Denunzianten im Zeichen des Corona-Virus?

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Seit zwei Wochen arbeiten meine Arbeitskollegen, Architekten und Zeichner, im Schichtbetrieb. Wir als Bauleiter arbeiten von zuhause aus. Vorgaben des BAG setzen wir seit Ausbruch des Virus innerhalb von ein bis zwei Arbeitstagen auf den Baustellen um.

Nicht schlecht gestaunt habe ich, als mir mein Vorgesetzter am Dienstagmittag mitteilte, dass «meine» Baustelle beim Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau (DVI) durch die Unia angezeigt wurde, wegen Nicht-Einhalten der Empfehlungen BAG auf der Baustelle.

Gegenüber dem DVI mussten wir beweisen, dass die Vorgaben des BAG umgesetzt sind. Neben der Toilette ist fliessend Wasser vorhanden, Desinfektionsmittel und Seife steht bereit und an drei Stellen sind die BAG- Informationen angeschlagen.

Die Vertreter der Unia haben sich auf der Baustelle nicht gemeldet. Auf Rückfrage bei der Mannschaft wurde Montag und Dienstag kein Fremder vor Ort gesichtet. War die Unia überhaupt vor Ort? Ist es die Art der Unia zu denunzieren, falsche Anschuldigungen zu verbreiten, oder will die Unia über den Umweg über Poliere und Bauleiter auf die Unternehmungen Druck ausüben, damit ihr Wille geschieht und die Baustellen schliessen? Trotz anderslautenden Ansichten des Bundesrates?

Unter Sozialpartnerschaft verstehe ich eine andere Haltung. Allem Anschein nach lebe ich diese auch auf anderem Wege aus. Ich mache aufmerksam und spreche mit dem Betreffenden, wenn mir ein Zustand nicht gefällt, und denunziere nicht willkürlich Fremde, um ein Ziel zu erreichen, das nicht auf politischem Weg erreichbar ist. Die Absichten der Unia sind sicher nicht schlecht, dafür das Vorgehen umso mehr.

Daniel Grossmann, Aarburg

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Hallo Herr Grossmann

Ueli Bühler
schrieb am 27.03.2020 07:47
Ich kann Ihren Unmut mehr als verstehen. Ich habe die Befürchtung die Besonnenheit und das rationale Denken hat, sagen wir mal, an Bedeutung verloren. Die Weltuntergangsstimmung und die wir werden alle an diesem Virus Sterben Mentalität . Ja, sie treibt Menschen dazu zu Denunzieren, um das letzte bisschen Normalität, wie eine Baustelle oder man kann auch sagen, eine Totale Ausgangsperre zu erreichen. Vielen ist nicht bewusst was das für uns bedeuten würde. Schon jetzt sieht man, wie Menschen bespitzelt und als Verbreiter des Virus beschimpft werden. Es werden Fragen gestellt, ob man die Polizei rufen solle wenn ich zum Einkaufen gehe. So geschehen als ich gestern unterwegs war! Mich wundert gar nichts mehr ehrlich gesagt! Die Angst ist riesig und irgendwie verständlich. Angesichts der verstörenden Bilder von Särgen und überlasteten Intensivstationen. Die Journalisten überbieten sich mit Berichten um dieses Elend noch besser in Szene zu setzen. Angesichts dieser Methoden ist auch Ihre Baustelle wohl auch nur ein Opfer dieses unglaublichen Overstatements! Ich hoffe für Sie, dass die Baustelle nicht geschlossen wird! Grüsse
Ueli Bühler
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