Tagesstruktur: Gut betreut auch in den Randstunden

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Die neue Leiterin der Tagesstruktur, Daniela Isidoro, klärt mit einem Schüler, an welchem Platz er beim Zmittag sitzen darf. (Bild: Larissa Hunziker)

Es riecht fein nach Essen im Untergeschoss des Schulhauses Sonnmatt in Oftringen. Sieben Kinder drängen sich um einen Tisch, auf dem Kroketten, Geschnetzeltes und Salat stehen. Nachdem geschöpft wurde, legt sich Stille über den Raum, alle essen zufrieden.

Die Kinder besuchen den Kindergarten oder die Primarschule Oftringen und nehmen mit der Mittagsbetreuung ein Angebot der Tagesstruktur der Gemeinde Oftringen wahr. Nach einigen Startschwierigkeiten haben sich diese nun etabliert und auf einer stabilen Anzahl an Schülern eingependelt. Daneben konnte mit Daniela Isidoro auf Anfang dieses Jahrs eine neue Leiterin gewonnen werden, die auf viel Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen kann. So leitete sie zuvor während zehn Jahren eine Tagesstruktur in Baden und bildete sich pädagogisch weiter, davor absolvierte sie ein Psychologiestudium.

Tagesstruktur läuft als Pilotprojekt

Daneben kann Isidoro weiterhin auf Evelyne von Grüningen zählen, die die Tagesstruktur früher leitete und nun weiterhin als Betreuerin im Einsatz stehen wird. Insgesamt besteht das Team der Tagesstruktur aus sechs Personen, zwei davon sind Springerinnen.

«Mit der Einstellung von Daniela Isidoro erhoffen wir uns eine Professionalisierung der Tagesstruktur», sagt Markus Steiner, Oftringens Vizeammann und zuständig für dieses Dossier. Denn die Mittags-, Früh- und Spätnachmittagsbetreuung läuft als Pilotprojekt befristet bis im Juli 2021. Über die Weiterführung muss die Oftringer Gemeindeversammlung im November dieses Jahres definitiv bestimmen.

Wie bereits angetönt, hat die Tagesstruktur keinen einfachen Start hinter sich. Angelaufen ist sie mit einem Mittagstisch, dessen Einführung im Juni 2015 von der Oftringer Gemeindeversammlung bewilligt wurde. Seinen Betrieb nahm der Mittagstisch im Februar 2016 auf. Zunächst waren die Anmeldungen gut, nach kurzer Zeit brachen sie aber ein. «Es wurde immer wieder kritisiert, dass das Angebot absolut nicht ausreicht. Den Eltern fehlte vor allem eine Nachbetreuung der Kinder», sagt Steiner.

Die Arbeitsgruppe ging daraufhin über die Bücher und im August 2018 wurde mit der überarbeiteten Tagesstruktur, bestehend aus Mittags-, Früh- und Spätnachmittagsbetreuung, gestartet. Doch die Teilnehmerzahlen waren wieder sehr bescheiden und die Arbeitsgruppe war konsterniert.

Auf den Schulstart 2019 hin hat der Gemeinderat deshalb Massnahmen getroffen. Zum einen wurde ein Schulbus eingeführt, der vom Schulhaus Dorf über das Oberfeld und Küngoldingen bis zur Sonnmatt fährt und Kindern, die an anderen Standorten zur Schule gehen, den Besuch der Tagesstruktur ermöglicht. Zum andern wurde ein Geschwisterrabatt von 50 Prozent eingeführt.

Diese Massnahmen haben gefruchtet, denn heute kann sich die Gemeinde nicht über mangelndes Interesse an der Tagesstruktur beklagen. «Die drei Module Mittags-, Früh- und Spätnachmittagsbetreuung werden von insgesamt 30 Kindern, die aus 24 Familien stammen, besucht», sagt Steiner. Im Schnitt werde jedes Modul von 6,8 Kindern besucht, wobei die Mittagsbetreuung am meisten nachgefragt werde.

Während es bei der Mittagsbetreuung vor allem ums Essen geht, das vom Lindenhof Oftringen geliefert wird, steht in der Früh- oder Spätnachmittagsbetreuung anderes auf dem Programm. «Die Kinder können ihre Hausaufgaben erledigen und danach das machen, was sie möchten, etwa spielen oder basteln», sagt Isidoro. Wichtig sei aber, dass die Tagesstruktur kein Animationsprogramm sei.

Die Eltern bezahlen für den Mittagstisch pro Tag und pro Kind 25 Franken, für Geschwister gibt es den erwähnten Rabatt, die Betreuung nach dem Essen kostet zusätzlich. Finanziell schlechter gestellte Familien haben die Möglichkeit, bei den sozialen Diensten der Gemeinde Oftringen ergänzende Beiträge zu erhalten.

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