Der RHC Vordemwald schrammt an der Cup-Sensation vorbei

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Um ein Haar hätten Patrick Moor (r.) und der RHC Vordemwald dem RHC Genève ein Bein gestellt. (Bild: pka)

Selten waren die Rollen vor einem Spiel so klar verteilt wie vor der Viertelfinalpartie im Schweizer Cup zwischen dem RHC Vordemwald und dem RHC Genève. Hier der unterklassige Gastgeber, der in der Nationalliga B mit 16 Punkten Rückstand auf Thunerstern «nur» den zweiten Platz belegt. Auf der anderen Seite der auf nationaler Ebene noch ungeschlagene Gast aus der Westschweiz, der in der Nationalliga A souverän von der Tabellenspitze grüsst.

Wer aber mit einer haushohen Klatsche für den RHC Vordemwald rechnete, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Nur 66 Sekunden benötigten die Aargauer, um den 1:0-Führungstreffer zu bejubeln. Pelayo Ramos tankte sich bis vor das gegnerische Tor durch und erwischte Genfs Schlussmann Sebastian Silva mit der Rückhand in der nahen Ecke.

Der frühe Erfolgsmoment schien den Vordemwaldern zusätzlich Flügel zu verleihen. Die Mannschaft von Trainer Victor Sainz machte in der eigenen Defensivzone die Räume konsequent zu und liess die Genfer kaum gewähren. Und wenn dann ein Schuss doch einmal den Weg durch den kompakten Abwehrriegel fand, konnte sich der RHCV auf einen starken Andreas Schmied zwischen den Pfosten verlassen. In der 9. und 12. Minute parierte er die Schüsse von Federico Garcia mirakulös. Kurz vor der Sirene biss sich Garcia abermals die Zähne an Schmied aus, als dieser auch seinen indirekten Freistoss entschärfte. «Unsere Intensität in der Verteidigung war hoch, das war viel besser als in der Meisterschaft», fand RHCV-Captain Patrick Moor lobende Worte für den gelungenen Auftritt in der ersten Halbzeit.

Ein Doppelschlag bringt Genf zurück ins Spiel
Auch im Spiel nach vorne wusste der RHC Vordemwald zu überzeugen. Erst scheiterte Ryan Kaeslin an Sebastian Silva, wenig später verpasste Pelayo Ramos bei seinem Pfostenschuss in Überzahl das 2:0 nur um wenige Zentimeter. Die mangelnde Effizienz rächte sich nach dem Seitenwechsel. Lediglich zweieinhalb Minuten benötigte Genfs Matteo Tercier, um den Rückstand in einen Vorsprung zu verwandeln. Beiden Treffern ging ein individueller Fehler des RHC Vordemwald voraus: Beim 1:1 in der 28. Minute verlor Sandro Moor den Ball in der Vorwärtsbewegung und das 1:2 (31.) war das Resultat eines schnellen Gegenstosses.

Der Favorit besann sich nun auf seine Stärken und liess den Ball in den eigenen Reihen laufen. Der RHCV zollte seinem intensiven Auftritt Tribut und produzierte nur noch selten offensive Gefahr. In der 34. Minute etwa vergab Simon Wuffli den neuerlichen Ausgleich vom Freistosspunkt aus. Sechs Minuten vor dem Ende sorgte Guillem Coll im dritten Anlauf nach einem indirekten Freistoss mit dem 3:1 für die Entscheidung, ehe Matteo Tercier mit einem «Buebetrickli» zum 4:1 den Hattrick vollendete.

Während die Genfer den Einzug ins Final-Four-Turnier feierten, welches sie Ende März selber organisieren, blieb den Vordemwaldern nur die Enttäuschung über die verpasste Sensation. «Wir hatten nichts zu verlieren und haben lange gut mitgehalten. Nach der Pause waren wir nicht mehr nahe genug am Gegner dran und erhielten drei blöde Gegentore», sagte Patrick Moor. Für den Exploit habe die Kaltblütigkeit gefehlt, «und Genf hat nach der Pause einfach cleverer gespielt.»

Vordemwald - Genève 1:4 (1:0)
Rollhockeyhalle. – 110 Zuschauer. – SR: Jordi/Engelhardt. – Tore: 2. Ramos 1:0. 28. Tercier 1:1. 31. Tercier 1:2. 44. Coll 1:3. 48. Tercier 1:4. – Strafen: 2-mal Blau gegen Vordemwald, 2-mal Blau plus einmal Rot (Flavio Silva) gegen Genève.
Vordemwald: Andreas Schmied (Braun); Wuffli, Patrick Moor, Sandro Moor, Ramos, Kaeslin, Kunz, Leandro Moor, Jérôme Altenbach.
Genève: Sebastian Silva (Nathanaël Tercier); Coll, Desponds, Infante, Mata, Garcia, Matteo Tercier, Flavio Silva, Waridel.
Bemerkung: Vordemwald ohne Kläui (Ferien).

Alle Resultate finden Sie hier.

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