Für die Patienten in Zofingen soll sich nichts ändern

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Januar 2019: Regierungsrätin Franziska Roth und Felix Schönle, damals VR-Präsident des KSA ad interim, stellen ein Gutachten vor, das nun umgesetzt wird. Bild: san

Christian Reize, CEO des Spitals Zofingen geht – so die Meldung in der gestrigen Ausgabe. Er will offensichtlich den vom Mutterhaus Kantonsspital Aarau (KSA) für die Zukunft der Tochterfirma eingeschlagenen Weg nicht mitbeschreiten. Robert Rhiner, CEO des KSA – und wie Reize von Haus aus Arzt – bedauert dies. «Er hat seine Arbeit gut gemacht», betont Rhiner.

Was diese Woche publik wurde, zeichnete sich bereits im Januar ab. An einer Medienorientierung legte die damalige Regierungsrätin Franziska Roth ein Gutachten der PricewaterhouseCoopers AG (PwC) vor. Das 99-seitige Dokument zeigt auf , wie die Kantonsspital Aarau AG ihr Projekt eines 600 Millionen Franken teuren Neubaus stemmen könnte.

«Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage» – so etwas stand im Bericht nicht. Aber «Nebenwirkungen», die fanden sich im PwC-Papier. Die Spital Zofingen AG, deren Aktien vollumfänglich im Besitz des KSA sind, findet unter dem Begriff «Integration» Erwähnung. Stichwortartig steht da: «Betriebliche Vollintegration (eine operative Führung) sowie Umsetzung der Leistungsangebote nach Plan.»

Summa summarum konnte man das Gutachten so zu zusammenfassen: Das KSA und seine Tochter müssen in allen Bereichen bessere Renditen anstreben, um für die Zukunft gewappnet zu sein.

Der Bericht und die Schlussfolgerungen, welche der Regierungsrat aus ihm gezogen hat, waren für den bisherigen KSA-Verwaltungsratspräsidenten Konrad Widmer Grund genug, seinen Rücktritt per Ende 2018 einzureichen. Widmer, von Beruf Arzt, sagte einmal: «Die primäre Aufgabe eines Spitals ist nicht, Geld zu verdienen, sondern Leben zu retten.»

Auch Robert Rhiner ist Arzt – früher war er zudem CEO des Spitals Zofingen und FDP-Grossrat. Er sieht das wesentlich differenzierter und stärker auf die Patientinnen und Patienten vor Ort fokussiert. Für diese ändere sich nichts: «Das medizinische Angebot bleibt sich gleich – auch die Notfallstation hat Bestand». Diese zu schliessen mache keinen Sinn, weil an einem Akutspital rund um die Uhr Ärztinnen und Ärztinnen Dienst hätten.

Ausgelagert werden sogenannte Supportfunktionen. Die Zofinger IT wird längst von Aarau aus betreut. Neu kommen Finanzbuchhaltung und Rechnungsstellung oder die Personaladministration hinzu. Fakt ist auch, dass das Spital Zofingen seit drei Jahren rote Zahlen schreibt. Wolle man seine Zukunft als Akutspital garantieren, müsse sich dies rasch ändern, sagt Rhiner. Das ist die Kernidee hintereinem weiteren Schritt hin zur Vollintegration des Spitals Zofingen ins KSA.

Topniveau, aber bitte bezahlbar

Mehr Führung aus Aarau – eine kürzere Leine als bisher steht dem Spital Zofingen bevor. Was bedeutet dies für die Patientinnen und Patienten? Ihnen kann es egal sein, wo der Personalchef sein Büro hat oder wer die Rechnungen schreibt. Was zählt, ist die medizinische Leistung. Das Gutachten der PricewaterhouseCoopers AG (PwC) erfährt eine Umsetzung, welche das sehr gute Spital Zofingen in den Bereichen Diagnose und Behandlung im Schulterschluss mit den Spezialistinnen und Spezialisten des Kantonsspitals Aarau noch besser macht – und kostengünstiger.

Bezahlbare Medizin auf Topniveau – das wollen wir alle. Wir leben immer länger und schrauben unsere Ansprüche immer höher – speziell an Kliniken. Die in Zofingen eingeleiteten Massnahmen sind ein Ansatz dafür, wie dies finanziert werden kann.

Beat Kirchhofer

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