Rothrist NLB-Inlinehockeyaner nach Abstieg: «Es tut weh, aber es muss wohl so sein»

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Coach Eduard Ruf tritt nach dem Abstieg kürzer. (Bild: mwy)

Die Zahlen sprechen für sich. Während der Qualifikation verlor der IHC Rothrist 15 von 18 Partien. Zwei Siege gelangen in der regulären Spielzeit, einer in der Overtime. 78 Tore schossen die Aargauer – 150 weniger als der Qualifikationssieger Rossemaison, 25 weniger als die zweitschwächste Offensive der Liga aus Corroux. Jene Torimpotenz kommt nicht von ungefähr. Das Kader wurde auf diese Saison hin leicht reduziert und bestand noch aus vier Stürmern und acht Verteidigern, die sich teilweise «umschulen» lassen mussten. In der Rückrunde konnte Coach Eduard Ruf dann wieder auf die Dienste der Rückkehrer Philipp Ruf (von Oensingen) und Martin Schallenberger (zuvor verletzt) zählen. Mit einem Intensivtraining im Sommer zog man die Schraube an, die Problematik blieb aber dieselbe. «Ich erlebte kaum einen Spieltag, an dem ich die selben Leute dabei hatte, die zuvor im Training waren», blickt Eduard Ruf zurück.

Mit mehr Kampfgeist, aber an Details gescheitert

Letztlich habe seine Equipe nach der Sommerpause deutlich mehr Kampfgeist gezeigt als zuvor. «Es waren dann oft noch Details, die den Unterschied ausmachten und dem Gegner statt uns Tore und Punkte brachten», meint der Coach – von den hohen Pleiten gegen Rossemaison II (4:14), La Tour (0:10), und Léchelles (6:23) einmal abgesehen. Im Playout-Final gegen Courroux war es dann 50:50, wer sich den Ligaerhalt sichert. Das erste und das zweite Duell gingen an die Jurassier, ehe der IHCR in Courroux eine der besten Saisonleistungen zeigte und in der Best-of-5-Serie auf 1:2 herankam. «Wir zeigten, dass wir mit einer stabilen Defensive, bei der auch die Stürmer mithelfen, konkurrenzfähig wären – sofern wir auch Effizienz schaffen vor dem Tor», sagt Eduard Ruf.

In Spiel vier erwischten die Rothrister am Samstag einen Fehlstart, lagen nach 1 Minute und 17 Sekunden bereits mit 0:2 zurück. Ein Timeout musste her. «Wir waren nervös», sagt Eduard Ruf, «und ich musste das Team daran erinnern, dass es ja nur ein Spiel ist...». Im Mitteldrittel fanden die Rothrister den Tritt und stellten vom 1:4 auf 3:4. «Auch die Zuschauer attestierten uns Kampfgeist», freut sich Ruf, der mit seinen Mannen guten Mutes ins Schlussdrittel stieg. Doch es sollte nicht sein. Zwei Powerplay-Tore brachten Courroux den 6:3-Sieg. «Wieder einmal schwächten wir uns mit Strafen – ob zu streng gepfiffen oder nicht spielt letztlich keine Rolle – selber», sagt Eduard Ruf.

Bau des 1.-Liga-Kaders hat nun Priorität

Und so muss der IHCR II nach sieben Saisons in der NLB den Gang in die 1. Liga antreten. «Klar tut das weh», sagt Eduard Ruf, der seit dem Aufstieg 2012 als Assistenz- oder Haupttrainer an der Bande gestanden war. Es seien Tränen geflossen, die Spieler seien aber auch nach der bitteren Niederlage und trotz grosser Enttäuschung zueinander fair geblieben. «Ich selber war bis am Sonntagabend noch ziemlich traurig», sagt Ruf, ehe er den Blick nach vorne richtete. Zumal der IHC Rothrist als Verein mit einer ersten Mannschaft in der NLA attraktiv bleibe. Natürlich sei es immer einfacher, nicht abzusteigen, als später wieder aufzusteigen, «aber es musste diese Saison wohl einfach so sein», übt sich Ruf gewohnt in Optimismus. Er schätzt, dass die 1.-Liga auch eine Chance sein kann für noch nicht so routinierte Akteure oder Junge, den Sprung zu den Aktiven zu schaffen.

Der abtretende Coach, der dem Verein wohl in einer Funktion im Nachwuchsbereich erhalten bleibt, hilft in den nächsten Wochen noch mit, das 1.-Liga-Kader für kommende Saison zu bilden und betont: «Das Wichtigste ist, dass es auf jeden Fall noch eine zweite Mannschaft gibt im IHCR.»

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