Am Puls der Region – zwischen Angst und Zuversicht

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Eine Seite für den Eingang, die andere für den Ausgang: Vor dem Chäslädeli in Zofingen herrschen klare Bedingungen. (Bild: Katrin Petkovic)
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Ruhige Gassen prägten gestern die Zofinger Altstadt. (Katrin Petkovic)
«Übers Schulfrei habe ich mich gefreut, ohne Kollegen ist es langweilig.» Sara Vidakovic, Oftringen
«Mir geht es gut. Angst habe ich keine, aber vorsichtig muss man sein.» Lothar Brünisholz, Zofingen
«Obwohl ich zur Risikogruppe gehöre, habe ich keine Angst.» Daniel Gobet, Zofingen
«Die Situation ist nicht weiter schlimm, man gewöhnt sich daran.» Luzia Güngerich, Zofingen

Tag 2 nach dem Soft-Lockdown durch den Bundesrat. Bars, Restaurants, Coiffeursalons – sie alle sind zu. Dafür ist der Coop in Murgenthal am Vormittag gut besucht. Da und dort fehlen Artikel – besonders Milch, Eier, Mehl, Hefe, Reis und Schokolade scheinen gefragt zu sein. Dasselbe Bild in Rothrist – auch hier fehlen genau diese Artikel.

Wie gehen die Menschen in der Region mit der Corona-Krise um? Unterwegs sind weniger Passanten als sonst. Viele haben etwas zu sagen, die wenigsten wollen aber damit in die Zeitung. Eine junge Mutter aus Rothrist berichtet, dass sie sich vor einer Ausgangssperre fürchtet. «Ich muss doch mit meinen Kindern nach draussen können», sagt sie. Vor dem Coop in Rothrist macht ein älterer Herr seinem Unmut über die Berichterstattung Luft. «Ihr würdet besser über andere Sachen berichten, als konstant nur über das Virus. Kein Wunder, werden alle irre!» Eine Vordemwalderin hingegen regt sich über Hamsterkäufer auf. «Für zwei Flaschen Milch musste ich extra in einen anderen Laden gehen. Es wäre schön, wenn alle mit Verstand einkaufen würden.»

Nach dem Einkauf sofort wieder nach Hause

Auch in Zofingen herrscht Ausnahmezustand. Seit gestern steht ein Securitas-Mitarbeiter vor der Pfauenapotheke. Er kontrolliert, dass sich nicht zu viele Personen auf einmal in den Räumlichkeiten aufhalten. Am Nachmittag ist die Situation ruhig, doch der Schein trügt: «Wir hatten heute auch schon eine Schlange vor dem Eingang», berichtet er. Ein paar Schritte weiter kommt eine kurzhaarige Risikopatientin mit Handschuhen gelaufen: «Ich muss mich und andere schützen. Nach dem Einkaufen gehe ich sofort wieder nach Hause.»

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