Alex Hürzeler: «Fernunterricht geht nach dem 19. April wahrscheinlich weiter» – diese Weichen stellt der Kanton

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Regierungsrat Alex Hürzeler informiert heute per Telefonkonferenz – das Bild zeigt ihn an einer Medienkoferenz im März. © SEVERIN BIGLER
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Die Schulzimmer könnten auch nach den Frühlingsferien leer bleiben (Symbolbild Keystone)

Der Unterricht an den Volksschulen im Aargau findet am 20. April voraussichtlich per Fernunterricht statt. Dies unter der Annahme, dass der Bundesrat das Verbot des Präsenzunterrichts verlängert.  Das Aargauer Bildungsdepartement hat die nötigen Rahmenbedingungen definiert. 

Die Lehrpersonen sind auch beim Fernunterricht für den Unterricht verantwortlich. Sie begleiten und unterstützen ihre Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Mitteln.

Die Eltern sind verantwortlich, den Tagesablauf zusammen mit ihren Kindern zu planen und ihnen für das selbstständige Lernen einen möglichst geeigneten Arbeitsplatz zuhause zur Verfügung zu stellen.

Noten bis 13. März zählen

Während des Fernunterrichts zählen Noten nicht. Für die Noten im Jahreszeugnis zählen jene Noten bis zum 13. März 2020. Falls der Präsenzunterricht vor Ende des Schuljahrs wieder aufgenommen wird, können weitere Noten respektive Beurteilungen bis zum Ende des Schuljahres dazukommen. Alle Promotionsentscheide werden aufgrund des Jahreszeugnisses gefällt.

Die Schulen auf Volksschulstufe im Kanton Aargau sind seit dem 16. März verpflichtet, ein Betreuungsangebot für ihre Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. Es ist für jene Schülerinnen und Schüler vorgesehen, deren Betreuung zuhause nicht gewährleistet ist. 

Mittelschüler: Seit zwei Wochen Fernunterricht

Die Aargauer Mittelschülerinnen und Mittelschüler werden schon seit dem 16. März per Fernunterricht geschult. Die Schulen können dazu auf eine breite Palette von digitalen Werkzeugen zurückgreifen.

Diese reichen von der Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien über das Erteilen und Betreuen von Selbstlernaufträgen bis hin zu Echtzeit-Videoübertragungen von Unterrichtslektionen.

Ungewöhnlich ist die Situation derzeit bei den Berufsschülern in jenen Branchen, in denen die Betriebe gegenwärtig überlastet sind. Dennoch halten sich die Lehrbetriebe grossmehrheitlich an die Vorgabe, wonach Lernende an ihren üblichen Schultagen nicht im Betrieb eingesetzt werden dürfen.

Tagesschulen: Alle Notfallplätze besetzt

Auch die Tagessonderschulen müssen einen Fernunterricht aufbauen. Dies ist jedoch insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mit einer kognitiven Beeinträchtigung äusserst anspruchsvoll und teilweise kaum möglich. 

In den stationären Kinder- und Jugendeinrichtungen des Kantons werden rund 600 Kinder und Jugendliche betreut. Rund ein Drittel davon kann zurzeit von den Familien betreut werden. Die anderen sind weiterhin auf einen stationären Platz angewiesen. Bereits jetzt sind die verfügbaren Notfallplätze weitgehend besetzt. (sda/az)

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