44 Kindergärtler in Quarantäne, weil sich der Lehrer am Familienfest infizierte

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44 Spreitenbacher Kindergärtler (Symbolbild) dürfen 14 Tage nicht mehr im Kindergarten herumtoben. Bild: Matthias Jurt

Rund 70 Kontaktpersonen sind vom neuen, dem zweiten Aargauer Corona-Virus-Fall betroffen, darunter 44 Kindergartenkinder und 8 Lehrpersonen des Kindergartens Quartierzentrum Langäcker in Spreitenbach. «Sie werden zurzeit über die Quarantänebestimmungen informiert», teilt der Kanton Aargau gestern am frühen Abend mit.

Am Familienfest hatten Personen aus Norditalien teilgenommen

Der 31-jährige Kindergarten-Lehrer aus Döttingen habe sich wahrscheinlich bei einer Familienfeier, an dem Besucher aus Norditalien teilnahmen, angesteckt. «Er hat seit der Ansteckung vor rund einer Woche als Kindergarten-Lehrer im Kindergarten Langäcker in Spreitenbach unterrichtet. In dieser Zeit ist er mit 44 Kindern sowie 8 Lehrpersonen in Kontakt gekommen», schreibt der Kanton.

Die Kinder und die Lehrpersonen werden nun zwei Wochen lang unter Quarantäne gestellt, so wie es die Bestimmungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) beziehungsweise die Verfügung des Kantonsärztlichen Dienstes des Kantons Aargau (KAD) vorsieht. Weitere Personen müssen gemäss den Bestimmungen des BAG vorläufig nicht unter Quarantäne gestellt werden, so der Kanton.

Kindergärtler müssen 14 Tage lang zu Hause bleiben

Die Familienangehörigen des Kindergarten-Lehrers sind informiert. Die Familien der 44 Kinder und die 8 Lehrpersonen des Spreitenbacher Kindergartens sollen von der Schule Spreitenbach über die Quarantänebestimmungen informiert werden. Sie müssen 14 Tage lang zu Hause bleiben. Wenn Symptome wie Fieber, Atemwegerkrankungen usw. auftreten, müssen sie sofort das Kantonsspital Baden oder Aarau kontaktieren.

Es handelt sich um den zweiten Corona-Fall im Kanton Aargau. Am Donnerstag war die Infektion eines 26-Jährigen bestätigt worden. Laut Kantonsärztin Yvonne Hummel hatte sich dieser vor rund einer Woche auf einer Geschäftsreise in Norditalien aufgehalten. Als er zurück in der Schweiz war, erkrankte er. Daraufhin kontaktierte er seinen Hausarzt, der ihn ans Kantonsspital Aarau verwies. «Der Mann hat vorbildlich gehandelt und alle Empfehlungen befolgt, die für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gelten», sagte Hummel.

Die Aargauer Kantonsärztin Yvonne Hummel hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun: Sie und ihr Krisenstab haben innert eines Tages fast 400 Gesuche für Veranstaltungen mit über 150 Personen erhalten. Seit Freitag, 15 Uhr, brauchen Aargauer Veranstalter für Anlässe ab 150 Personen eine Bewilligung vom Kanton. Ab 1000 Personen müssen sie abgesagt werden. Das hatte der Bund am Freitag klargemacht.

Von über 400 Gesuchen nur die Auto-Ausstellung nicht bewilligt

Bis Samstagabend wurden 390 Gesuche bearbeitet. Am Sonntag kamen 20 neue dazu. Alle dringenden Anfragen für Veranstaltungen konnten behandelt werden, sagt Jelena Teuscher, Mediensprecherin des Departementes Gesundheit und Soziales, auf Anfrage. Von den über 400 Bewilligungsanfragen von Veranstaltern im Kanton Aargau wurde bis gestern Abend gerade mal eine einzige negativ beantwortet. Dabei handelt es sich um die Auto-Ausstellung Aarau West, die vom 13. bis 15. März in Oberentfelden hätte stattfinden sollen. Martin Sollberger, Präsident des Autogewerbeverbandes Sektion Aargau, bestätigt auf Anfrage: «Ja, wir haben leider am Freitagabend vom Kanton Bescheid bekommen, dass unser Anlass nicht bewilligt wird.»

Der 66-jährige Garagist aus Oberentfelden will aber nach vorne schauen. «Wir versuchen, die Ausstellung auf Herbst zu verschieben, und suchen mit den Tennishallen-Betreibern ein neues Datum.» Natürlich sei die Ausstellung nicht für einen Pandemiefall versichert, sagt Sollberger. Aber wenn der Anlass doch noch stattfinden könne, halte sich der finanzielle Schaden in Grenzen.

Organisator Sollberger ist verwundert

Grund für die Absage ist die Besucherzahl. «Wir hätten mit bis zu 9000 Personen gerechnet, allerdings verteilt auf drei Tage sowie zwei Hallen und Aussenbereiche.» Er habe zwar Verständnis für die Massnahme, sei aber verwundert, dass sie die einzigen von den Antragstellern seien, die keine Bewilligung erhalten hätten, so Sollberger.

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