Brandschutz-Kleider: es zählen Qualität und Preis

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Herbert H. Scholl, Vorsitzender der vorberatenden Grossratskommission, und Reto Graber, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Zofingen mit der regierungsrätlichen Botschaft – respektive mit einer Brandschutz-Jacke ausgerüstet. (Bild: Oliver Schweizer)

Künftig sollen alle Feuerwehrleute im Kanton dieselben Brandschutz-Kleider tragen. Die Aargauische Gebäudeversicherungsanstalt (AGV) will Ausrüstungsgegenstände zentral einkaufen und dann an die einzelnen Feuerwehren vermieten. Das sei günstiger und effizienter, argumentiert die Aargauer Regierung – eine entsprechende Gesetzesänderung ist übernächste Woche im Grossen Rat traktandiert.

Die Idee einer Einheitsausrüstung hat im Rahmen einer Vernehmlassung zu unterschiedlichen Einschätzungen geführt. Befragt wurden die Gemeinderäte des Kantons und die Geschäftsleitungen von Firmen mit Betriebsfeuerwehren. 47 Antwortende lehnen das Konzept Miete generell ab – 81 sind dafür, wenn der Preis aus ihrer Sicht stimmt.

Der Preis für die Miete der Ausrüstung steht noch nicht fest

Qualität und Preis sind auch für Reto Graber, Kommandant der Stützpunkt Feuerwehr Zofingen zentral. Punkto Qualität vertraut er den Experten der AGV. «Was wir nicht kennen, sind die genauen Kosten des Mietmodels», sagt er. Dem ist so, weil die AGV vor einem positiven Ausgang der ersten Lesung der Vorlage keine Offerten einholen wollte – dies erst mit Blick auf die zweite Lesung tun will, aber überzeugt ist, dass Grosseinkäufe kostengünstiger sind. Die Menge ist beachtlich – die Aargauer Feuerwehren zählen rund 10 500 aktive Frauen und Männer.

Von welchen Beträgen sprechen wir? Graber: «Zofingen bezahlt aktuell für Brandschutz-Jacke und -Hose rund 1400 Franken – damit liegen wir in einem guten Mittelfeld». Hinzu kommen Helm, Handschuhe und Stiefel für zusätzliche 800 Franken. Die Spezialtextilien unterliegen einem grossen Verschleiss und müssen zudem durch die häufigen Zu- und Abgänge von Feuerwehrleuten immer wieder neu und in unterschiedlichen Grössen beschafft werden. Hier logistisch entlastet zu werden, würde Kommandant Graber freuen. Attraktiv auch: Im Mietpreis inbegriffen sind die Reparatur und der Ersatz von defekten Brandschutzbekleidungen.

Der Zofinger FDP-Grossrat Herbert H. Scholl ist Vorsitzender der vorberatenden Parlamentskommission. Er betont: «Die neue Dienstleistung der AGV soll für die Gemeinden freiwillig sein.» Aber: Wer nicht mitmacht – weiterhin selber Brandschutzausrüstungen beschafft – bekommt dafür keine Subventionen mehr. «Gesamthaft sollen die Kosten für die Gemeinden, die sich an dieser subventionierten Lösung beteiligen, sinken», sagt Scholl. Weitere Gesetzesanpassungen in der Vorlage bestätigten die bisherige Praxis oder seien rein formeller Natur. So wird der Grundsatz, dass die AGV sämtliche Ausbildungen nach dem Konzept der Feuerwehrkoordination Schweiz durchführt und finanziert, auf Gesetzesstufe verankert. Zudem werden die Präventions- und Interventionsfonds zur Vorbeugung und Bekämpfung von Feuer- und Elementarschäden gesetzlich geregelt.

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