Bleiben die Schulen bis zu den Sommerferien geschlossen? – Kantone bereiten sich darauf vor

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Symbolbild © Keystone

Ab Montag wird in der Schweiz nicht mehr unterrichtet. Zumindest nicht in Schulzimmern und Hörsälen. Wie der Bundesrat am Freitag entschieden hat, sind bis mindestens am 4. April alle Präsenzveranstaltungen an Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten untersagt.

 

Wie die «NZZ am Sonntag» nun schreibt, könnte diese Massnahmen allerdings viel länger andauern als offiziell angekündigt. «Da die Wissenschaft damit rechnet, dass es drei bis vier Monate dauert, bis die Epidemie abflacht, müssen wir auch mit Schulschliessungen für diesen Zeitraum rechnen», zitiert die Zeitung Silvia Steiner, Zürcher Bildungsdirektorin und Präsidentin der Erziehungsdirektorenkonferenz. Das wäre bis zu den Sommerferien. Steiner rechnet demnach zuerst mit einer «Phase des Chaos». Doch dann werde sich der Schulbetrieb neu einpendeln.

Kantone und Städte bauen Fernunterricht aus

 
 
 

In der Tat informieren seit dem bundesrätlichen Entscheid vom Freitag Kantone und Städte unterschiedlich schnell und detailliert über das weitere Vorgehen. «Ich stelle mich darauf ein, dass wir noch über die Frühlingsferien hinaus beim Fernunterricht bleiben müssen», zitiert die «NZZ am Sonntag» den Zürcher Stadtrat Filippo Leutenegger.

Diese Annahme sei auch der Grund dafür, dass die Schulen jetzt mit Hochdruck daran arbeiten, Systeme und Abläufe einzuführen, um die Schüler daheim zu unterrichten. Auch in der Stadt Bern werden laut einer Mitteilung vom Samstagabend Möglichkeiten eines Fernunterrichts abgeklärt; Eltern sollen im Verlauf der kommenden Woche informiert werden. Und gleichentags informierte der Kanton St.Gallen, dass alle Sekundarstufen-Übertrittsprüfungen auf jeden Fall stattfinden sollen. Trotz Heimunterricht.

Zeit gewinnen, um nächste Schritte zu planen

Für Silvia Steiner, die Präsidentin der kantonalen Erziehungsdirektoren, steht nebst der Prävention derzeit denn auch ein Ziel im Vordergrund: «Wir wollen auf jeden Fall verhindern, dass diese aussergewöhnliche Massnahme zu einem Knick in der Bildungskarriere der Kinder und Jugendlichen führt.» Um Zeit zu gewinnen, haben einzelne Kantone wie Zürich oder Universitäten und Hochschulen denn auch bereits die Dauer des Unterrichtsunterbruchs verlängert. «Das gibt uns Zeit, die nächsten Schritte zu planen», sagt Steiner zur «NZZ am Sonntag».

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