Oltner Trainingsspiel im Januar, Langenthal gewinnt «Derby-Fight» – MIT VIDEO

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Die EHCO-Stürmer Jewgeni Schirjajew (links) und Silvan Wyss harmonierten an der Seite von Garry Nunn. (Bild: Pascal Müller/Freshfocus)

Kein Topskorer Dion Knelsen. Kein Supertechniker Stan Horansky. Kein Verteidigungsminister Philipp Rytz. Der EHC Olten musste bei seinem Gastspiel im Wallis auf ein hochkarätiges Spielertrio verzichten. Man durfte also gespannt sein, wie sich die Mannschaft von Headcoach Fredrik Söderström in der altehrwürdigen Grabenhalle in Sierre aus der Affäre ziehen würde. Wer würde die Lücken schliessen, die sich durch die Absenz der Schlüsselspieler aufgetan hatten?

Nun: Es war alles halb so wild. Um nicht zu sagen harmlos. Der HC Sierre ist in seiner aktuellen Verfassung nur noch ein Schatten der Mannschaft, die im Herbst als Aufsteiger noch für Furore und bei so manchem Gegner für Kopfzerbrechen gesorgt hatte. Auf der anderen Seite hat sich der EHCO etwa im Vergleich zum mühseligen 3:1-Sieg im Oktober an selber Stelle zu einem Spitzenteam gewandelt, welches mit dem entsprechenden Selbstverständnis ans Werk geht.

Und so kamen die Oltner an diesem kalten Januarabend zu einem lockeren Sieg, ohne überhaupt jemals ans Limit gehen zu müssen. Bisweilen wähnte man sich an einem dieser Testspiele im August, wenn irgendein unterklassiges Team irgendwie versucht, mit dem dominanten Gegner mitzuhalten, trotzdem aber heillos überfordert ist.

Ungewohnte Freiheiten bestens genutzt
Bis Spielmitte zog der EHCO auf 5:0 davon – und schaltete danach zwei Gänge zurück. Die Abwesenheit des gesperrten Knelsen und des verletzten Horansky fielen zu keiner Phase ins Gewicht. Einerseits darum, weil Sierre nie wirklich in der Lage war, den Oltnern Paroli zu bieten. Und andererseits deshalb, weil die Powermäuse die ungewohnten Freiheiten bestens zu nutzen wussten. Jewgeni Schirjajew und Silvan Wyss harmonierten wunderbar mit dem verbliebenen Mitglied des Atomsturms, Garry Nunn (der in Abwesenheit von Dion Knelsen die Topscorer-Montur trug) und sammelten jeweils drei Skorerpunkte. Die neu formierte erste Sturmlinie war für drei der fünf Tore bis Spielmitte besorgt. Dazu durfte sich Diego Schwarzenbach als Mitglied der ersten Powerplay-Formation zweimal als Torschütze feiern lassen. Und einmal trug sich der vierte Sturm (Salzgeber) in die Torschützenliste ein.

Bemerkenswert war – trotz des deutlichen Resultats – aber auch die Leistung von EHCO-Goalie Silas Matthys. Er konnte sich besonders im letzten Drittel, als die Konzentration seiner Vorderleute je länger das Spiel dauerte, umso mehr nachliess, einige Male auszeichnen und zeigte dabei ein paar Glanzparaden. Matthys wurde verdientermassen mit seinem zweiten Shutout der laufenden Saison belohnt, nachdem er am Sonntag in Zug noch in der letzten Minute das einzige Gegentor kassiert hatte.

«Ich kann mich wirklich über nichts beklagen»
Was man aus Sicht von diesem Spiel mitnehmen kann? Sicher mal drei Punkte im Kampf um die Tabellenspitze. Und die Erkenntnis, dass man auch schwergewichtige Ausfälle zu kompensieren vermag. Wobei man deutlich anmerken muss, dass der HC Sierre in der aktuellen Verfassung kein wirklicher Massstab ist. Aber man muss auch solche Pflichtaufgaben souverän und mit Stil bewältigen, was die Oltner überzeugend taten.

«Ich kann mich wirklich über nichts beklagen», suchte auch EHCO-Headcoach Fredrik Söderström vergeblich nach einem Haar in der Suppe. «Wir waren vom ersten Bully an die spielbestimmende Mannschaft und haben dem Gegner keine Chance gelassen», freute sich der Schwede gut gelaunt. So kann es weitergehen.

 

SC LANGENTHAL: Weiterhin ungeschlagen 
Erst im Schlussdrittel konnte sich der SC Langenthal von der EVZ Academy absetzen und das NLB-Heimspiel mit 4:1 gewinnen. «Es war ein hartes und intensives Spiel», analysierte SCL-Captain Stefan Tschannen. Immer wieder waren Rangeleien und der eine oder andere Faustkampf zu verzeichnen. Das Spiel erinnerte mehr an ein Derby als an ein Kräftemessen mit einem Farmteam. Tschannen aber meinte: «So macht es mehr Spass zum Zuschauen.» Er selbst sorgte für die entscheidenden Treffer zum 2:1 und 3:1 und sass wegen eines Fights im ersten Drittel auf der Strafbank.

Vor beiden Toren war viel Action angesagt, doch zu sehen waren vor allem jede Menge Paraden. Beide Equipen zogen mit starken Keepern ins Feld. Beim SCL stand Connor Hughes im Tor – in der kommenden Saison steht er bei Fribourg-Gotteron in der NLA unter Vertrag. Und gegenüber vereitelte Luca Hollenstein, der in der laufenden Saison bereits für den EV Zug zum Einsatz kam, zahlreiche Chancen der SCL-Angriffsformationen. Apropos Torhüter: Der SCL vermeldete gestern die Verpflichtung von Pascal Caminada. Der 33-jährige Zürcher Schlussmann des SC Bern wechselt nächsten Sommer für zwei Jahre zu den Oberaargauern.

Die erste Führung für den SCL gelang einem Verteidiger: Luca Christen schoss in der 8. Minute aus mittlerer Distanz, Hollenstein parierte. Der Puck prallte zurück zu Christen, der die Scheibe im nun teils freien Tor zum 1:0 unterbringen konnte. Nach dem Ausgleich von Yanick Stampfli (25.) riss der SCL das Spiel im Schlussdrittel an sich. Stefan Tschannen traf mit einer Direktabnahme aus dem vollen Lauf ins hohe Eck (41.), anschliessend erhöhte er im Nachstochern (44.). Für den Schlusspunkt sorge Joey Benik, der im Powerplay (50.) zum 4:1 traf.

Der SCL hat damit im laufenden Jahr noch keinen Punkt abgegeben und sieben der letzten acht Spiele gewonnen.

Sierre - Olten 0:6 (0:3, 0:2, 0:1)
Graben. – 1733 Zuschauer. – SR: Staudenmann/Bergamelli, Burgy/Zede. – Tore: 7. Schirjajew (Wyss, Nunn) 0:1. 12. Salzgeber (Weibel, Heughebaert) 0:2. 13. Lüthi (Schirjajew, Wyss) 0:3. 25. Schwarzenbach (Haas, Rouiller/Ausschluss Heinimann) 0:4. 28. Nunn (Wyss) 0:5. 54. Schwarzenbach (Nunn, Schirjajew/Ausschluss Guebey) 0:6. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Sierre, 1-mal 2 Minuten gegen Olten.
Sierre: Charlin; Devesvre, Maxime Montandon; Vouardoux, Dozin; Castonguay, Guebey; Surdez; Impose, Heinimann, Kyparissis; Rimann, Arnaud Montandon, Asselin; Massimino, Primeau, Vouillamoz; Ducret, Privet, Fellay.
Olten: Matthys; Maurer, Rouiller; Eigenmann, Weisskopf; Sartori, Lüthi; Elsener, Heughebaert; Wyss, Schirjajew, Nunn; Schwarzenbach, Rexha, Haas; Weder, Rudolf, Fogstad Vold; Lanz, Salzgeber, Weibel.
Bemerkungen: Olten ohne Knelsen (gesperrt), Horansky und Philipp Rytz (beide verletzt).

Langenthal - EVZ Academy 4:1 (1:0, 0:1, 3:0)
Schoren. – 1948 Zuschauer. – SR: Massy/Erard, Kehrli/Gurtner. – Tore: 8. Christen (Kummer, Andersons) 1:0. 25. Stampfli (Döpfner, Oehen) 1:1. 41. Tschannen (Christen, Clark) 2:1. 43. Tschannen 3:1. 50. Benik (Kummer, Andersons/Ausschluss Bachofner) 4:1. – Strafen: je 4-mal 2 Minuten.
Langenthal: Hughes; Weber, Christen; Bircher, Pienitz; Colin Gerber, Maret; Dähler, Suleski; Tschannen, Clark, Walz; Benik, Kummer, Andersons; Derungs, Kläy, Küng; Nyffeler, Melnalksnis, Gyger.
EVZ Academy: Hollenstein; Stampfli, Kristensen; Schüpbach, Dario Wüthrich; Capaul, Gurtner; Graf, Schwenninger; Bachofner, Bougro, Langenegger; Oehen, Lust, Volejnicek; Döpfner, Stehli, Welter; Wyss, Schleiss, Stoffel.
Bemerkungen: Langenthal ohne Tom Gerber, Müller (beide verletzt) und Wieszinski (überzählig). 13. Nyffeler fällt verletzt aus.

Alle Resultate und die NLB-Tabelle finden Sie hier.

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