Ehre, wem Ehre gebührt

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Letzten Sonntag haben wir in der Nacht die Uhren um eine Stunde zurückgedreht. Die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass das Ende des Jahres bevorsteht. Als Geniesser von gemütlichen Grillabenden bei sommerlichen Temperaturen hält sich meine Vorfreude auf die bevorstehenden kalten und grauen Tage selbstredend in Grenzen.

Es ist aber nicht das tendenziell miese Wetter, das mich betrübt auf die kommenden Wochen blicken lässt. Noch viel mehr ärgern mich die zigtausend Auszeichnungen und Ehrungen, die nun wieder vorgenommen werden. Diese «Awards», wie sie neudeutsch heissen, sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Ob Schweizer Sportler des Jahres, Schweizer Lehrling des Jahres oder Schweizer Hotelier des Jahres: Alle werden geehrt. Das gilt nicht nur für Menschen, auch Gegenstände erhalten eine Auszeichnung verpasst. Ob Auto, Haus oder Schiff: Hauptsache, irgendjemand überreicht irgendjemandem einen Preis.

Grundsätzlich finde ich es ja gut, wenn man einer Person für seine Leistung «Danke» sagen will. Die unzähligen Awards schiessen aber am Ziel vorbei. Es geht völlig vergessen, dass Otto-Normalbürger an jedem Tag abseits des Rampenlichts über sich hinauswächst. Sei es eine Pflegerin, die ihren Beruf in einem Altersheim ausübt, eine Putzfrau, die abends das Grossraumbüro wieder zum Glänzen bringt, oder ein Vater, der sich liebevoll um seine Familie kümmert. In meinen Augen haben vor allem diese Menschen einen Sonderpreis für ihr tägliches Werk verdient – und zwar alle. Sie schätzen die Anerkennung für ihre Arbeit mit Sicherheit mehr als ein steinreicher Fussballer oder Manager.

Meiner Abneigung zum Trotz haben wir bei uns zuhause seit Kurzem auch verschiedene «Awards» ins Leben gerufen. Jeweils am Ende des Monats werden die Titel «Beste/r Newcomer im Badzimmerputzen» und «Schnellster Küchenabwasch» sowie «Gründlichste Aufräumaktion im Spielzimmer» vergeben. Weitere Vorschläge werden ebenso gerne entgegengenommen wie Namen für die Nominationsliste – denn auf dieser hat es noch mehr als genug Platz.

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