Der STV Oberentfelden muss sich im Final geschlagen geben

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Qualifikationssieger Oberentfelden muss sich mit Silber begnügen. (Bild: Fabio Baranzini / Swiss Faustball)

Oberentfelden gegen Elgg-Ettenhausen. Auf diese Final-Affiche hätten vor dem Saisonstart wohl nur die allerwenigsten gesetzt. Oberentfelden hatte in den letzten zwei Hallen-Meisterschaften das Final4-Turnier jeweils verpasst und wartet seit dem Meistertitel in der Saison 2015/16 auf einen Medaillengewinn in der Halle. Elgg-Ettenhausen war die letzten drei Mal am Final4-Turnier dabei, ging jedoch zuletzt zwei Mal leer aus. Dass die Oberentfelder in diesem Jahr für eine Medaille reif sind, kündigten sie mit einer starken Qualifikation an. Dank neun Siegen aus zehn Spielen holten sie sich den Qualifikationssieg und starteten so als Favorit ins Halbfinalspiel vom Samstag gegen Widnau. Dieser Favoritenrolle wurden sie dank einem diskussionslosen 4:1-Erfolg gerecht.

Hin und Her im Final
Elgg-Ettenhausen konnte sich in dieser Saison ebenfalls ohne grössere Probleme fürs Final4-Turnier in Winterthur qualifizieren, startete im Halbfinal gegen Diepoldsau jedoch als klarer Aussenseiter. Gegen die Rheininsler hatte das Team von Trainer Markus Fehr beide Qualifikationsspiele deutlich mit 0:3 verloren. Doch im Halbfinal wuchsen die Elgger über sich hinaus. Sie zeigten eine starke Partie, während Diepoldsau nicht wie gewünscht auf Touren kam. Und so resultierte am Ende ein überraschend deutlicher 4:0-Erfolg für das Team aus Elgg-Ettenhausen.
Den besseren Start ins Finalspiel erwischten die Oberentfelder. Sie spielten ruhig und kontrolliert, während sich bei Elgg-Ettenhausen vor heimischer Kulisse ein paar leichte Fehler zu viel eingeschlichen hatten. Doch nachdem Oberentfelden den ersten Satz ins Trockene gebracht hatten (11:6), setzten die Elgger zum Höhenflug an. Während zwei Sätzen dominierten sie das Geschehen in der Halle klar. Mit 11:6 und 11:3 gewannen sie die nächsten beiden Durchgänge. So schnell liess sich Oberentfelden dann aber nicht abschütteln. Im vierten Durchgang kämpften sie sich beherzt zurück ins Spiel und konnten den hart umkämpften Finish für sich entscheiden (11:9).

Ersten Matchball verwertet
Nach einer fünf-minütigen Pause ging es weiter. Und das Geschehen auf dem Spielfeld blieb genauso spannend, wie es zuvor im vierten Satz war. Die Partie wogte weiter hin und her. Zuerst erspielte sich Elgg-Ettenhausen mit dem Gewinn des fünften Satzes (11:6) einen Vorteil, Oberentfelden konterte mit 11:5, sodass der siebte Durchgang die Entscheidung bringen musste. Dort hatten die Elgger die besseren Nerven und verwandelten ihren ersten Matchball zum 11:9-Sieg. «Wir können das gar nicht glauben. Wir haben gewusst, dass wir eine Chance haben, wenn alles aufgeht. Aber dass wir das im Halbfinal und im Final schaffen, ist einfach unglaublich», freute sich Joël Fehr. «Das Finale hätte auf beide Seiten kippen können. Oberentfelden war grossartig in Form und hätte es genauso verdient wie wir. Es war ein grossartiges Finalspiel über die volle Distanz mit tollen Fans auf beiden Seiten – was will man mehr?»

Knackpunkt im dritten Satz
Zuvor hatten Diepoldsau und Widnau im Rheinthaler-Derby den Gewinner der Bronzemedaille ermittelt. Die Anfangsphase der Partie gehörte dem Team aus Widnau. Sie spielten konstant und ärgerten die Diepoldsauer immer wieder mit cleveren kurz gespielten Bällen. So holten sie sich den ersten Satz mit 12:10 und den zweiten Durchgang gar mit 11:7. Diepoldsau machte in dieser Phase nicht den Eindruck, als könnten sie noch einmal reagieren. Doch das täuschte. Im dritten Durchgang kämpften sie sich ins Spiel zurück und konnten nun erstmals über längere Zeit dagegenhalten. Nach drei abgewehrten Satzbällen holten sie den Satz doch noch mit 13:11.
Plötzlich lief das Spiel der Rheininlser und sie zeigten, weshalb sie in der Qualifikation bis zum Schluss um den Qualifikationssieg mitspielen konnten. Das Team von Coach Sabrina Siegenthaler holte sich auch den vierten Durchgang und war nach der kurzen Pause die dominierende Mannschaft. Mit 11:5 holten sie sich den fünften Satz und waren nun nicht mehr zu stoppen. Auch der sechste Durchgang war eine sichere Beute der Diepoldsauer. 11:5 lautet das Verdikt auch in diesem Satz. «Wir hatten am Anfang richtig Mühe, das Spiel von gestern aus den Köpfen zu bringen», sagt Captain Malik Müller «Uns hat es aber geholfen, dass es ein Derby war. Da wollten wir natürlich auf keinen Fall verlieren. Ab dem dritten Satz konnten wir die ersten Bälle aggressiver spielen und so vermehrt über 'Schuss' zuspielen. Das hat uns geholfen, sodass wir in den letzten beiden Sätzen wieder richtig gut spielen konnten.»

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