Das Komitee «Pro BNO Zofingen» gibt Gegensteuer

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Nachdem das Nein-Lager über die letzten Wochen die Zofinger Stimmbevölkerung mit völlig abstrusen Fotomontagen und zum Teil unvollständigen oder gar falschen Informationen verunsichert hat, gab das breit abgestützte Komitee für ein Ja zur Zofinger BNO-Revision diese Woche mit einem Flyer und einem Video auf www.zukunftzofingen.ch Gegensteuer.

Zwar ist es zu begrüssen, wenn eine basisdemokratische Bewegung ein Referendum ergreift – bleibt diese Bewegung allerdings praktisch anonym, können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nicht einschätzen, ob wirklich sachkundige Personen dahinterstehen oder nicht. Zweifel sind zumindest angebracht, wenn beispielsweise behauptet wird, es würden bei einem Ja zur BNO-Revision mehr «Grünflächen» überbaut, obwohl kein Quadratmeter Land neu eingezont wird. Irreführende Informationen werden von den BNO-Gegnern auch zu «zusätzlichen Geschossen» gestreut: Diese sind nämlich ausschliesslich im Rahmen eines Gestaltungsplans auf genau definierten, einzelnen Grundstücken, und dabei wiederum nur in den Wohnzonen W3 und W4 sowie in den Gemischtzonen Wohnen/Arbeiten WA3 und WA4 möglich.

Gestaltungspläne sind andererseits äusserst wichtig, wenn verhindert werden soll, dass Bauherren Grundstücke (beispielsweise die Ringier-Villen) aus reinen Renditeüberlegungen – ohne Rücksicht auf erhaltenswerte Gebäude oder vorhandene Begrünung – bis ans Limit des heute Zulässigen überbauen. Eine angenommene BNO-Revision wird deshalb tendenziell dazu führen, dass auf diesen Arealen unter dem Strich qualitativ besserer Wohnraum mit mehr Grün- und Freiräumen entstehen wird. Gleichzeitig wird sie diejenigen Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger, auf die sich Zofingen aufgrund seiner Attraktivität planerisch in jedem Fall vorbereiten muss, in Richtung der verkehrlich bestens erschlossenen Areale unmittelbar westlich des Bahnhofs lenken, wo sich heute keine schützenswerten Grundstücke befinden. Dass an dieser attraktiven Lage dann nicht einfach «Leerwohnungen» entstehen werden, gibt die BNO-Gegnerschaft indirekt selber zu, indem sie gleichzeitig Angst vor zusätzlichen Einwohnenden schürt. Dabei wird bewusst unterschlagen, dass diese nicht nur «kosten», sondern uns unter anderem auch dringend benötigte Steuereinnahmen bringen, die Altstadt beleben sowie zum Erhalt der Schnellzughalte beitragen werden.

Für das Komitee «Pro BNO Zofingen»: Christian Nöthiger, Einwohnerrat SP, Zofingen

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Die wahren Akteuere im Hintergrund

Hans-Peter Martin
schrieb am 07.10.2019 15:56
Ich frage mich, wer die wirklichen Geldgeber im Hintergrund sind? Da wird ein Flyer in alle Haushalte versendet, ein Video produziert und von einer Agentur eine Webseite aufgeschaltet (sieht man im HTML-Sourceode). Wer übernimmt diese Kosten oder zahl am Ende die Stadt sogar die Rechnungen?

Naiv von Herr Nöthiger

Wutbürger
schrieb am 06.10.2019 16:52
Wie naiv ist denn Herr Nöthiger? Als SP'ler tritt er gleich mehrere Grundsätze mit den Füssen.
a.) Umzonungen ohne Mehrwertabgabe. Die Grundstückbesitzer dürfen Millionen an zusätzlichem Gewinn einstecken und die Allgemeinheit darf dann die Folgekosten tragen. Das Bischen, welches dann die Investoren in öffentliche Parks investieren ist lächerlich.
b.) Bezahlbarer Wohnraum wird in absehbarer Zukunft abgerissen und durch Hochhäuser ersetzt. Keine Forderung nach bezahlbaren Wohnungen. Sonst sind die SP immer die Ersten die danach schreiben. Aber jetzt ist jedes Mittel recht. Die wirtschaftlich nicht gut betuchten will auch die SP nicht in Zofingen. Der Steuerertrag ist ihnen wichtiger.
c.) keine Forderung nach Einsatz von Holz beim Bauen. Ökologie ist nicht wichtig. Das spielt nur eine Rolle, wenn es die anderen machen sollen.

Die SP ist eine wahre Entäschung. Angsmacherei mit dem Zughalt und den Steuerertrag vorschieben, wo doch das vergangene Wachstum nahezu keinen Franken zusätzlich in die Kassen gebracht hat. Im Gegenteil. Innert kürzester Zeit haben sich Schulden von über 30 Millionen angehäuft.
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