Drei Punkte und ein Knelsen-Check und alles fügt sich zum Guten

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Stanislav Horansky (von links), Riccardo Sartori und Topskorer Dion Knelsen jubeln nach dem Treffer zum 1:0 für den EHCO. (Bild: freshfocus)

Ein Schussverhältnis von 36:21 war nach der Schlusssirene auszumachen und ein 4:1-Sieg des EHC Olten. Die Statistik mit fast doppelt so vielen Torchancen widerspiegelte das Spiel bei der EVZ Academy bestens. Zu keiner Zeit liessen die Oltner Zweifel aufkommen, dass diese Partie nicht mit dem Punktemaximum enden würde. Einen Schönheitsfehler gab es 56 Sekunden vor Ende der Partie, als Torhüter Silas Matthys wegen Zugs Powerplaytor der zweite Shutout der Saison verwehrt blieb.

Das Ehrentor entstand aufgrund einer Szene, die sich einige Minuten zuvor ereignete: Dion Knelsen wurde nach einem Check gegen das Knie von Zugs Verteidiger Nico Gurtner an der offensiven blauen Linie mit einer Matchstrafe unter die Dusche geschickt. Dem Kanadier ist auch nach der Betrachtung der Videobilder keine Absicht zu unterstellen, dennoch könnte die Aktion über eine Spielsperre hinaus ein Nachspiel haben für Oltens Topskorer.

Zwei Treffer und ein Assist für Garry Nunn

Es bedeutete das Ende von Dion Knelsens Arbeitstag, der nebst Stan Horansky und Garry Nunn an vorderster Front stand, wenn es darum ging, Verantwortung zu übernehmen und das spielbestimmende Element im Oltner Team zu sein. Als absoluter Höhepunkt der Oltner Topsturmlinie stand das 2:0, das über fünf Stationen herausgespielt und nach grandiosen Pässen von Knelsen und Horansky durch Garry Nunn vollendet wurde.

Nunn war mit zwei Treffern und einem Assist an drei von vier EHCO-Toren beteiligt. Sein zweiter Treffer, das 3:0, war nicht weniger spektakulär: Im Powerplay erkämpften sich die Oltner eine verloren geglaubte Scheibe zurück, worauf Haas Rouiller bediente, dieser Nunn einsetzte, der von seiner bekannten Powerplayposition das wohl grösste Schweizer Torhütertalent, Zugs Luca Hollenstein, machtlos zurückliess.

Die Zuger, dessen Playoff-Chancen nach der Overtime-Niederlage gegen Biasca gegen Null gesunken sind, versuchten daraufhin mit Körperspiel in die Partie zu finden. Die Gäste nahmen den Fuss vom Gaspedal, liessen vor allem in der neutralen Zone den Zugern mehr Raum, blieben aber stets die kontrollierende Mannschaft. Und so kamen sie zu einem ungefährdeten Sieg dank gradlinigem Spiel, auch wenn die Toreffizienz hätte besser ausfallen können.

Mit einer guten Einstellung

Trainer Fredrik Söderström zog dennoch ein zufriedenes Fazit: «Diese Partien haben gezeigt, dass wir gegen solche Teams selber unser grösster Gegner sind. Sie sind nie angenehm zu spielen, aber umso glücklicher bin ich, dass wir mit einer guten Einstellung vor allem in der Defensive besonders solide aufgetreten sind und über 60 Minuten fokussiert blieben.»

Der 4:1-Sieg dürfte den Powermäusen besonders süss schmecken, weil der EHCO an diesem Wochenende damit als einziges der Top-5-Teams volle drei Zähler verbucht hat, da Ajoie und Kloten sich gegenseitig Punkte abluchsten und Thurgau und Visp als Verlierer vom Eis gingen.

Dem EHC Olten steht nun wieder eine Zwei-Spiele-Woche bevor mit Partien gegen die Walliser Klubs. Am Dienstag reist der EHCO nach Sierre, worauf am Samstag Visp im Kleinholz gastiert.

Der SC Langenthal holt auf

Langenthal bezwingt Visp mit 2:0 dank einem überragenden Philip Wüthrich und zwei Toren von Andrew Clark. Urplötzlich fügte sich beim SCL alles zum Guten: Im Schlussdrittel führte nicht nur Langenthal gegen Visp, es verlor auch Thurgau gegen die GCK Lions mit 2:4. Damit besserte sich die Ausgangslage im Kampf um den vierten Rang für die Oberaargauer merklich. Sollte das Resultat bleiben, läge Langenthal nur noch zwei Punkte hinter Thurgau und vier hinter Visp.

Diskussionslos verdient war die Führung aber keineswegs. Vor allem das erste Drittel in der neuen Lonza-Arena liess zu wünschen übrig. Das Tempo fehlte, Körperkontakt war selten und so auch die Chancen. Visp spielte besser, überzeugen konnte bei Langenthal einzig Torhüter Philip Wüthrich, der seine Vorderleute vor dem ersten Rückstand bewahrte.

Obwohl Visp längst hätte führen müssen, war es Langenthal, das jubelte. Andrew Clark gelang ein Doppelschlag, zuerst lenkte er im Powerplay einen Schuss von Luca Christen ab, dann schoss er von Kelvin Walz freigespielt mit einem Dribbling gegen Reto Lory das 2:0. Visp steckte daraufhin wie in einer Schockstarre. Als die Walliser den Torhüter rausnahmen, kassierte Vincenzo Küng noch eine Strafe, die zu einer 4-gegen-6-Situation führte. Doch Wüthrich war nicht zu bezwingen. Mit dem 2:0-Sieg ist Rang 4 für den SCL wieder greifbar. (ryl)

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