Älteste Vordemwalderin: «Die Rezepte habe ich alle im Kopf»

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Die Jubilarin Julia Vonäsch mit den Gratulanten, Gemeindeammann Max Moor (r.), Gemeindeschreiber Stephan Niklaus. Bild: zvg

«Ich wäre lieber alleine», bemerkte Julia Vonäsch, als sie nach ihrem Geburtstag am Sonntag gestern Morgen dann auch noch Besuch von Vordemwalds Gemeindeammann Max Moor und Gemeindeschreiber Stephan Niklaus erhielt. Seit Mai lebt die Jubilarin im Seniorenzentrum Hardmatt in Strengelbach. Ein Fuss- und Handbruch zuhause an der Zofingerstrasse erforderte die Einweisung ins Spital. Beide Brüche heilten gut. Die Zeit schien aber nun für einen Wechsel ins Altersheim richtig zu sein.

Im Seniorenzentrum Hardmatt hat die Jubilarin ihr neues Zuhause gefunden. Und sie ist sehr zufrieden. Das Essen schmeckt ihr gut. Und es habe sehr viele liebe Leute hier. Das anfängliche Zuviel um ihre Person verschwand rasch. In kleinem Kreise wusste Julia Von-äsch von früher zu erzählen.

Die Kniffe um die braune Kartoffelsuppe

Julia Vonäsch wurde am 22. Dezember 1913, also noch vor dem Ersten Weltkrieg, geboren Ihr war Arbeit und nochmals Arbeit beschieden. Ihre Augen leuchten jedoch beim Erzählen: «Wissen Sie, es war eine schöne Zeit.» Sie erzählt vom Kochen ihrer Lieblingssuppe, einer braunen Kartoffelsuppe, als wäre es gestern gewesen. «Die Kartoffeln werden im Fett angebraten, dazu kommen dann Erbsen, Rüebli, Bohnen und Spinat. Das muss schön langsam kochen, Eile verträgt das nicht.»

Auch mit 106 Jahren eine bemerkenswerte Präsenz

Die Rezepte hat Julia Vonäsch im Kopf. Sie habe nie etwas aufgeschrieben. Bevor gekocht wird, muss gepflanzt, geerntet und eingemacht werden. Jedes Jahr hat sie einige Säcke Dörrbohnen gemacht, die wie die Suppe Wissende zum Halt an der Zofingerstrasse veranlassten. Auch Äpfel und Kunstbirnen wurden gedörrt und manch einer habe sie als «Snack» erbettelt und in den Hosentaschen verstaut.

Julia Vonäsch weiss auch vom vielen Zu-Fuss-Gehen bis dann das Velo gekommen sei. Nur dumm, dass die Holzschuhe oft ihre Nägel verloren und dann und wann ein Reifen kaputt ging, wenn nicht durch die Nägel, dann durch das allzu grosse, kantige Kies, mit welchem die Strassen damals gebaut und unterhalten wurden.

Julia Vonäsch erfreut sich in ihrem 106. Lebensjahr einer bemerkenswerten geistigen Anwesenheit.

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