Einbürgerungsaktion der Ortsbürger: Grünes Licht für Schnäppchen-Aktion

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Für einmal hatte nicht die Einwohner-, sondern die Ortsbürgergemeinde zwar nicht über das wichtigste, so doch aber über das interessanteste Traktandum zu bestimmen. Und zwar über Einbürgerungen zum Schnäppchenpreis.

Die Ortsbürgerkommission möchte den interessierten Einwohnern anlässlich des Dorffests zum 975-Jahr-Jubiläum von Reitnau die Möglichkeit geben, sich ins Ortsbürgerrecht aufnehmen zu lassen. Dabei will die Gemeinde keine Gebühren erheben. «Die Aktion kostet die Gemeinde nichts, sie verdient aber auch nichts daran. Die Verwaltung arbeitet sozusagen gratis», sagte Gemeinderat Peter Hochuli, der die Ortsbürgerkommission präsidiert.

Eine Votantin stellte die Frage, ob es denn heutzutage überhaupt noch Ortsbürgergemeinden brauche. In anderen Gemeinden würden diese schliesslich mit der Einwohnergemeinde fusionieren. Gemeinderat Hochuli stellte daraufhin fest, dass dies vor allem aus finanziellen Gründen geschehe. Die Ortsbürgergemeinde Reitnau sei aber relativ gut situiert und mit 300 Stimmberechtigten recht gross. «Nebst den Finanzen kann ein Ortsbürger zudem über wichtige Geschäfte bestimmen», erklärte Hochuli den 51 anwesenden Ortsbürgern. Daraufhin meldeten sich weitere Votanten, die sagten, die Ortsbürgergemeinde gebe ihnen eine Heimat und sie seien stolz, Reitnauer zu sein. Schliesslich wurde der Antrag grossmehrheitlich angenommen. Wenn alles gut läuft, können die Ortsbürger an ihrer Versammlung im Frühling nächsten Jahres über zahlreiche Aufnahmegesuche entscheiden.

Zum Schluss der Ortsbürgerversammlung kam Gemeinderat Peter Hochuli noch auf die diskutierte Zusammenlegung der Forstbetriebe Muhen-Hirschthal-Holziken, Leerau-Rued, Oberes Suhrental und Kölliken-Safenwil zu sprechen. Anders als an anderen Stellen angetönt, sei der Zusammenschluss noch nicht beschlossene Sache. Die Abklärungen würden noch laufen, so Hochuli. «Wir werden bei diesen Abklärungen mitmachen, parallel dazu aber auch einen Alleingang unseres Forstbetriebs prüfen.»

Neues Kommunalfahrzeug kann gekauft werden

Zuvor hatten die Einwohner mehr oder weniger diskussionslos über ihre vier Traktanden abgestimmt. Dem Budget 2020 mit einem Aufwandüberschuss von 143 900 Franken und einem unveränderten Steuerfuss von 114 Prozent stimmten sie grossmehrheitlich zu. Wie Frau Gemeindeammann Katrin Burgherr erläuterte, ist das viel schlechtere Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr (Budget 2019: Ertragsüberschuss von 3 772 800 Franken) vor allem mit dem Wegfall des Fusionsbeitrags 2019 des Kantons Aargau zu erklären.

Auch das dritte Traktandum segneten die Stimmbürger ab. Mit dem genehmigten Kredit in der Höhe von 220 000 Franken kann nun ein neues Kommunalfahrzeug für das Gemeindebauamt angeschafft werden. Das vierte und letzte Traktandum, die Genehmigung der neuen Satzungen des Abwasserverbands Reitnau-Moosleerau, war schliesslich eine kurze Sache.

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