Ambitioniertes Ziel: 2050 zu 100 Prozent CO2-neutral

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Auch wenn in einigen Jahren die Kehrichtverbrennungsanlage Oftringen stillgelegt wird – die Erzo produziert weiterhin Energie. Bild: bkr

Bis 2050 will die Schweiz die sogenannte Energiewende umgesetzt haben, welche den Abschied von der Kernenergie, aber auch ehrgeizige Ziele bei der Reduktion des CO -Ausstosses umfasst. Der Weg dahin ist steinig und lang. Erschwert wird der Marsch auf ihm durch den Umstand, dass die Schweiz aktuell über eine sichere und kostengünstige Energieversorgung verfügt. Die ist für den anstehenden Umbau eine grosse Chance. Die Schweiz kann auf dieser Ausgangslage aufbauen und ihren hohen Versorgungsstandard erhalten, muss aber an die Hausaufgaben gehen.

2016 als nationaler Pionier mit der Arbeit begonnen

Dies hat der Zweckverband Zofingenregio bereits im Oktober 2016 erkannt, sich in der Rolle eines nationalen Pioniers an die Arbeit gemacht und eine regionale Energieplanung aufgegleist. Diese tat und tut insofern not, als sich in der Region Zofingen unterschiedliche Firmen, Organisationen und Institutionen mit der Verteilung und teilweise auch Produktion von Wärme, Elektrizität und Gas befassen. Damit sind die verschiedenen kommunalen Werke, aber auch der Gemeindeverband «Entsorgung Region Zofingen» (Erzo) gemeint.

Eine Zusammenarbeit und Koordination findet nur begrenzt statt – und teilweise bestehen auch Interessenkonflikte. Diese galt und gilt es auszuräumen – die Aufgaben den verschiedenen Marktteilnehmern zuzuordnen und das Ganze in eine gemeinsame Strategie zu giessen. Dies unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums und der räumlichen Entwicklung der Region.

Bereits 2017 lag die Planung im Entwurf vor. Mit der Finalisierung wurde jedoch bewusst zugewartet. Dies, um insbesondere die Klärung der Zukunft der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) der Erzo abzuwarten. Inzwischen steht fest, dass zwar die KVA stillgelegt wird, aber weiterhin Wärme erzeugt werden soll. Diese dient der Stromproduktion, einem Fernwärmenetz und dem Betrieb einer Verbrennungsanlage für Klärschlamm der Abwasserreinigung.

Nachdem die KVA-Zukunft geklärt war, wurden die Arbeiten zur regionalen Energieplanung 2019 wieder aufgenommen. Inzwischen gab es jedoch auf Bundesebene den Entscheid, dass die Schweiz bis ins Jahr 2050 ihre CO -Emissionen auf netto null herunterfahren soll. Vor diesem Hintergrund war die 2017 vorgeschlagene Vision und die entsprechenden Leitsätze der regionalen Energieplanung von Zofingenregio zu wenig ambitioniert.

In der neuen Version heisst es nun, dass die Energieversorgung mit Strom und Wärme in der Region Zofingen bis 2050 zu 100 Prozent erneuerbar und CO -neutral erfolgt. «Dies ist sehr ambitioniert», heisst es aus dem Zofinger Rathaus. Aber auch, dass der Stadtrat Zofingen die Ziele «zustimmend zur Kenntnis nimmt».

Mehr Fleisch ist da noch nicht am Knochen. Handeln die Akteure der Energiewirtschaft nicht, liegt lediglich ein Papiertiger vor.

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