Ein dringender Entscheid - denn die Gesellschaft driftete am Wochenende auseinander

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Es ist ein heftiger Entscheid, den der Bundesrat gefällt hat. Bis zum 19. April wird das öffentliche Leben staatlich verordnet fast stillgelegt! Und damit das private Leben verlangsamt.

Dieser Entscheid war dringend nötig - obwohl er nur drei Tage nach den letzten Massnahmen kam. Die Landesregierung war gezwungen, das Zepter wieder in die Hand zu nehmen. Denn über das Wochenende driftete die Gesellschaft stark auseinander. Auf der einen Seite jene Menschen, welche die bisherigen Appelle der Behörden in den Wind schlugen und etwa in Ausflugsrestaurants dicht gedrängt in der Sonne ihr Bier und ihren Tee tranken oder sich demonstrativ weiter die Hand gaben. Auf der anderen Seite die Mediziner, die Wissenschaftler, die Spitäler, welche die Lage dramatischer einschätzten als der Bundesrat – und diesen zum Handeln aufforderten. Das führte sogar dazu, dass einige Kantone in die Offensive gingen und selbst Entscheide fällten, Restaurants oder Läden des nicht täglichen Bedarfs zu schliessen. Der Bundesrat mag Fehler gemacht haben. Aber sind wir uns bewusst: Er soll jetzt lieber schnell und vielleicht fehlerhaft handeln als zögerlich und vielleicht zu spät. So empfiehlt es auch ein WHO-Experte. Im Kampf gegen das Virus müsse man lieber schnell handeln als perfekt. Zögern aus Angst vor Fehlern: Das sei der falsche Weg gegen eine Epidemie.

Wirtschaftlich werden die nächsten Wochen für viele Unternehmen sehr hart. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat zugegeben, dass zum Teil die richtigen Instrumente zur Soforthilfe fehlen. Doch sie betonte: Es werde allen betroffenen Firmen, Arbeitnehmern und Selbstständigen geholfen. Und wenn nötig auch mehr Geld gesprochen als die 10 Milliarden Franken.

Das Handeln der Behörden der letzten Wochen wird kritisch zu analysieren sein. Doch derzeit sollten wir die Energie in den Kampf gegen die Überlastung der Spitäler stecken. Befolgen wir also die Anordnungen des Bundesrates . Die nächsten Wochen werden insbesondere für jene Menschen hart, welche ernsthaft erkranken. Diese Leuten können wir stützen. Wir sind alle systemrelevant. Jeder kann helfen, die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Befolgen wir die Anordnungen. Treffen wir weniger Leute. Bleiben wir so oft wie möglich zu Hause!

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