Swiss erlaubt ihrer Crew das Tragen von Schutzmasken - und stellt den Duty-Free-Verkauf ein

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Schweizer Reisende auf dem Flug von Bogota, Kolumbien, nach Zürich am Dienstag, 24. März 2020. In der vom Eidgenössischen Aussendepartement EDA gecharteten Maschine der Swiss sassen 279 Schweizer und 35 Staatsangehörige aus benachbarten Ländern. © Marwin Productions / KEYSTONE

Bei den Passagieren sind sie bereits gang und gäbe, bei den Flight Attendants der Swiss hingegen nicht. Die Schutzmasken. Das dürfte sich nun ändern. Wie eine Sprecherin auf Anfrage sagt, sei kürzlich beschlossen worden, dass das freiwillige Tragen von Hygienemasken auf allen Flügen erlaubt ist. Derzeit absolviert die Swiss gerade mal noch 10 Prozent ihres üblichen Flugprogramms.

 

Dieser Schritt folgt auf eine interne Debatte, wie die Sprecherin bestätigt. Der Umgang mit Schutzmasken sei seit Krisenbeginn kontrovers diskutiert worden. Diesen Diskurs nehme man zur Kenntnis. Zuvor hatte sich die Swiss an die Einschätzungen der Weltgesundheitsbehörde WHO, des Bundesamtes für Gesundheit, des medizinischen Krisenstabs der Lufthansa und des eigenen Medizinteams gehalten. Demnach seien an Bord von Flugzeugen aufgrund der speziellen Belüftung in der Kabine Masken nicht notwendig und zweckmässig.

 

Man habe in letzter Zeit aber gespürt, dass die konsequente Handhabung des Managements zunehmend kritisch betrachtet worden sei. «Wir anerkennen, dass die Möglichkeit zum Tragen einer Maske während der Arbeit offensichtlich für das individuelle Wohl- und Sicherheitsempfinden eine wichtige Rolle spielt.» Diesen Umständen wolle man Rechnung tragen.

Kommt hinzu, dass die EU-Flugsicherheitsbehörde EASA vor wenigen Tagen neue Richtlinien publiziert hat, in denen unter anderem das Tragen von Hygienemasken ebenfalls empfohlen wird. Die Swiss stellt die Masken ihren Crew-Angestellten in Zürich und Genf zur Verfügung.

Bei Flight Attendants war im Vorfeld zu hören, die Swiss wolle keine Masken erlauben, weil die Crew mit dem Erscheinungsbild die Passagiere verunsichern könnten. Die Swiss-Sprecherin verneint dies. «Das Tragen von Masken war bisher nicht erlaubt, da sie nicht dabei helfen, einen gesunden Menschen vor einer Ansteckung zu schützen.» Zudem seien sie anfangs ein knappes Gut gewesen und man habe verhindern wollen, dass Masken, die eine gesunde Person unnötigerweise trägt, in Bereichen fehlen, wo sie wirklich gebraucht werden. Es bleibe dabei, dass Masken keinen sicheren Selbstschutz liefern, sondern hauptsächlich einen Fremdschutz.

Die Haltung bei den Handschuhen ist hingegen unverändert. Diese würden eine falsche Sicherheit vermitteln und es vermindere das Ansteckungsrisiko nicht, sondern vermindere das regelmässige und gründliche Händewaschen.

Bereits Ende Februar hatte die Kabinencrew-Gewerkschaft Kapers beim Management aus Hygienegründen verlangt, dass die heissen Feuchttücher nicht mehr verteilt werden sollen. Dieser Forderung kommt die Swiss nun – nach rund einem Monat – nach. Der so genannte «Hot Towel Service» ist per sofort und bis auf weiteres eingestellt. Zudem wird ab Donnerstag auf den Duty-Free-Verkauf an Bord verzichtet.

Seit dem Wochenende gelten zudem neue Abstandsregeln für Passagiere. Auf Flügen ab der Schweiz werden in der Economy Class die Mittelsitze sowie auf Langstreckenflügen sämtliche direkte Nachbarsitze blockiert und freigelassen. Die Kapazität auf den Flugzeugen wird entsprechend reduziert, um das «Social Distancing» einhalten zu können. Familien und Personen aus dem gleichen Haushalt dürfen weiterhin nebeneinander sitzen. Auf Flügen in die Schweiz gelten diese Regeln hingegen nicht, da man so viele Menschen wie möglich in die Heimat zurückholen wolle.

Beim Check-in am Flughafen Zürich werden die Passagiere zudem auf die nötige Distanz hingewiesen. Das Boarding wurde angepasst, damit die Gäste das Flugzeug sukzessive und mit Abstand betreten können. Und beim Aussteigen sorgen die Crew und die Polizei dafür, dass die Abstandsregeln erfüllt werden.

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