Zwölf Kantone fordern Armee-Unterstützung an

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Mobilisierung der Schweizer Armee für den Coronavirus-Notfall am Dienstag, 17. Maerz 2020 in Ambri. Der Bundesrat bietet einen Grossteil aller Truppen auf, die innert Stunden verfügbar sind. Darunter alle vier Spitalbataillone. Das Schwergewicht liegt auf der Unterstützung des zivilen Gesundheitswesens. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Insgesamt handelt es sich um über 60 Unterstützungsgesuche. Die Armeeangehörigen unterstützen die zivilen Behörden im Gesundheitsbereich, in der Logistik oder im Transportwesen. Bisher wurden insbesondere die vier Spitalbataillone und fünf Sanitätskompanien aufgeboten.

Über die grösste Armee-Mobilisierung seit dem Zweiten Weltkrieg zog der stellvertretende Armeechef Aldo Schellenberg eine positive erste Bilanz. Diese verlaufe ruhig, professionell und zügig, sagte er in der Sendung "Heute Morgen" von Radio SRF.

Nicht alle eingerückt

Nach seinen Angeben sind inzwischen rund zwei Drittel der Aufgebotenen eingerückt. Genaue Zahlen gibt die Armee nicht heraus, aktuell dürften aber zwischen 2000 und 3000 Armeeangehörige aufgeboten worden sein. Die Militärpolizei gehe nun jenen Fällen nach, die nicht eingerückt seien, sagte Reist.

Erst sei kurzem gibt es überhaupt wieder ein Mobilisierungssystem. Die Armeeangehörigen werden via SMS aufgeboten. Laut Reist haben rund 80 Prozent das Aufgebot innerhalb einer Stunde quittiert. Auch die App Alertswiss und die SRG-Medien sind in die Mobilisierung eingebunden

Keine unterirdischen Unterkünfte

Bei ihrem Einsatz sind auch die Armeeangehörigen der Gefahr einer Ansteckung ausgesetzt. Laut Reist gibt es in der gesamten Armee aktuell zehn Fälle.

Schellenberg betonte, dass im Einsatz die Hygienevorschriften des Bundesamts für Gesundheit eingehalten würden. Im Moment würden die Unterkünfte daraufhin überprüft, ob die Vorschriften tatsächlich eingehalten werden könnten. Unterirdische Unterkünfte sollen möglichst vermieden werden, wie Schellenberg sagte.

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