Kleiner Wermutstropfen trotz Wahlerfolg der Aargauer Grünen

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Nicola und Martin Bossard. zvg

Auf der Sonnenseite der Wahlen standen am Sonntag vor allem die Grünen. Schweizweit gewannen sie zusätzliche 17 Nationalratssitze und legten über sechs Prozentpunkte an Wähleranteilen zu. Darüber freuen sich auch die Grünen aus dem Bezirk, etwa Martin Bossard und sein Sohn Nicola aus Kölliken. Der Vater kandidierte für die Grünen, holte 12 261 Stimmen, der Sohn stand auf der Liste der Jungen Grünen und konnte 3568 Stimmen auf sich vereinen.

Der Druck soll aufrechterhalten werden

«Dieser Wahlerfolg bedeutet für uns, dass nun Fortschritte möglich werden, etwa beim Klima oder bei der Landwirtschaft, die vorher schwierig waren», sagt Martin Bossard. Das Vorgehen müsse jetzt gemeinsam mit den anderen Parteien und Fachleuten erarbeitet werden. Für Sohn Nicola, der beste nichtgewählte Jungpolitiker dieser Wahlen, ist wichtig, dass Junge Grüne wie Grüne den Druck aufrechterhalten. «Es braucht jetzt mehr denn je die Klimabewegung, die dafür sorgt, dass aus der Mitte auf all die schönen Worte auch Taten folgen.»

Klimastreiks schreckten Ältere auf

Den Wahlerfolg haben die Grünen laut Martin Bossard vielen Leuten zu verdanken, die von der Politik enttäuscht waren, jetzt aber wieder an die Urne gingen und die Hoffnungsfarbe «Grün» wählten. Zudem wählten viele Junge zum ersten Mal. «Sie verlangen eine grüne Zukunft, sie wollen eine Veränderung.» Hier merke man einen Generationenwechsel, so Martin Bossard. Für Sohn Nicola waren auch die Klimastreiks ausschlaggebend. «Die Jungen haben so die Älteren aufgeschreckt.» Im Zuge der Klimadiskussion hätten die Jungen Grünen zudem zahlreiche Neumitglieder gewonnen. «Das Klima ist ein Topthema», so Bossard Junior.

Kein zweiter Sitz trotz doppelt so vielen Stimmen

Einen Wermutstropfen in der ganzen Euphorie gibt es für die Aargauer Grünen aber. «Wir konnten nicht direkt ernten, was wir gesät haben, da wir keinen zusätzlichen Sitz gewinnen konnten, trotz doppelt so vielen Stimmen», sagt Martin Bossard. Sohn Nicola will aber nicht klagen: «National gesehen waren wir super.» Im Restaurant Gossip in Aarau stiessen am Sonntagabend schliesslich alte wie junge Grüne miteinander mit dem einen oder anderen Bier auf den Wahlerfolg an. (lh)

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