Auf den Spuren der Bottenwiler Dorfgeschichte

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Spannende Zeitungsartikel runden die Ausstellung mit Bottenwiler Ansichtskarten und Bildern der regionalen Fauna ab. Bilder: zh
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Kurt Hügli führt anregende Gespräche mit den Gästen.

Unter der Leitung von Martial Schweizer liess sich der sechsköpfige Vorstand des Kulturvereins Fabrikli mit der Ausstellung von Kurt Hügli auf ein Experiment ein. «Seitens der Bevölkerung haben wir von seiner Sammlung an Ansichtskarten gehört und kamen so ins Gespräch», erzählte Schweizer. Erst im Gespräch, welches im beeindruckenden Refugium im Eigenhaus in Winterried stattfand, wurde dem Präsidenten das Ausmass dieser Sammelleidenschaft erstmals bewusst. «Es ist uns eine Ehre, Kurt Hüglis Sammlung eine Plattform zu bieten», sagte er zur Begrüssung.

Seit 1975 ist der 73-jährige Kurt Hügli in Bottenwil wohnhaft. Seine berufliche Laufbahn als gelernter Tiefdruckretoucheur führte ihn von Rothrist in die grösseren Schweizer Städte sowie nach Deutschland, bevor er sich in Bottenwil niederliess. Bei der Firma Ringier angestellt, evaluierte er als Projektleiter verschiedene Verfahren, als das digitale Zeitalter auch vor der Druckerbranche nicht Halt machte, und gestaltete die Arbeitstechniken um.

In seinem Refugium findet man fein säuberlich archiviert über mehrere 1000 Ansichtskarten aus aller Welt, die älteste stammt aus dem Jahr 1894. Rund 50 zeigen Bottenwil. «Mir gefallen diese Zeitbilder, wo Menschen, Tiere und Gebäude – vor allem Bauernhäuser – mit ihren vielen kleinen Einzelheiten vom damaligen Leben sprechen», erzählt der leidenschaftliche Sammler. Ebenfalls angetan hat es ihm die regionale Fauna. In Originalgrössen und frisch aus dem Wald oder vom Feld werden die zarten Pflanzen mit ihren Bewohnern wie Läusen, Insekten oder Spinnen auf einen Scanner gelegt, mit einer gewölbten Schutzhaube abgedeckt und gescannt. Dadurch entstehen farblich einwandfreie und sehr detailgetreue Abbildungen.

«Die zirka 14 Zentimeter kleinen Ansichtskarten habe ich auf ‹A3 minus› vergrössert, wobei teilweise nur Ausschnitte ausgewählt wurden, sodass bei Gebäuden wie zum Beispiel beim Gemeindehaus sichtbar wird, dass dieses früher zweistöckig war und später mit einem weiteren Stock erweitert wurde, wodurch die Dachkonstruktion sowie der Glockenturm sich veränderte», erzählt er.

Seine gesammelten Zeitungsartikel aus rund vier Jahrzehnten rundeten die Ausstellung ab und gaben einen Blick auf die Bottenwiler Dorfgeschichte preis, die vom Vereinswesen, Geburtstagsjubiläen, vom Unwetter 2017, Seniorenreisen, vom Trottoirbau und dem Fernsehempfang, der Landwirtschaft, vom Bottenwiler Emmentaler und erfolgreichen Skisaisons erzählen.

Die zahlreichen Besucher entdeckten Bottenwil und andere trauten sich ans «offene Mikrofon» und gaben ihre persönlichen Erinnerungen preis. Überall wurde diskutiert, gefachsimpelt und in vergangenen Zeiten geschwelgt.

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