Nationalratswahlen: Ida Glanzmann will es nochmals wissen

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Die Altishoferin Ida Glanzmann (CVP), einzige bisherige Nationalrätin aus unserer Region, tritt wieder an – und muss sich wohl wenig Sorgen machen. (Bild: Marc Benedetti)
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«Man muss die Leute gerne haben», sagt Ida Glanzmann. (Bild: Marc Benedetti)

Ida Glanzmann-Hunkeler will es nochmals wissen. Seit 2006 politisiert die Altishoferin und Vizepräsidentin der CVP Schweiz im Nationalrat, damals rutschte sie für Josef Leu nach. Mittlerweile ist die 61-jährige Glanzmann in Bern eine einflussreiche Stimme, vor allem in der Sicherheitspolitik. Wenn sie sich auch nicht gerne in den Vordergrund drängt. Glanzmann ist über die CVP-Parteigrenzen hinaus sehr beliebt: Vor vier Jahren wurde sie mit dem besten Resultat aller Luzerner Nationalratskandidatinnen und -kandidaten wieder gewählt.

Trotz all dem gibt sich die Mutter dreier Kinder bescheiden: «Ich hoffe natürlich, dass ich gewählt werde. Aber wir fangen alle mit null Stimmen an. Es gibt für Bisherige keinen Bonus», sagt sie. Was braucht es für Eigenschaften, um im Parlament erfolgreich zu sein? «Man muss es schaffen, mit allen Leuten reden zu können», erklärt Glanzmann. Man müsse ja (mehrheitsfähige) Lösungen für Probleme finden und nicht stur auf Positionen beharren. «Das prägt die CVP», fügt sie hinzu. Generell müsse man «die Leute gern haben» in diesem Metier, sonst sei man am falschen Ort. Und ein Feingefühl für die Kunst des Möglichen entwickeln. Ein Parlamentsmandat ist zeitaufwendig: «Ich verwende am meisten Zeit auf die Vorbereitung der Geschäfte, die in die Kommissionen kommen», erzählt die Politikerin. Sie studiert ein Gesetz, fragt bei verschiedenen Stellen nach, bildet sich eine fundierte Meinung für die Beratungen und beteiligt sich aktiv. Ein kleiner Seitenhieb: «Ich komme nicht mit einem von meinem Parteibüro fixfertig vorbereiten Skript in die Sitzung und halte die Hand auf!» Ihre grösste Freude in der Legislatur war die Wahl ihrer langjährigen Sitznachbarin Viola Amherd in den Bundesrat. «Am Anfang habe ich sie schon vermisst», sagt Glanzmann.

Als Bundesrätin hat man nicht mehr viel Privatleben

Selbst wollte sie aber nie Bundesrätin werden. «Da gibt man seine Agenda ab», sagt sie, «mein Privatleben und meine Familie sind mir wichtiger.» Enttäuscht ist Glanzmann, dass das Parlament für die AHV-Revision keine Einheit hinbekommen hat. Und dass das C02-Gesetz im Nationalrat abgelehnt wurde wegen einer «unheiligen Allianz» der Linken und der SVP. Zur Klimapolitik sagt die CVP-Nationalrätin, sie habe sich immer dafür eingesetzt. Ihre Partei habe, anders als behauptet, zusammen mit der früheren Bundesrätin Doris Leuthard viel für die Umwelt getan. «Umweltpolitik allein reicht aber nicht, es braucht im Parlament auch ein Engagement für die anderen Themen», gibt sie zu bedenken. Ihr Spezialgebiet ist die Sicherheitspolitik, die sie fasziniert, wie man im Gespräch merkt. In der vergangenen Legislatur war Glanzmann Vizepräsidentin der Sicherheitspolitischen Kommission (SIK). Zudem Mitglied der Geschäftsprüfungskommission (GPK) und Präsidentin der Subkommission EDA/VBS. Dort leitete sie Untersuchungen, unter anderem zur Spesenaffäre im VBS oder dem Hackerangriff auf die Rüstungsfirma Ruag. Politisieren liegt Ida Glanzmann übrigens quasi im Blut: Ihr Vater war Gemeindepräsident Eberseckens. Ihr Ururgrossvater, der Entlebucher Josef Zemp, wurde 1891 als erster Vertreter der Katholisch-Konservativen in den Bundesrat gewählt.

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