GLP-Nationalrat Bäumle will den Stillstand mit App und Massentests beenden

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Martin Bäumle hat sich Gedanken über das Ende des Lockdowns gemacht. © Keystone / Gaëtan Bally

Martin Bäumle ist ein Zahlenmensch. Excel-Tabellen sind eine Leidenschaft des ausgebildeten Chemikers und Atmosphärenwissenschafters aus Dübendorf ZH. Bei den Nationalratswahlen 2011 bewies der damalige Parteipräsident der Grünliberalen sein Flair für Mathematik: Dank geschickten Listenverbindung eroberte die GLP sechs zusätzliche Sitze.

Auch das Coronavirus treibt Zahlenmensch Bäumle um. «Die letzten drei Wochen habe ich sämtliche verfügbaren Daten verarbeitet und analysiert». Das Ergebnis der Arbeit: Ein sieben Seiten langes, detailliertes Massnahmenpaket, welches dieser Zeitung vorliegt. Noch spiegelt es lediglich Bäumles persönliche Haltung wieder. Bald sollen sich die GLP-Parteigremien damit befassen.

Für Bäumle ist klar: «Der Schutz der Gesundheit muss neben den Wirtschaftsinteressen weiterhin Vorrang behalten.» Doch wenn sich die aktuell geltenden Einschränkungen in sinkenden Neuinfektionen niederschlagen – gemäss Bäumles Berechnungen könnte dieser Wert in der zweiten Aprilhälfte auf unter 50 pro Tag fallen – brauche es einen «kontrollierten Lock-on». Darunter versteht Bäumle das gezielte Aufheben bestimmter Einschränkungen.

Maskenpflicht, Reihentests und «Contact Tracing»

Aktuell fehlten wichtige Informationen für einen «Lock-On». Bei einer Lockerung der Massnahmen ohne ausreichende Datengrundlage und Präventionsmassnahmen riskiere man, dass sich das Coronavirus rasch wieder stärker ausbreite – und die Schweiz zurück in den Lockdown muss. Bäumle forderte deshalb ab sofort regelmässig (Blut-)tests in für die Bevölkerung repräsentativen Gruppen von fünf- bis zehntausend Personen: «So erhalten wir wertvolle Informationen über die Verbreitung des Virus und den Immunisierungsgrad.»

Sonst voll von Leuten: Eine Joggerin im leeren Basler Kannenfeldpark.

Sonst voll von Leuten: Eine Joggerin im leeren Basler Kannenfeldpark.

© Georgios Kefalas/Keystone (26. März 2020

Eine Maskentragepflicht in Geschäften und anderen exponierten Orten wäre, neben dem Beibehalten von Social Distancing und Hygiene-Empfehlungen, eine wichtige Voraussetzung. «Auch einfache Stoffmasken haben bereits eine positive Wirkung», sagt Bäumle. Das längste Kapitel von Bäumles Massnahmenpaket ist dem «Contract Tracing» gewidmet. Dabei habe er sich von Erkenntnissen aus Südkorea, Taiwan und Singapur inspirieren lassen – diese aber für Schweizer Verhältnisse adaptiert.

Bäumle schwebt eine App vor. Deren Benutzung wäre zwar freiwillig. Doch der Nationalrat ist überzeugt, dass sich 80 Prozent oder mehr aller Smartphone-User beteiligen würden: «Der Bund müsste transparent kommunizieren, wofür wir die App brauchen und das eine über die zur Überwindung des Virus gehende Nutzung der Daten ausgeschlossen ist».

Martin Bäumle will mit Testreihen bessere Informationen über die Verbreitung von Covid-19 gewinnen.

Martin Bäumle will mit Testreihen bessere Informationen über die Verbreitung von Covid-19 gewinnen.

© Keystone / Ennio Leanza

Mithilfe von anonymisierten und zentral gespeicherten, von den Behörden verwalteten Daten, könnten bei neuen Coronafällen Infektionsketten rückverfolgt und gestoppt werden. «Wer in der Nähe einer neu Infizierten Person war, wird benachrichtigt, und bleibt zu Hause, bis er getestet werden kann.» Mithilfe eines Farbcode-Systems wäre erkennbar, welche Personen kein Risiko mehr darstellen, weil sie bereits immun sind oder wer nur ein geringes Risiko darstellt, weil er keinen bekannten Kontakt mit einer infizierten Person hatte.

«Wer mitmacht, gewinnt Freiheitsgrade hinzu»

Mithilfe der App könnte die Wirtschaft rasch in einen Normalzustand kommen und die Schäden dämpfen. Oder ein Restaurant könnte nur Gäste ohne oder mit nur geringem Infektionsrisiko zulassen. Die Frage, ob damit nicht eine zwar auf dem Papier freiwillige, aber de facto auf Zwangsüberwachung eingeführt werde, verneint Bäumle: «Wer die App runterlädt, gewinnt Freiheitsgrade hinzu.»

Die seit letzter Woche aktive «COVID-19 Task Force» aus Wissenschaftern arbeitet mit ähnlicher Stossrichtung. Taskforce-Mitglied und Epidemiologe Marcel Salathé sagte gegenüber SRF, wenn die täglichen Neuansteckungen im zweistelligen Bereich liegen, sei eine langsame Lockerung denkbar, in Kombination mit anderen Massnahmen: «Testen, Isolieren, Contact Tracing, Quarantäne.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Herr Hofer

Ueli Bühler
schrieb am 07.04.2020 09:24
Tja Sie holen sich die Bezeichnungen für mich bei Ihren "Hochgeschätzten" Kollegen. Wo Sie eine Fäkaliensprache bei mir finden, ist genau so ein Rätsel wie Sie! Um mich brauchen Sie sich ganz sicherlich keine Sorgen zu machen. Ich warte auf den Tag an dem Leute wie Sie sagen müssen: "War doch nicht alles so wie der Bundesrat gesagt hat!"

Bühlerlockstoff...:-)

B. Hofer
schrieb am 07.04.2020 08:37
Wieder etwas «Bühlerlockstoff» verstreut... und der U. Bühler schlägt wie wild um sich! Köstlich! Und WAS, die Erde ist KEINE Scheibe? Spass beiseite: Herr Bühler, Sie können mich mit ihrer «Fäkaliensprache» betiteln wie Sie wollen - das macht mir keinen Eindruck, da müssten Sie früher aufstehen. Aber wieder mal eine Schlussfrage für heute: Haben Sie eigentlich keine lieben Freunde*innen, Kollegen - oder irgend sowas, die ihnen ganz lieb mal auf die Schultern klopfen und sagen: «Ueli, merkst du es nicht es got weder dore meter,… bliib ruehig ond schriib hueresiech kei Kommentar me!» Haben Sie niemanden, der es gut meint mit Ihnen? Bis später - am Rand der Scheibe.

Herr Hofer

Ueli Bühler
schrieb am 07.04.2020 07:53
Bravo Fehler gefunden. Test bestanden! In die höhe schnellen werden. Ihnen kann der Bundesrat Morgen sagen "die Erde ist eine Scheibe". Herr Hofer würde es Glauben. In der Grippesaison 2017-2018 sind zb. in Deutschland 25100 Menschen gestorben. Die Grippewelle 2015 hat in der Schweiz ca.2500 Todesopfer gefordert! Grippewelle 2017 Italien 25000 Tote. Immer waren 65+ die betroffenen Menschen. Je älter desto tödlicher könnte man sagen. Zudem spielten auch die vor Erkrankungen eine grosse Rolle. Das Leben ist immer tödlich. Wussten Sie dass nur 6 von 50 alten Menschen ins Spital wollen um sich im Falle einer Ansteckung behandeln zu lassen? Von diesen 6 wollten nur 2 in eine ITS gebracht werden. Aber nicht weil sie Angst vor dem Tod haben sondern weil sie nicht ersticken wollen. Für viele Junge oder Jüngere Leute ist der Tod noch sehr weit weg. Das war bei mir nicht anders. Aber ist der Lebensabend in Sicht, wird einem bewusst, dass es klare Regeln geben sollte wie das Sterben geregelt werden sollte. Dafür gibt es die Patientenverfügung. Deren Anzahl mit dieser Pandemie schlagartig zugenommen hat. Niemand sollte einem Menschen vorschreiben können wie man zu Sterben hat. Auch wenn das viele nicht verstehen können.
Gehen Sie dem Sonnenuntergang nicht zu weit entgegen, sonst fallen Sie noch von der Scheibe. Die Welt die es nicht immer sehr genau nimmt mit der Wahrheit! Jeder Mensch lügt wie viele male im Tag? Es sind laut NZZ 25 mal.
Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen
Ueli Bühler

Klasse...!;-)

B. Hofer
schrieb am 06.04.2020 14:40
Zitat U. Bühler: «....davon auszugehen das die Sterblichkeitsraten nicht signifikant in die schnellen werden ist vom RKI kleinlaut verkündet!» Man lasse sich diesen Satz mal auf der Zunge zergehen...! Herrlich! Ich als «Hydrant» habe wieder genug Stuss inhaliert für heute. Bis später.

Herr Hofer

Ueli Bühler
schrieb am 06.04.2020 14:05
Leider ist es mir nicht möglich ohne meinen Namen etwas zu schreiben. Daraus ergibt sich zwangsläufig dieser Beitrag ist nicht von mir! Um eines klarzustellen sind die genannten Zahlen einzusehen im BAG unter Todesfallstatistik einzusehen. Auch für Ignoranten wie Sie ist es doch einfach mal nachzusehen. Bevor Sie mich verdächtigen einen Stuss zu schreiben. Es ist davon auszugehen das die Sterblichkeitsraten nicht signifikant in die schnellen werden ist vom RKI kleinlaut verkündet!

Ueli Bühler

Hopfen und Malz...

B. Hofer
schrieb am 06.04.2020 13:42
Herr Bühler, ich war der Meinung wir hätten uns verstanden, dass Ihre «Brandreden» äusserst gefährlich sind. Aber wie ich befürchtet habe, haben Sie nichts - werden Sie NIE nur das einfachste begreifen!
Zwei Tipps: Arbeiten sie an diesen «virusfreien Tagen» doch etwas an Ihrer Sprache/Orthographie - macht es für uns Leser*innen etwas einfacher zu verstehen was Sie überhaupt meinen. Und zweitens: Schreiben Sie doch bitte weiterhin «anonym», wie sie das beim Artikel «1036 neue Corona-Fälle» schon getan haben. Macht es doch viel einfacher für Sie, weil Sie noch mehr Stuss schreiben können und richtig Gas geben! UND wenn kümmert es schon: bei Ihnen ist eh Hopfen und Malz verloren! Prost!

Zahlenspiele

Ueli Bühler
schrieb am 06.04.2020 11:49
Herr Bäumle ist ein zahlen Freak. Hier noch ein paar Zahlen. Ich habe mich gefragt, wie sind die zusammenhänge der normalen sterbe Statistiken zu den jetzigen Toten der Covid19 Toten. Daraufhin habe ich mir die Statistiken der letzten Jahre aller Herz und Kreislauftoten Lungenerkrankung Atemwegs Diabetes und Infektionskrankheiten Sterbefälle angesehen. Dies sind die genannten Todesursachen welche im Zusammenhang mit dem Corona Virus genannt werden. Im gesamten sterben / Tag an allen Krankheiten 123.9 Menschen. Alleine an Atemwegserkrankungen sind es pro Tag 12.7. Es ist also fraglich ob diese Toten ausschliesslich diesem Virus zuzuschreiben sind? Ich habe absichtlich das Jahr 2017 als Reverenz genommen, um nicht ein Jahr mit starker Verfälschung durch die Grippe zu erhalten. Erklären sie mir bitte wie sie diese Zahlen Interpretieren?
Ueli Bühler
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