Der Ebersecker Thomas Roos ist der Gemeindepräsident des «neuen» Altishofen

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Thomas Roos hat einen symbolischen Ort an der Gemeindegrenze zwischen Ebersecken und Altishofen fürs Foto gewählt. Foto: Marc Benedetti

Altishofen hat seit 1. Januar einen neuen Gemeindepräsidenten. Thomas Roos (CVP) ist ganz frisch im Amt und folgt Urs Kaufmann (CVP) nach, der 19 Jahre Gemeindeoberhaupt des Pfyfferdorfs war. Es ist ein neues, grösseres Altishofen, das der im Herbst 2018 gewählte Ebersecker Roos mit den gleichzeitig wieder gewählten vier Altishofer Gemeinderatsmitgliedern Josef Szalai, Simon Schwizer, Stefan Meier und Esther Kipfer regieren wird.

Wo haben Sie Neujahr verbracht, Herr Roos?

Thomas Roos (lacht): In Kapstadt. Weihnachten und Neujahr bin ich immer im Ausland, dann nehme ich meine «Sommerferien». Im Betrieb und der Gemeinde ist dann weniger los. Dafür bin ich im Sommer hier.

Wie fühlt es sich an, neuer Gemeindepräsident eines grösseren Altishofens mit 2000 Einwohnern zu sein?

Es ist schon ein anderes Kaliber. Ich habe Freude und auch Respekt vor diesem Amt. Meine neuen Altishofer Gemeinderatskollegen und der Gemeindeschreiber sind bereits ein eingespieltes Team. Nun komme ich neu dazu.

Hat die Amtsübergabe von Urs Kaufmann an Sie bereits stattgefunden?

Offiziell nicht, es gibt noch eine Schlüsselübergabe. Ich durfte im alten Jahr bereits an einer Altishofer Gemeinderatssitzung teilnehmen und sehen, wie sie Sitzungen organisieren. Ich bin überdies im ständigen Austausch mir Urs Kaufmann.

Urs Kaufmann sagte in einem Interview in der «Luzerner Zeitung», Sie hätten als Gemeindepräsident bereits Erfolg gehabt und pflegten Ihren eigenen Führungsstil. Was meinte er?

Ich war bereits acht Jahre Gemeindepräsident von Ebersecken. Ich habe einen eher kollegialen Führungsstil und will mit den Leuten auf Augenhöhe reden können. Wenn wir eine Strategie festgelegt haben, ziehe ich diese auch durch. Ich bin ein sehr geradliniger Charakter.

Was wird die grösste Herausforderung in Ihrem neuen Amt?

Das Amt als Gemeindepräsident ist vielseitig und spannend. Egal in welcher Gemeinde man amtet, es ist immer eine grosse Herausforderung, den Wünschen der Bevölkerung mit den vorhandenen Mitteln gerecht werden zu können. Eine zusätzliche Herausforderung einer frisch fusionierten Gemeinde, ist eine gute Balance zu finden zwischen den beiden Ortsteilen.

Am meisten verändert sich ja für die Ebersecker. Was wird anders?

Der Ebersecker Bürger verliert seinen Heimatort und das Ebersecker Wappen ist nicht mehr offizielles Gemeindewappen. Im Ortsteil und bei den Vereinen darf es aber nach wie vor verwendet werden. Wenn jemand zur Kanzlei gehen muss, ändert sich gar nichts, da die Gemeindekanzlei von Ebersecken schon seit über 40 Jahren gemeinsam mit Altishofen geführt wird. Die Ortstafeln von Ebersecken wurden mit «Gemeinde Altishofen» in Klammern ergänzt.

Altishofen und Ebersecken erhalten einen Fusionsbeitrag von 4,6 Millionen Franken vom Kanton. Was wird mit diesem Geld finanziert?

3,6 Millionen Franken gelten als Fusionsbeitrag, eine Million Franken sind an Investitionsprojekte in Ebersecken gekoppelt.

Der Steuerfuss von Altishofen ist attraktiv. Bleibt er gleich hoch?

Der Kanton Luzern hat im Rahmen vom ARF18 einen Steuerfussabtausch beschlossen. Konkret heisst das, dass jede Gemeinde im Kanton einen Steuerzehntel dem Kanton abtritt und im Rahmen des Budgets 2020 nicht über den Steuerfuss abstimmen kann. Somit hat Altishofen 2020 einen Steuerfuss von 1.7 Einheiten. Der Steuerfuss von Ebersecken lag bisher bei 2.4 Einheiten.

Haben Sie eine erste Amtshandlung vorgenommen?

Noch nicht, aber am 8. Januar leite ich die erste Gemeinderatssitzung der fusionierten Gemeinde. Am Sonntag, 12. Januar, findet das Fusionsfest für die Bevölkerung statt. Der Festakt wird durch die Vereine mitgestaltet und der neue Marketingauftritt wird präsentiert. Ziel ist, einen schönen Nachmittag miteinander zu verbringen und alle Bevölkerungsteile am Tisch zu versammeln.

Was wünschen Sie Ihrem Vorgänger Urs Kaufmann?

Ich wünsche Urs Kaufmann vor allem beste Gesundheit, damit er seine neu gewonnene Zeit vielseitig nutzen kann. Weiter wünsche ich ihm bei der Arbeit als Ortsplanungskommissionspräsident weiterhin viel Freude. Am wichtigsten ist mir jedoch, an dieser Stelle meinem Vorgänger für die angenehme Zusammenarbeit ganz herzlich zu danken!

Thomas Roos (40) war acht Jahre der Gemeindepräsident von Ebersecken und ist seit 1. Januar erster Gemeindepräsident der Fusionsgemeinde Altishofen. Er ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau, einer Altishoferin übrigens, in einem ehemaligen Bauernhof in Ebersecken. Roos ist selbständiger Unternehmer. Er ist Mitglied in den Vereinen Seilzieher und Guuggenmusik Ricken-Grunzer Ebersecken.

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