungskräfte die anstehenden Herausforderungen einer Nachhaltigen Entwicklung bewältigen können, hängt wesentlich davon ab, ob die Hochschulen das relevante Wissen und die notwendigen Kompetenzen fördern", liess sich Simon Zysset vom WWF in der Mitteilung zitieren.

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