Spatenstich für 5-Millionen-Hochwasserschutz-Projekt

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Gaben der Pfaffnern symbolisch das letzte Hochwasser zurück: Vertreter der Gemeinden Vordemwald und Rothrist, der Sektion Abteilung Gewässer des Kantons Aargau, der ausführenden Baufirma Kästli Bau AG sowie von Emch + Berger und der Mobiliar. Bild: rew

Ruhig fliesst die Pfaffnern durch Vordemwald. Entlang des natürlichen Laufs finden sich reichhaltige Ufervegetationen. Der Vordemwaldner Gemeindeammann Max Moor spricht deshalb gerne von einem der schönsten Gewässer des Kantons. «Die Pfaffnern fliesst aber nicht immer nur friedlich», holt Moor aus. «Bei Unwettern oder längeren Regenfällen kann sie anschwellen und über die Ufer treten.» Seine Zuhörer am Mittwochabend sind diverse Vertreter der am Projekt «Hochwasserschutz Pfaffnern» beteiligten Behörden und Firmen. Seit gut zehn Jahren beschäftigt sich die Gemeinde Vordemwald zusammen mit Rothrist mit dem Hochwasserschutz entlang der Pfaffnern. Diverse Projekte wurden angedacht und mit der Zeit verworfen, wie etwa ein sechs Meter hoher Damm mit Rückhaltebecken entlang der Wilitalstrasse. Auch eine Verbreiterung des Bachbetts – und der damit einhergehenden Rodung der Ufervegetationen – wurde verworfen.

Das Projekt ist ausgelegt auf ein Jahrhunderthochwasser

Das Projekt sieht nun vor, dass im Siedlungsgebiet die Abflusskapazität auf ein Jahrhunderthochwasser ausgelegt wird. So kann auch der ökologisch wertvolle Lebensraum entlang des Ufers beibehalten werden. Der für das Projekt verantwortliche Gemeinderat Markus Schneitter überlegte sich etwas ganz Spezielles für den symbolischen Spatenstich am Mittwochabend. Für jeden der Anwesenden stand ein Kessel mit Wasser bereit. Das Wasser in den Kesseln symbolisierte das Wasser, welches im Ereignisfall von der Pfaffnern in die Keller im Siedlungsgebiet entlang ihres Laufs geflossen ist. Zum Start des Projektes wurde dieses Wasser wieder dem Bach übergeben.

Strassensperrungen aufgrund der Bauarbeiten

Die ausführende Baufirma Kästli Bau AG, hat indes die Arbeiten bereits aufgenommen. Ab dem 30. September ist deshalb der Pfaffnern-Uferweg von der Langenthalerstrasse bis zur Brücke Chätzigenbächli für jeden Verkehr und Fussgänger gesperrt. Die Sperrung wird mehrere Monate bestehen bleiben. Die Fliederweg-Brücke, bei der der Spatenstich stattgefunden hat, wird demnächst abgebrochen. Deshalb kann die Verbindung vom Kührain via Treppenweg ab dem 30. Oktober ebenfalls vorübergehend nicht mehr benutzt werden. Bis Ende Jahr soll diese Einschränkung aber wieder aufgehoben werden.

Das Projekt wird rund fünf Millionen Franken kosten. Gemäss Markus Zumsteg, Sektionsleiter der Abteilung Gewässer des Kantons Aargau, der den Kanton am Spatenstich vertrat, ist das Pfaffnernprojekt die aktuell grösste Wasserbaustelle im Kanton. Dennoch verwies Gemeindeammann Max Moor darauf, dass diese Lösung die kostengünstigste aller in Erwägung gezogenen ist. Die Bauarbeiten, welche sich von Vordemwald langsam nach Rothrist fortbewegen, sollen ungefähr Ende 2020 abgeschlossen werden.

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