Wegen Corona: Die Universität Luzern unterrichtet ab Montag digital

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Das gemeinsame Gebäude der Universität und der Pädagogischen Hochschule in Luzern bleibt vorläufig offen. Bild: zvg

Die Uni Luzern betreibt ab Montag Fernunterricht. An der kleinsten Universität der Schweiz werden wegen der rasanten Virusausbreitung ab 16. März sämtliche Lehrveranstaltungen, Sitzungen und Besprechungen digital durchgeführt. Die Massnahmen dauerten voraussichtlich bis mindestens Ende der Osterpause, teilte die Uni Luzern mit. Das heisst bis 20. April.

Der gesamte Universitätsbetrieb läuft weiter, es gibt keine Unterbrechung des Semesters. All das, was die Universität ausmache, werde weitergeführt – einfach digital anstatt analog. «Das Wort Schliessung als Schreckgespenst wollen wir vermeiden», sagt Dave Schläpfer, Mediensprecher der Universität Luzern. Der Zugang zum Gebäude sei bis auf weiteres normal möglich. «Es gibt auch keinen bekannten Ansteckungsfall an der Uni Luzern», stellt Schläpfer ebenfalls klar.

Ziel der Umstellung sei, dass sich weniger Leute an einem Ort zusammen auielten. Die Altersgruppe der Studierenden sei zwar nicht Zielgruppe des Corona-Virus. Aber man wolle auch Risikogruppen wie zum Beispiel Asthma-Kranke damit schützen. Die Universität Luzern will den bestmöglichen Schutz all ihrer Angehörigen: der Studierenden, der Mitarbeitenden und der Dozierenden. «Zugleich sollen alle, die eingeschrieben sind, das Studium ohne Unterbrechung fortsetzen können und nicht ein Semester verlieren.»

IT gefordert wegen Digitalunterricht

In den vergangenen Tagen wurden für den digitalen Unterricht die technischen Voraussetzungen geschaffen und personelle Kapazitäten bereitgestellt. Gefordert bei der Umsetzung ist momentan die IT-Abteilung der Uni, die acht Personen beschäftigt. Gearbeitet wird mit der Software Zoom. Am Montag startet der Fernunterricht. Die Dozenten zeichnen ihre Vorlesungen auf oder übertragen sie per Live-Stream im Internet. «Eine weitere Form ist, den Ton aufzunehmen und die Audioaufnahme mit Folien zu unterlegen», erklärt Schläpfer. Die Studierenden verwendeten ihre privaten Geräte. Den Dozenten werden, je nach Bedarf, Geräte zur Verfügung gestellt.

Gefragt seien auch kreative neue Lösungen. Beispielsweise könnten interne Meetings per Telefon- oder Videokonferenz stattfinden. Im modernen Uni-Gebäude neben dem Bahnhof Luzern befinden sich auch die Pädagogische Hochschule PH Luzern sowie die Bibliothek und die Mensa, welche Studenten beider Institutionen zur Verfügung steht. «Uni-Studenten können weiterhin in der Bibliothek lernen», präzisiert der Unisprecher. Auch die Mensa ist in Betrieb. An der Uni Luzern studieren und bilden sich 3200 Personen weiter. 750 Studierende stammen aus dem Kanton Luzern. Die Hochschule beschäftigt rund 800 Mitarbeitende. Die Universität hat eine Task-Force «Arbeitsgruppe Corona» eingesetzt, welche die Lage sukzessive beobachtet und beurteilt. Sie ist bestrebt, die Arbeit in Lehre und Forschung so weit immer möglich sicherzustellen. Ihre Mailadresse ist safecorona@unilu.ch

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